Rezension zu Momo von Michael Ende
Verlag: Thienemann-Esslinger
Seitenzahl: 304
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
Übersetzer:
Altersempfehlung des Verlages: Ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-522-20210-7
Abgeschlossene Erzählung
Inhalt:
Die Kunde, dass neuerdings ein Mädchen in den Ruinen eines alten Amphitheaters, die in einem kleinen Pinienwäldchen nahe der Stadt verortet sind, lebte, verbreitete sich schnell. Das Mädchen besaß nichts außer dem, was es am Leib trug.
So kam es, dass immer mehr Menschen aus der Stadt zu ihr gingen und ihr anboten, sich um ihre Fürsorge und Schulausbildung zu kümmern. Doch Momo, so hieß das Kind, schien glücklich mit ihrem Leben. Sie wollte genau dort sein. Die Erwachsenen schlossen sie schnell ins Herz und beschlossen, sie nicht zu drängen. Stattdessen brachten sie ihr alles vorbei, was sie entbehren konnten: Essen und Einrichtungsgegenstände für Momos kleine „Wohnung“.
Doch Momo war kein gewöhnliches Kind. Sie besaß ein ganz besonderes Talent: Sie konnte außergewöhnlich gut zuhören. So gut, dass jeder, der sie verließ, zufriedener war als zuvor. Dieses Zuhören hatte die Kraft, Streit zu schlichten und Probleme zu lösen.
Auch die Kinder kamen gern zu Momo, denn sie konnte spielen wie keine andere. Teure Spielzeuge brauchte man bei ihr nicht. Allein mit Fantasie erschuf sie ganze Welten.
Mit der Zeit fand Momo viele Freunde, doch zwei standen ihr besonders nahe: Beppo Straßenkehrer und Gigi Fremdenführer. Beppo nahm sich viel Zeit für seine Antworten, da er stets die Wahrheit sagen wollte. Gigi hingegen redete frei heraus, war voller Späße und ein begnadeter Geschichtenerzähler.
So waren zunächst alle glücklich: Momo, ihre Freunde und auch die Bewohner der Stadt. Doch dieses Glück währte nicht ewig. Eines Tages tauchten Fremde auf, die grauen Männer. Sie gaben vor, von der Zeitsparkasse zu sein, und begannen, die Menschen zu besuchen.
Ihr Angebot war verlockend: Zeit sparen. Keine Zeit mehr verschwenden mit Gesprächen, Besuchen oder scheinbar unnötigen Tätigkeiten. Die gesparte Zeit sollte später, im Alter, ausgezahlt werden.
Nach und nach schlossen immer mehr Stadtbewohner Zeitverträge ab, ohne zu merken, dass die grauen Männer Betrüger waren, die dadurch immer mächtiger wurden.
Nur eine war ihnen ein Dorn im Auge: Momo. Denn sie erinnerte die Menschen an das, was wirklich zählte. Also beschlossen die grauen Männer, dieses Problem zu beseitigen …
Meinung:
Die Geschichte von Momo war mir bereits grob bekannt, da ich den Film in meiner Kindheit gesehen hatte. Das Buch selbst kannte ich jedoch nicht, und auch die Details waren mir nicht mehr präsent. Umso gespannter war ich darauf, welche Botschaften ich aus der Lektüre mitnehmen würde.
Der Einstieg in die Geschichte fühlte sich für mich zunächst etwas zäh an. Als Leser lernt man Momo, die Stadtbewohner und ihre Freunde kennen. Man liest von Momo, wie sie den Menschen hilft, wie sie mit den Kindern spielt und wie Gigi den Menschen seine Geschichten erzählt.
Der Leser bekommt diese Passagen zum Teil als Geschichten in der Geschichte präsentiert. Diese Textstellen vermitteln zwar sehr gut, wie intensiv und fantasievoll die Kinder mit Momo spielen, rissen mich aber stellenweise aus der eigentlichen Haupthandlung heraus.
Mit dem Auftauchen der grauen Männer ändert sich die Stimmung jedoch schlagartig. Der Zauber der kleinen Stadt geht verloren, und Michael Ende schafft es, eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Die grauen Männer wirken unermüdlich, kalt und bedrohlich: Stets gleich gekleidet, Zigarren rauchend und einzig darauf aus, den Menschen ihre Zeit zu stehlen.
Besonders gelungen ist die Figurenzeichnung. Momo, Beppo, Gigi und auch die Stadtbewohner sind gutherzige, gutgläubige Menschen, die man schnell ins Herz schließt. Gerade diese Gutgläubigkeit macht sie jedoch zu leichten Opfern. Momo hingegen ist für die grauen Männer eine ernsthafte Bedrohung. Sie strebt nicht nach Zeitgewinn und ist mit dem zufrieden, was sie hat – eine Haltung, die ihre Pläne gefährdet.
