Dienstag, 15. November 2016

Durchgelesen

Rezension zu Maleficus von Melanie Vogltanz


Verlag: Papierverzierer
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Borschiert/Ebook
Preis Taschenbuch: 14,95 Euro
Preis Ebook: 3,99 Euro
ISBN Taschenbuch: 9783959623209
ISBN Ebook: 9783944544892
Altersempfehlung des Verlages: Ab Jahren
Band 1








Inhalt:

Als Elyssas engste Vertraute bei einem Überfall ums Leben kommen, ist für das Mädchen klar, sie will den Schuldigen suchen. Der Erzherzog Rudolf IV herrscht über Wien. Elyssa ist sich sicher, dass die neuerlichen Unruhen mit Rudolf zu tun haben. Gemeinsam mit Vater Stephanus, der bei einem Besuch in der Stadt Zeuge der Vorfälle wurde und es als seine Pflicht sieht, dem „Satan“ das Handwerk zu legen und dem impulsiven Christian begibt sich das Mädchen auf eine abenteuerliche Reise. Immer wieder kommen den drei Gefährten die „Diener“ des Herzogs in die Quere. Sie stoßen auf merkwürdige Kreaturen und müssen ums Überleben kämpfen. Liebe, Eifersucht und ein Vorfall, der Elyssas Leben und das ihrer Begleiter stark verändern wird, bestimmen die Geschichte.



Wichtigste Charaktere:

Elyssa ist ein rebellischer, eigenwilliger Charakter. Das Mädchen kann sehr gut mit dem Schwert umgehen.Sie besitzt innere Widerstandsfähigkeit, sie neigt dazu die Dinge hinzunehmen, wie sie sind und scheint ihre düstere Vergangenheit hinter sich lassen zu können.

Christian muss dabei zusehen, wie die Strigoi (Vampire) sein Dorf vernichten. Er ist ein sehr impulsiver und eifersüchtiger Mensch. Als er Elyssa begegnet, verliebt er sich schnell in das Mädchen.

Vater Stephanus gehört dem Orden der Dominikaner an. Er hat stets ein offenes Ohr für die Probleme Elyssas. Seinem Umfeld begegnet er mit inneren Ruhe und mit logischem Sachverstand. Er ist ein gutmütiger und ausgeglichener Mensch.



Welt:

Melanie Vogltanz siedelt ihre Geschichte in Wien im Jahre 1365 an. Hier gibt es merkwürdige Kreaturen, bösartige Monster.
Vergewaltigung, Mord und der Tod durch Krankheiten stehen an der Tagesordnung. Schwache werden in dieser Welt nicht lange standhalten. Nur wer Stärke zeigt, wird am Ende überleben.



Schreibstil:

Melanie Vogltanz beginnt den Roman mit einer Schwertkampfszene. Die Protagonistin Elyssa befindet sich im Kampfesrausch. Diese Szene gibt für den Fortgang des Romans das Tempo vor. Man lernt eine starke, eigenwillige Protagonistin kennen, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Auch auf den folgenden Seiten dieses Buches bleibt die Handlung rasant. Immer wieder gibt es Kämpfe zu bestehen und Probleme zu lösen.

Ein düsterer Schreibstil durchzieht diesen Roman. Der Tod ist allgegenwärtig. Mit einer sehr bildlichen Erzählung schildert die Autorin die Zeit rund um 1365. Bestialische Morde finden statt, Frauen werden vergewaltigt, merkwürdige Kreaturen sorgen für Angst und Schrecken. Mittendrin befindet sich die starke Protagonistin Elyssa, die sich umgeben von männlichen Begleitern behaupten muss.

Als das Dorf der Hauptcharakterin überfallen wird, ist Elyssa gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Doch sie ist nicht alleine. Begleitet wird sie von Vater Stephanus und später auch durch Christian, der sich bald in das Mädchen verliebt. Bald kommt es zu den ersten Konflikten. Dass Elyssa Interesse für die Befindlichkeiten ihrer Mitreisenden abgeht, sorgt nicht gerade für gute Stimmung in der kleinen Gruppe. Während Stephanus mit Verständnis auf das Mädchen reagiert, flüchtet sich Christian in Zorn.

