Werbung | Rezensionsexemplar:
Dieses Buch habe ich vom Verlag kostenlos erhalten.
Meine Meinung ist davon unbeeinflusst.
Rezension zu To Break a God von Anna Benning
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenzahl: 544
Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Preis: 21,90 Euro
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4403-6
Band 3 der Götterlicht-Trilogie
Inhalt:
Colden hat es geschafft: Er hat das Decidium überlebt und sodann gemeinsam mit seinem Bruder Cassius und Aurora den Exarchen sowie seine vormals engste Verbündete gestürzt. Doch der Triumph ist nur von kurzer Dauer, denn kurz darauf zeigt Cassius sein wahres Gesicht: Er hatte es von Beginn an nur auf das Zepter abgesehen, stürzt Colden in die Untiefen des kollabierenden Spires und verschwindet mit Aurora.
Kaum dem Tod entronnen, ist Colden gezwungen, seine Position als Exarch einzunehmen. Das neue Amt bringt eine erdrückende Verantwortung mit sich, da er das Schicksal der unterdrückten Valets erträglicher gestalten will. Die Götter, die die Haltung der menschlichen Sklaven sehr genossen haben, sind mit dieser Neuerung selbstverständlich nicht einverstanden. Colden erkennt, dass er seine Ziele nur durch schrittweise Veränderungen und ein strategisch durchdachtes Vorgehen erreichen kann, um seine Herrschaft zu sichern.
Eigentlich müsste Colden seine ganze Energie und Zeit für seine neue Rolle als Exarch aufwenden. Doch viel wichtiger ist es ihm, Aurora wiederzufinden. Er macht sich auf die Suche, ganz zum Verdruss seiner frisch ernannten Hochgeneräle.
Sein Bruder Cassius ist ihm stets einen Schritt voraus. Kaum hat Colden eine Spur gefunden oder einen Ort aufgespürt, an dem er Auroras und Cassius' Präsenz deutlich wahrnimmt, sind die beiden schon wieder weitergereist. Wie kann es sein, dass Cassius ihm immer einen Schritt voraus ist?
Meinung:
Bücher von Anna Benning sind für mich absolute Pflichtlektüre. Die Autorin überzeugt verlässlich durch eine durchdachte Handlungsführung, fesselnde Spannung und ein tiefgründiges Worldbuilding. Mit entsprechend hohen Ansprüchen habe ich damals den ersten Band der „Götterlicht“-Trilogie begonnen und mein Vertrauen wurde belohnt. Diese Reihe hat sich für mich zu Bennings bestem Werk entwickelt. Nachdem ich die ersten beiden Bände schon kaum aus der Hand legen konnte, hat mich auch das Finale vollständig begeistert.
Anna Benning setzt direkt an den Geschehnissen des zweiten Bandes an. Wer aufgrund einer Pause nicht mehr genau weiß, was zuletzt passiert ist, findet hinter dem Buchdeckel einen zweieinhalb Seiten langen Rückblick, der die wesentlichen Ereignisse aus dem zweiten Buch kurz und präzise zusammenfasst. So findet man schnell wieder in die Geschichte hinein.
Der Nachfolgeband beleuchtet die Handlung wieder aus zwei Blickwinkeln.
Colden muss sich seiner neuen Verantwortung als Exarch stellen, versucht aber gleichzeitig verzweifelt, Aurora aus der Gefangenschaft seines Bruders zu retten.
Aurora ist derweil als Valet an Cassius gekettet und sieht keinen Ausweg. Neben der äußeren Bedrohung kämpft sie gegen den Verlust ihrer eigenen Identität. Eine ungeahnte, bedrohliche Macht schlummert in ihr. Aurora fragt sich voller Angst, was passiert, wenn diese Kraft die Kontrolle übernimmt: Verliert sie dadurch ihre Menschlichkeit und die Fähigkeit, ihre Liebsten zu beschützen? Wird das Zepter ihren Körper gegen ihren Willen steuern und sie zur Gefahr für alle machen?
Aber auch Cassius erweist sich im dritten Band wieder als sehr interessante Figur. Schon im zweiten Teil stellte sich heraus, dass er ein großartiger Manipulator ist. Auch im Finale bleibt er Colden immer einen Schritt voraus. Er hinterlässt Spuren, die seinen Bruder verhöhnen, und zeigt sich Aurora gegenüber zugleich fürsorglich und liebevoll. Für mich war sein Charakter gerade zu Beginn nur schwer greifbar. Nach und nach erhalten wir jedoch Einblicke in seine schwere Kindheit, die helfen, ihn besser zu verstehen.
Vor allem zwei Fragen zu seiner Figur bleiben im Gedächtnis: Warum ist Cassius überhaupt auf Auroras Unterstützung angewiesen? Schließlich hat er das Decidium verloren und damit sein Recht auf den Thron eingebüßt. Außerdem müsste er deutlich schwächer sein als sein Bruder, da der Vater seine Kraft damals auf Colden übertragen hat. Wieso übertrifft er Colden also dennoch so massiv an Stärke?
Der Schreibstil von Anna Benning überzeugt durch eine angenehme Balance und eine klare Linie. Statt durch die Handlung zu hetzen, erzählt sie wohlüberlegt und kommt dennoch immer direkt auf den Punkt. Das sorgt für eine packende Dynamik, die einen von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.
Fazit:
Mit „To Break a God“ findet die Trilogie einen absolut würdigen und rundum gelungenen Abschluss.
Anna Benning überzeugt hier einmal mehr durch ihr Talent für emotionalen Tiefgang, eine atmosphärisch dichte Welt und unvorhersehbare Plot-Twists.
Die durchdachte Dynamik der Handlung und die spürbare Weiterentwicklung der Figuren machen diesen Finalband zu einer packenden Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Buchzitate:
Meine größte Angst war immer, dass ich zu menschlich für dich wäre. Jetzt fürchte ich, dass nicht mehr genug Mensch übrig ist.
Kurzgefasst:
Spannung/Action:

Setting/Worldbuilding: 
Handlung:
Im Gesamtpaket:



Huhu Tanja,
AntwortenLöschenich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Reihe. Band 1 liegt schon gefühlt Ewigkeiten auf meinem SuB, weil ich einfach nicht dazu komme es endlich zu lesen. Aber ich habe Anna Bennings bisherige Reihen geliebt, deswegen habe ich auch an diese recht hohe Erwartungen und ich hoffe, dass diese neue Reihe die auch erfüllen kann. Aber du klingst auf jeden Fall auch beim dritten Band noch begeistert. Da ich mein aktuelles Buch jetzt beendet habe, kann ich vielleicht noch heute Abend mit To Tempt a God starten :)
Liebe Grüße
Tina