Als Leserin bangte ich sehr um Momo. Ihre kindliche Naivität wirkt ehrlich und rein, und ich wollte nicht, dass die grauen Männer Einfluss auf sie nehmen. Zum Glück erhält Momo Unterstützung von einer mächtigen, geheimnisvollen Seite.
Im zweiten Teil der Geschichte nimmt das Fantastische immer mehr Raum ein, was mir sehr gefallen hat. Magische Elemente bereichern die Handlung, ohne dass diese ihre Ernsthaftigkeit verliert. Besonders hervorzuheben ist die Schildkröte Kassiopeia, die eine halbe Stunde in die Zukunft sehen kann und sich über magisch erscheinende Buchstaben auf ihrem Panzer mitteilt.
Auch hier zeigt sich, dass keine Figur allmächtig ist. Jede hat ihre Grenzen, was zu neuen Fragen führt. Je länger diese Fragen unbeantwortet bleiben, desto straffer wird der Spannungsbogen.
Als Leser fiebert man bis zum Ende mit. Um die Stadt, um die Menschen und ganz besonders um Momo.
Darüber hinaus greift Michael Ende zeitlose Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Was bedeutet Zeit wirklich? Kann man sie sparen? Was verlieren wir, wenn wir scheinbar Unwichtiges aufgeben? Und ist es richtig, über das Leben anderer zu urteilen?
Dieses Buch lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch zum Gespräch. Es eignet sich hervorragend zum gemeinsamen Lesen, Vorlesen und ebenso als Schullektüre.
Fazit:
Momo ist ein zeitloses, tiefgründiges Buch, das weit über eine einfache Kindergeschichte hinausgeht.
Michael Ende verbindet Fantasie mit Gesellschaftskritik und stellt Fragen, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Trotz kleiner Längen im Einstieg entfaltet die Geschichte eine große emotionale und gedankliche Wirkung.
Ein Buch, das berührt, nachhallt und dazu einlädt, den eigenen Umgang mit Zeit zu überdenken. Absolut lesenswert für Kinder wie Erwachsene.
Buchzitate:
Momo hörte allen zu, den Hunden und den Katzen, den Grillen und Kröten, ja sogar dem Regen und dem Wind in den Bäumen. Und alles sprach zu ihr auf seine Weise.
Es gibt Reichtümer, an denen man zugrunde geht, wenn man sie nicht mit anderen teilen kann.
Kurzgefasst:
Spannung/Action:




Liebe Tanja,
AntwortenLöschendeine Rezension hat bei mir sofort Erinnerungen geweckt. Ich habe Momo damals in der Grundschule gelesen und die Geschichte geliebt, aber vieles ist mit den Jahren verblasst. Den Film habe ich tatsächlich nie gesehen, aber das Buch möchte ich irgendwann noch einmal rereaden.
Besonders spannend fand ich deine Eindrücke zu den grauen Männern. Die haben mich schon als Kind fasziniert und gleichzeitig ein bisschen gegruselt. Und Momo und Kassiopeia mochte ich immer sehr, gerade weil sie so ruhig, klug und irgendwie zeitlos wirken. Das Thema Zeit finde ich heute sogar noch wichtiger als früher.
Du hast die Stimmung des Buches richtig schön eingefangen. Jetzt habe ich direkt wieder Lust, in diese Welt einzutauchen. Aber erst muss ich mir das Buch kaufen.
Liebe Grüße
Mo
Hallo liebe Mo,
Löschender Film liegt bei mir auch schon so lange zurück! Ich konnte mich eigentlich nur noch an die Schauspielerin von Momo und ein Stück des Settings erinnern. Der Rest war so gut wie gänzlich verblasst.
Ich fand es beim Lesen interessant, wie aktuell es heute vom Thema her ist.
Jaaa, ich gebe dir Recht: Das Thema ist heute vielleicht sogar noch aktueller als je zuvor.
Ich finde es spannend zu lesen, dass du dich noch gut daran erinnern kannst, wie die grauen Männer, damals als Kind, auf dich gewirkt haben. Das spricht dafür, dass das Gelesene damals schon einen bleibenden Eindruck auf dich gemacht hat.
Ach, das freut mich, dass ich dir Lust gemacht habe, nochmal zum Buch zu greifen. <3 Ich wünsche dir schon jetzt viel Spaß mit der Geschichte <3
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Hallo Tanja,
AntwortenLöschendanke für deine schöne Rezension.
