Montag, 19. Dezember 2016

Durchgelesen

Rezension zu Weihnachtspunsch und Rentierpulli von Debbie Johnson



Verlag: Heyne
Seitenzahl: 256
Format: Klappbroschur
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-453-42106-6
Übersetzer: Irene Eisenhut
Abgeschlossene Erzählung










Aufmachung & Specials:

Auf der letzten Seite des Buches erhält der Leser von der Autorin Tipps für ein romantisches Wochenende in Oxfort.



Inhalt: 
 
Maggie radelte gerade gedankenverloren eine Straße entlang und freute sich noch über das perfekte Geschenk für ihre Tochter, welches sie gerade erworben hatte, als der Zusammenprall passierte. Genau dieser optisch sehr ansprechende Typ aus dem Park, über den sie sich vor kurzem noch mit Ellen, ihrer Tochter, unterhalten hatte, raste mit überhöhter Geschwindigkeit, auf seinem Fahrrad sitzend, in sie rein.
Kurze Zeit später lagen beide am Boden. Während Maggie nur einen Schock erlitten hatte, konnte sich der „heiße Papa aus dem Park“ kaum noch bewegen. Marco, musste sofort ins Krankenhaus, so viel war klar.
Maggie hatte schon lange beschlossen, ihr Liebesleben für die Familie zurückzustellen. Doch das ist leichter gesagt als getan, wenn man plötzlich einem attraktiven Invaliden gegenüberseht, dessen Schwester beschlossen hat, Maggie als Pflegekraft für den eigenen Bruder einzustellen.



Schreibstil:

Weihnachtspunsch und Rentierpulli spricht den geneigten Leser gleich mit einem sehr weihnachtlichen Klappentext, einem winterlichen Cover und dem hierzu passenden Titel an. Man vermutet hier eine Weihnachtsgeschichte in der Hand zu halten und erhofft sich auch in entsprechende Stimmung zu kommen.

Dieses Versprechen hält die Autorin nur bedingt ein. Zwar spielt die Handlung in der Vorweihnachtszeit, Schnee liegt auf den Straßen und die Protagonistin ist auf der Suche nach einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk für die Tochter. Dennoch liegt das Hauptaugenmerk nicht auf der Weihnachtszeit. Vielmehr lernt der Leser hier eine Protagonistin kennen, deren Lebensziel sich auf die Erziehung der Tochter und das Zusammenleben mit dem eigenen Vater fokussiert hat. Doch die Sache hat einen Haken: Die zwei Menschen, die Maggie in ihrem Leben am wichtigsten sind, haben mittlerweile ihre eigenen Lebenswege beschritten und entfernen sich langsam aber sicher aus ihrem Alltag. Maggie wird nicht mehr gebraucht.

Da kommt ihr ein Zufall zu Hilfe: Nach einem Fahrradunfall mit dem attraktiven und zugleich charmant lebensfrohen Marco, nimmt Maggies Leben eine neue Wendung. Die quirlige Schwester des Unfallopfers, Leah, befindet sich gerade in den letzten Wochen ihrer Schwangerschaft. Sie muss dringend zurück in ihre Heimat Schottland, wenn sie die Taufe für das ungeborene Kind vorbereiten und keinerlei Reiseschwierigkeiten riskieren möchte. Kurzerhand beschließt Leah nach einem kurzen Kennenlernen, dass Maggie genau die Richtige ist, um sich einige Zeit um den verunfallten Bruder zu kümmern.

Ehe sich Maggie versieht, ist Marco auch schon mit seinem Gips in ihrem Haus eingezogen und der Kühlschrank ist schnell mit einem Biervorrat aufgefüllt. Plötzlich sprüht es in dem Familienhaus von Testosteron und Maggies so gut disziplinierter Hormonhaushalt gerät ins Schwanken.

Mit Maggie erschafft die Autorin eine Protagonistin, die mit ihren gut 40 Jahren zwar mitten im Leben steht, die den Umgang mit dem anderen Geschlecht seit der Geburt ihrer Tochter nicht mehr geübt hat. Folge sind zunächst einmal Unsicherheit und Sprachlosigkeit gegenüber dem neuen Mitbewohner.
Marco hingegen begegnet Maggie mit viel Feingefühl. Er begegnet anderen Menschen mit einer unglaublichen Offenheit. Gerade dieses Verhalten verleiht ihm seinen ganz eigenen Charme.

Was die Spannung angeht, so durchlebt dieser Roman verschiedene Stufen. Gerade zu Anfang gelang es mir nicht so gut in die Geschichte einzutauchen. Die Charaktere waren mir noch nicht nah, die Handlung wirkte nicht fesselnd. Ab der Hälfte des Romans öffnet sich Maggie dem Leser. Sie zeigt etwas von ihrem Seelenleben.


Fazit:

Weihnachtspunsch und Rentierpulli vermittelt nur bedingt weihnachtliche Vorfreude. Auch benötigt der Roman einige Zeit, um sich zu entfalten. Nach einiger Zeit ist es mir gelungen, in den Roman abzutauchen und die Charaktere ins Herz zu schließen. Debbie Johnson vermag es ab der Mitte des Buches, den Leser Empathie mit Maggie und Marco empfinden zu lassen und präsentiert eine Geschichte, die auf eine auf den Glückswert der Liebe gegründete Lebenstechnik gerichtet ist.

Ein Roman für geduldige Leser, die den Fokus auf das Kennenlernen, die Entwicklung der Protagonistin und nicht unbedingt nur auf die Weihnachtsstimmung richten möchten.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:







Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen