Donnerstag, 23. Februar 2017

Und was gibts dazu?

Wie die Luft zum Atmen und dazu Parmesan-Hähnchen



Elisabeth hat ihren Mann bei einem Unfall verloren. Geblieben ist ihr ihre Tochter, die ihr jeden Tag einen Grund zum Aufstehen gibt. Für sie lebt sie, für sie funktioniert sie.

Tristan befand sich gerade mit seinem Vater auf dem Flug nach New York, wo beide sich mit potentiellen Geschäftspartnern treffen wollten, als es passierte. Der Anruf war schockierend und zerschlug alle Zukunftsvisionen auf einen Schlag. Seine geliebte Frau und der kleine süße Sohn waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Jahre später treffen Elisabeth und Tristan aufeinander. Beide sind von ihrem Verlust geprägt. Während Elisabeth ihre Trauer in der Öffentlichkeit so weit es geht verbirgt, gibt sich Tristan als verbitterter, griesgrämiger Einsiedler. Elisabeth muss immer wieder heftige Zurückweisungen erleben, bis sie zu dem Menschen hinter der harten Schale durchdringt. Nach und nach lernen beide einander vertrauen und teilen kleine Stücke ihrer Vergangenheit miteinander.

Auch Elisabeths Mutter hat ihren Ehemann an den Tod verloren. Hannahs Trauerbewältigung äußert sich so ganz anders. Sie wechselt ihre Männer wie ihre Kleidung, um bei den fremden Personen einen Trost zu finden, den sie ihr einfach nicht geben können. Nie ist das Lächeln, was Hannah ihren Partnern liefert so echt, wie bei ihrem verstorbenen Ehemann. Oft bleibt Hannah Nächte weg, ohne sich bei Elisabeth abzumelden. Elisabeth kommt mit diesem Verhalten ihrer Mutter nicht klar. Sie distanziert sich von ihr. Als Hannah dann eines Tages vor ihrer Haustür steht, ist die Tochter überrascht. Zorn bildet sich in ihrem Magen, als sie den neuen Mann an ihrer Seite erblickt. Gemeinsam mit Mike, dem neuen Traummann von Hannah, Hannah selbst, Elisabeths zauberhafter Tochter Emma und Tristan sitzen alle bald am Abendbrottisch. Elisabeths kocht ihr berüchtigtes Parmesan-Hähnchen. Doch der Schein einer perfekten Familie trügt. Elisabeth lässt es sich nicht nehmen ihrer Mutter die ein oder andere Spitze zu präsentieren und nach und nach gerät die Harmonie ins Wanken.

Zu diesem Buch möchte ich als kulinarische Begleitung gerne ein Rezept für ein Parmesan-Hähnchen liefern, damit ihr diese Szene des Familienessens perfekt nachempfinden könnt.

Du machst immer noch das beste Parmesan-Hähnchen, das ich je gegessen habe, Liz“, lobte meine Mutter,als wir alle um den Esstisch herum saßen.

Buchzitat Seite 232




Was brauchst du dazu?

500 g Hähnchenfiletstreifen
80 g Parmesan gerieben
1 – 2 Eier
1 TL Paprikagewürz
2 TL Gartenkräuter (Tiefkühlregal)
etwas Pfeffer
etwas Öl für die Pfanne


Und was macht man damit?

Gib die Eier in eine Schüssel. Füge die Kräuter und die Gewürze hinzu und quirle alles ordentlich mit einer kleinen Gabel durch.

Den Parmesan auf einen Teller streuen.

Nun jeden einzelnen Hähnchenfiletstreifen erst in dem Ei danach im Parmesan wälzen.

Die panierten Hähnchenstreifen in eine Pfanne mit Öl geben und von beiden Seiten gut durchbraten. Wenn du magst: Mit Ketchup servieren.

Das wars. Schon fertig ;o) Guten Appetit :o)



Keine Luft zum Atmen ist ein wundervolles und gefühlvolles Buch. Hier spielen die Phasen der Trauerbewältigung eine zentrale Rolle. Identifikation und Empathie mit den Protagonisten sind wesentliche Bestandteile dieses Meisterwerkes.

Meine Frage zum Buch:
Habt ihr schon einmal einen Verlust erlebt oder den Verlust einer nahestehenden Person mitverfolgen müssen? Was hat euch geholfen, um aus den schlimmen Momenten auszubrechen?

Kennt ihr weitere Bücher, die sich mit dieser Thematik beschäftigen? Welche könnt ihr empfehlen?


Dieses Buch wimmelt nur so von Charakteren, die man ins Herz schließt und die man am liebsten nie mehr missen möchte. So ist dort zum Beispiel auch die kleine Tochter von Elisabeth, die mit ihren Worten und ihrer Weltansicht immer wieder Licht ins Dunkel zaubert. Emma liebt Zombies über alles. Ihr Kuscheltier ist in ein Tuch eingewickelt, das sagt schon alles, oder? Sie verarbeitet den Verlust ihres Vaters auf ihre Weise. Immer, wenn sie eine Feder sieht, die auf den Boden fällt, dann weiß sie, dass ihr Dad bei ihr ist. Denn die Feder stammt von einem seiner Flügel, die er ja als Engel besitzt.