Es ist schon sehr lange her, dass ich Momo gelesen habe, aber jetzt habe ich direkt wieder Lust bekommen, das Buch noch einmal in die Hand zu nehmen. Vielleicht mache ich mal eine kleine Leserunde mit meinen Kindern draus. 😀
Liebe Grüße,
Jennifer
Hallo Jennifer,
Löschenich finde es spannend zu lesen, wie viele Blogbesucher das Buch schon in der Kindheit gelesen haben. An mir ist es bislang irgendwie doch immer vorbeigegangen.
Aber es ist eben auch ein Klassiker, der, wie ich jetzt sagen kann, auch mit Recht als zeitlos gilt.
Oh, ich freue mich so sehr zu lesen, dass du Lust bekommen hast, das Buch gemeinsam mit deinen Kindern zu lesen. Ich denke, die Geschichte wirkt auf Kinder auch nochmal anders, als auf den erwachsenen Leser und ich denke auch, dass sie für unterschiedliche Altersklassen funktioniert.
Lass es mich gerne wissen, solltest du das Buch nochmal lesen, wie es dir und auch deinen Kindern gefallen hat.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Hallo Tanja,
AntwortenLöschenWie schön, zu recht ein zeitloser Klassiker. Ich überlege die ganze Zeit ob ich es gelesen habe aber ich erinnere mich nicht. Vermutlich habe ich nur den Film gesehen aber irgendwo in meinem Kopf hängt drin, dass ich doch auch das Buch gelesen habe. Seltsam.
Jedenfalls ja, freut mich dass du ein schönes Leseerlebnis hattest:)
Wie kommst du denn mit You voran? Bin echt gespannt. Hab direkt wieder angefangen es nochmal zu lesen. Das Hörbuch auf deutsch scheint es gerade nicht mehr zu geben, schade. Der Sprecher war gewöhnungsbedürftig aber dennoch..einfach futsch:(
Einen schönen Sonntag wünsche ich dir:)
Hallo Silver,
Löschenvielleicht liegt es ja wirklich schon zu lange zurück. Vielleicht war es Schullektüre oder ein Buch, das dir als Kind vorgelesen wurde. Bei mir hat es sich ähnlich mit dem Film verhalten. Ich konnte mich nur noch äußerst vage daran erinnern. Wann und wo ich den Film gesehen habe ... auch das kann ich gedanklich gar nicht mehr abrufen. Irgendwann in der Kindheit.
Auf jeden Fall war es ein sehr interessantes Erlebnis für mich, das Buch zu lesen. Und ich verstehe sehr gut, warum es auch heute noch als zeitloser Klassiker gilt.
Oh, ich befinde mich in den letzten Zügen von You. Ja, das ist ja mal genial! An welcher Stelle bist du denn gerade? Mich hat es so richtig gekriegt. Ja, es gibt Szenen, die sind vielleicht ein wenig drüber. Aber im Großen und Ganzen empfinde ich einen guten Lesesog. Ich finde es spannend und teilweise auch recht gruselig in Joes Kopf zu sein. Gerade, wenn er merkt, dass etwas nicht so läuft, wie er es sich wünscht. Dann denke ich immer: Mach nichts Falsches! Und dabei weiß ich, dass ich ihn nicht aufhalten könnte, würde er eine "schlechte" Entscheidung treffen. Ich finde es auch spannend, wie man als Leser (eben weil man ja in seinen Gedanken drinne steckt), dann auch mitfiebert. So habe ich z.B. gehofft, dass Beck, als sie ihn spontan in der Wohnung besucht eben nicht irgendetwas von dem findet, was er gesammelt hat.
Psychologisch gesehen ist das wirklich ein sehr geniales Werk, das die Autorin da geschaffen hat. Ich finde es zum Teil sogar auch noch besser als die Serie.
Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich mir Joe wohl vorgestellt hätte, hätte ich die Serie nicht angesehen. So ploppt bei mir immer wieder das Gesicht des Schauspielers im Kopf auf. Das nervt mich dann immer etwas. Wie ist es dir damit ergangen?
Ich wünsche dir einen entspannten und wunderschönen Feiertag.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Hallo Silver,
Löschenan Blaubarths Schloss erinnere ich mich gar nicht mehr. Mit deinen Worten hast du mich jetzt aber doch sehr neugierig gemacht. Kannst und magst du mir darüber noch etwas mehr erzählen?
Eigentlich bin ich ja nicht so ein Fan von Büchern, bei denen die Geschichte dann nochmal aus einer anderen Perspektive erzählt wird. Aber hier wäre das dann ja vielleicht sogar mal eine richtig gute Idee gewesen (?)
Bei mir liegt die Serie ja schon etwas länger zurück. Daher habe ich den 100%igen Vergleich nicht mehr so vor Augen. Aber ich habe auch das Gefühl gehabt, dass ich das Buch besser fand.
