Sonntag, 13. November 2016

Durchgelesen

Rezension zu Dein Leuchten von Jay Asher


Verlag: cbt
Seitenzahl: 320
Format: Klappbroschur
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-570-16479-2
Übersetzer: Karen Gerwig
Altersempfehlung des Verlages: Ab 13 Jahren
Abgeschlossene Erzählung








Inhalt:

Jedes Jahr kurz vor den Herbstferien, muss Sierra sich von ihren Freundinnen für einen Monat verabschieden. Sie fährt in ihre alte Heimat nach Oregon, um sich dort gemeinsam mit ihren Eltern um das Weihnachtsbaumgeschäft zu kümmern. Die Bäume müssen gefällt und in der Vorweihnachtszeit an die Kunden verkauft werden.

Jedes Jahr beschäftigt die Familie viele männliche Hilfskräfte, die fast alle in Sierras Alter sind und dennoch hat Sierra noch nicht den richtigen Freund für sich gefunden. Als in diesem Jahr ein Junge an dem Weihnachtsbaumstand auftaucht und einen Baum kaufen möchte, ist Sierra plötzlich total überwältigt. Es ist nicht nur dieses niedliche Grübchen an der Wange, welches sie so verzaubert hat.

Bald kommen sich Caleb und Sierra näher, doch nicht nur Sierras Vater steht dieser Bindung sehr skeptisch gegenüber. Auch macht ein Gerücht über Caleb die Runde, welches Sierra unmöglich ignorieren kann.



Schreibstil:

In „Dein Leuchten“ begleiten wir die Hauptcharakterin Sierra dabei, wie sie in ihre alte Heimat reist, um dort das Familiengeschäft zu unterstützen. Jedes Jahr rund um Thanksgiving müssen die Bäume auf der Weihnachtsbaumplantage gefällt und sodann zum Verkaufsstand gebracht werden.

Der Fokus der Geschichte liegt auf der Leidenschaft der Hauptcharakterin, dem Verkauf und der Aufzucht der Bäume. Sierra hat sogar ihre eigene geheime Stelle, an der sie ihre eigenen Tannen aufzieht. Jeder Baum hat dort für sie seine eigene Geschichte und liegt ihr am Herzen.

Der Erzählton des Romans ist eher ruhig und besinnlich. Neben der Freundschaft zu ihren Freundinnen in der alten und in der neuen Heimat und dem Gedanken, ob die Eltern die Plantage bald aufgeben wollen, beschäftigt Sierra bald der Gedanke an einen attraktiven Jungen, der an ihrem Stand mehrere Bäume einkauft.

Andrew, einer der Hilfsarbeiter, hat schon seit dem Vorjahr ein Auge auf die Tochter seines Chefs geworfen. Dass diese sich nun für Caleb interessiert, ist ihm ein Dorn im Auge. Er zeigt bald seinen Unmut. Auch die Eltern sehen eine Bindung kritisch. Schließlich soll das Herz der Tochter nicht gebrochen werden, wenn die Saison einmal mehr zu Ende geht und alle Beteiligten wieder heimreisen. Doch auch Calebs Vergangenheit holt ihn jetzt in der Gegenwart ein.
Konfliktpotential ist also vorhanden, nur leider werden diese Situationen nicht bis an die Grenzen ausgereizt.

Caleb selbst hat ein großes Herz. Teilweise opfert er sich auf, um Buße für Schuld aus vergangenen Tagen zu leisten.
Der Erzählton ist präzise, die Handlungsabläufe, aber nicht immer stringent. So sind einmal Sierra, einmal Caleb auf den jeweils anderen böse, weil dieser nicht die Antwort liefert, die sie sich in diesem Moment erhofft haben.

Die Charaktere an sich verfolgen keine böswilligen Absichten. Sie sind stets nett zueinander, so dass eine positive Grundstimmung in dem Roman herrscht.

Ecken und Kanten, Charaktermerkmale sind nur in Nuancen zu erkennen. Einzig Devon der Freund von Sierras bester Freundin wirkt sehr sorglos. Er steht des öfteren auf dem Schlauch. Sei es, wenn es um die Befindlichkeiten seiner Freundin geht, sei es, wenn über ihn gesprochen wird. Er hat ein gutes Herz, ist aber eben auch etwas stumpf.



Fazit:

Dein Leuchten ist ein eher ruhiger und besinnlicher Roman. Jay Asher schlägt einen leichten, fast beschwingten Erzählton an und begegnet ihrem Personal mit großer Empathie.
Der Handlungsort Weihnachtsbaumplantage sowie die Liebesgeschichte sorgen für die passende vorweihnachtliche Stimmung.
Wer Harmonie und einen nicht zu konfliktreichen Handlungsstrang sucht, wird mit dieser Geschichte seine Freude haben.



Buchzitate:

Es riecht nach Weihnachten. Das sagen so viele Leute, wenn sie zum ersten Mal hier auftauchen, als hätten die Worte die ganze Zeit darauf gewartet ausgesprochen zu werden.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:







Ich danke dem Verlag herzlich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Kommentare:

  1. Hey Tanja

    mal wieder eine wirklich schön geschriebene Rezension in der man deine Punkte gut nachvollziehen konnte. Vor allem auch super passend zu der Jahreszeit!
    Ich sehe gerade das du das Buch im Punkto Liebe "nur" mit 3 Punkten bewertet hast. Lag das eben daran das die Charaktere oft sauer aufeinander waren, wenn sie nicht die Antwort zu hören bekommen haben, die sie hören wollten? Oder hat dich noch etwas anderes grundlegendes in diesem Punkt gestört? Sind die beiden vllt zu schnell zsm gekommen, war es nicht nachvollziehbar, wurde der Beziehung nicht genug Zeit gegeben?

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Huhu Andrea,
      das Buch vermittelt auf jeden Fall vorweihnachtliche Stimmung. Alleine die Thematik mit der Tannenbaumplantage, die Mokka-Minz-Drinks, die die Proagonistin immer mit einer Zuckerstange umrührt und der ruhige Ton tragen dazu bei.
      Der Fokus lag ja auf der Liebesgeschichte. Die drei Punkte sind darin begründet, dass der Funke einfach nicht auf mich übersprang. Ich habe nicht so mitempfunden. Sprich: Kribbeln im Bauch o.ä..

      Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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    2. Achso, das ist natürlich echt schade, aber passiert leider schonmal :/
      Aber das es vorweihnachtliche Stimmung erzeigt macht mich ja schon echt neugierig und das obwohl ich eigentlich kaum Liebesgeschichten lese :D

      Liebe Grüße
      Andrea

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    3. Huhu Andrea,
      magst du Liebesgeschichten im Allgemeinen nicht so gerne?
      Liebe Grüße Tanja

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