Emma hat einen ganz besonderen Lieblingssong, den sie immer wieder hört und den ich euch zum Schluss noch einmal mit auf den Weg geben möchte. Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit



Kommentare:

  1. Hallo liebe Tanja

    Erstaunlich, wie unterschiedlich die Geschmäcker doch sind. Erst gerade habe ich einige Rezensionen gelesen, bei denen das Buch als oberflächliche, vor Fehler wimmelnde und insgesamt sehr unausgereifte und seichte Lektüre beschrieben wurde. Schön, dass es dir so gut gefällt, für mich wäre es aber wohl dennoch nichts.

    Ganz liebe Grüsse dir
    Livia

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    1. Hallo Livia,
      die Geschichte hatte für mich auch ein paar Kritikpunkte, die ich in der Rezension nochmal genauer anschneiden werde. Aber der Schreibstil der Autorin ist einfach so intensiv und wundervoll. Das hebt die kleinen Schwächen sofort wieder auf. Die Geschichte hat mich sehr berührt.
      Vielleicht lohnt sich für dich auch ein Blick in die Leseprobe um dir in dieser Hinsicht eine Meinung zu bilden?

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  2. Liebe Tanja,
    ein schweres Thema. Ich lese so was nicht gerne, weil es mich so unglaublich traurig macht und mir auch so weh tut.
    Das Lied dazu ist toll.
    Herzlich
    Lilly

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    1. Hallo Lilly,

      auf jeden Fall ist das ein schweres Thema. Ich finde die Art, wie die Trauerverarbeitung hier erfolgt auch ziemlich spannend. Solche Bücher gehen zwar ans Herz, aber sie machen auch Hoffnung, dass es einem in so einer Situation gelingen kann wieder Fuß zu fassen.

      Diese Geschichte steckt voller trauriger aber auch schöner und ein klein wenig lustiger Momente. Sie hat mich unglaublich berührt.

      Oh ja, das Lied finde ich auch so schön <3

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

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  3. Trauerbewältigung ist wirklich ein Thema auf das gerne bei meiner Lektüre verzichten kann, liebe Tanja! Sorry, für die klaren Worte. Wobei ich Familiendrama eigentlich gerne lese ;)) Dein Parmesan-Hähnchen-Rezept hört sich wunderbar an... nomnomnom! Danke für das Rezept. Ganz herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      wenn du keine Geschichte mit dem Inhalt "Trauerbewältigung" lesen magst, dann ist das doch absolut in Ordnung :o)
      Ich freue mich,dass dich mein Parmesanhähnchen-Rezept so anspricht :o)

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

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  4. Hallo Tanja,
    nun habe ich Hunger ^^

    Ich glaube Trauerbewätigung ist für die Autorin ein zentrales Thema, habe nun verliebt in Mr. Daniels von ihr fertig gelesen, die Rezi dazu muss ich noch schreiben.

    Zu deiner Frage. Verdrängen. Da bin ich richtig toll drinnen. Ich lasse es einfach nicht an mich ran kommen. Klappt nicht immer, gerade wenn ich zur ruhe komme , mich die Arbeit nicht ablenkt , bricht es manchmal raus.

    Ein vergleichbares Buch fällt mir nicht ein. Wo Trauerbewätigung wirklich so Zentral ist. Bücher die mich genauso bewegen konnten waren , All die verdammt perfekten Tage und Love and Confess 💕.
    Welche Bücher konnten dich noch so bewegen?
    Ganz liebe grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,
      sehr schön, Ziel erreicht ;o)))

      Oh ja, da bin ich richtig gespannt, wie diese Rezension ausfällt. Du musst mir unbedingt Bescheid geben, wenn die Rezension online ist, falls ich sie verpassen sollte.

      Oh, das kenne ich. Leider sucht sich auch Verdrängtes immer wieder auf dem ein oder anderen Weg sein Ventil. Notfalls auch in der Nacht. Allerdings glaube ich, dass man Trauer auch nur mit dem Laufe der Zeit verarbeiten kann. Drüber sprechen mag kurzfristig helfen aber es löst (genauso wie Verdrängen) das Problem leider nicht.

      Das ist wirklich eine sehr gute Frage. Ich glaube etwas Vergleichbares vom Schreibstil habe ich noch gar nicht gelesen. Bewegt haben mich Geschichten schon. Aber auf unterschiedliche Art.

      Bei die letzten Tage von Rabbit Hayes musste ich an ein sehr ähnliches Erlebnis denken, bei dem auch jemand Nahestehendes an Krebs verstorben ist. Das Buch hat mich oft sehr stark runtergezogen, weil Erinnerungen hochkamen. Da musste ich schon die ein oder andere Träne wirklich runterdrücken.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

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