Elyssa selbst sinnt nicht lange über die Gefühle ihrer Mitmenschen nach. Auch ihre eigenen Befindlichkeiten verdrängt sie schnell. Wenn ihr jemand zürnt, dann muss er damit selbst klarkommen. Nach einer Vergewaltigung durch mehrere Männern gelingt es ihr schon bald wieder mit einem anderen Mann im Einverständnis das Bett zu teilen.

In diesem Roman gibt es einige böswillige Kreaturen. Im Fokus stehen allerdings die Strigoi (Vampire). So gibt es hier einmal die abgrundtief bösen Vertreter dieser Rasse, die ohne Sinn und Verstand töten und dann noch die, die mit Selbstdisziplin bestimmen können, was oder wen sie sich zum Opfer wählen.
Die Beschreibung dieser Kreaturen aber auch einiger anderer Szenen fordert ein robustes Gemüt des Lesers. Eine Szene, in der Reitpferde von einem Vampir ausgesaugt werden und sich durch den Aufruhr schließlich noch selbst über den Haufen rennen, sei hier als Beispiel genannt. Auch hier werden krasse Bilder bemüht.
Die Strigoi kann man sich mit einem totenkopfähnlichen Gesicht, angefaulten Lippen, aus denen noch eine Made herauskriecht, um sodann wieder im Hemdkragen zu verschwinden, mit zwei Reihen stiftförmiger spitzer Zähne gut vorstellen.



Fazit:

Mit einem düsteren und bildlichen Schreibstil zeigt die Autorin die Welt im Jahre 1365, in der Tod, Mord und Vergewaltigung selbstverständlich scheinen. Üble Kreaturen treiben ihr Unwesen.

Für zartbesaitete Leser ist dieser Roman wohl eher nichts. Freunde von Horrorfilmen und Vampirromanen kommen hier aber auf ihre Kosten. Die Kreaturen fußen auf dem Vampirklischee, haben aber auch eine individuelle, extreme Note.

Auch muss man sich als Leser damit anfreunden, dass die Protagonistin unreflektiert und spontan agiert. Ihr gelingt es schnell Distanz zum Geschehen aufzubauen.Das mag aber auch einer authentischen zeitgetreuen Inszenierung der Handlung geschuldet sein.

Dieses Buch kann ich Lesern empfehlen, die eine Geschichte mit wenig Emotionen, dafür aber mit einer rasanten Handlung und einem düsteren Szenario suchen.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:






Die heutige Frage zum Gewinnspiel lautet: 
Durch diese Rezension zum ersten Band habt ihr einen kleinen ersten Einblick in die Romanreihe bekommen. 
Wie ist euer erster Eindruck? Hat diese Rezension eure Neugierde geweckt?
(Mit der Beantwortung dieser Frage nehmt ihr automatisch am Gewinnspiel teil.)

Kommentare:

  1. Hey Tanja,

    das ist ja eine sehr interessante Rezension. Hier scheinen die Vampire ja mal ausnahmsweise nicht die gutmütigen Kuschelvampire zu sein. Klingt sehr nach meinem Geschmack! Vor allem das Brutale gefällt mir, da das mittlerweile doch eher selten in Vampirromanen vorkommt.
    Hast mich auf jeden Fall neugierig auf das Buch gemacht! :)

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Huhu Andrea,
      das siehst du vollkommen richtig. Ich muss ja sagen, dass ich die "Kuschelvampire" eigentlich ganz gerne mag. Beim Lesen des Buches habe ich tatsächlich an dich gedacht :o)

      Du landest im Lostopf. Ich drücke dir fest die Daumen. Das könnte in der Tat ein Buch für dich sein. Der Adventskalender, den man gewinnen kann, sieht übrigens auch richtig cool aus!

      Ganz liebe Grüße Tanja

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