Das stimmt: Der Gedanke, dass man sich wünscht, dass Beck nichts findet, hängt nicht nur alleine mit Joe zusammen. Irgendwie hofft man, dass dieses Desaster, das ja einfach entstehen muss, nicht zustande kommen wird.
Ohja, auch die Szene, wie Joe geradezu euphorisch vor Glück ist. Das hast du perfekt beschrieben! Da hatte ich gerade die Szene im Buch nochmal vor Augen.
Mich hat dieses Bild vom Schauspieler tatsächlich sehr gestört. Er ist keine schlechte Wahl. Aber ich bin mir so sicher, dass ich ohne das Bild von ihm ein völlig anderes vor Augen gehabt hätte. Und die Neugierde, welches Bild ich mir in der Phantasie wohl gezeichnet hätte, lässt mich irgendwie nicht los. Vielleicht wäre das Bild auch schlechter gewesen. Wer weiß? Aber das werde ich wohl nie erfahren dürfen.
Ich bin mittlerweile durch. Das Ende fand ich auch nochmal sehr interessant. Während ich Joe zum Anfang auf eine bestimmte Art noch verstehen konnte, ist er zum Ende hin dann von seinen Gefühlsschwankungen und auch von seiner Wut ja noch mal richtig krass umgeschwänkt. Da habe ich ihn nicht mehr so stark greifen können. Aber das hat das Buch auch nicht schlechter gemacht. Die Geschichte hat hier einfach nochmal eine neue Richtung eingenommen ...
Ich habe auch schon einen Entwurf für eine Rezension getippt. Aber ich habe vorab noch ein paar Beiträge, die ich online stellen möchte/muss. Ich glaube, mir ist es ganz gut gelungen, meine Gedanken darin zum Buch in Worte zu fassen. Vielleicht können wir zu gegebener Zeit dann auch nochmal darüber sprechen. Würde mich freuen.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Hallo liebe Tanja xD
AntwortenLöschenwow, das Buch ist aus 1973. Wahnsinn xD ich dachte ich bin alt hihi ^^ Ehrlich gesagt kenne ich weder das Buch noch den Film ^^ daher bin ich mal sehr gespannt was ich davon halten werde. Deine Rezension zu folge glaube ich aber, das ich Freude beim lesen haben werde. Erinnert mich bissl an die alten Geschichten wie die unendliche Geschichte und so :) aber ich kann das besondere in der Geschichte spüren.
Ganz liebe Grüße
Mina :D
Huhu Mina :o)
LöschenKrass oder?! Ich finde, das macht es noch interessanter, was das Thema angeht, das in dem Buch im Fokus steht. Heute ist das Thema unglaublich aktuell und damals wird es das ja auch schon gewesen sein.
Ohhh, wenn du beides bislang noch nicht kanntest, dann bin ich auch mal richtig gespannt auf deine Meinung zur Geschichte.
Die unendliche Geschichte habe ich nie gelesen. Aber ich kenne den Film dazu und fand ihn großartig. Hast du das Buch mal gelesen?
Ich greife nur sehr selten zum Klassiker. Wenn ich das tue stelle ich auch oft fest, dass der Schreibstil manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist. Aber dann gibt es eigentlich immer etwas an dem Buch, bei dem ich dann denke: Okay, ich verstehe total, warum dieses Buch als Klassiker ausgezeichnet wurde.
Ich bin so gespannt auf deine Meinung. Wir müssen dann unbedingt darüber sprechen!
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenHeute hab ich endlich Zeit gefunden (bzw. sie mir genommen ;) ) deine Rezension zu lesen!
Ich höre bei diesem Buch immer wieder, wie zäh der Anfang ist - aber ich denke, dass Michael Ende bewusst diese langsame, ruhige Phase des Erzählens gewählt hat, um uns zu bremsen und den Augenblick zu spüren. Wie Kinder, die ohne viel Nachzudenken im Jetzt leben :)
Die Botschaften sind leider immer noch aktuell - für alles "sollen / müssen" wir uns Zeit nehmen, alles soll schneller gehen, und dabei verlieren wir das aus den Augen, was wirklich wichtig ist. Zeit sparen funktioniert nicht wirklich, wie man hier sehr schön sieht!
Das Spielen der Kinder grade am Anfang hat mich sehr an meine Kindheit erinnert. Man brauchte nichts und hatte die ganze Welt als Spielplatz! Heutzutage hört man leider immer öfter, dass Kinder das gar nicht mehr können, immer etwas brauchen zur Beschäftigung... dabei wäre ein bisschen Langeweile dazwischen mal ganz gut, dann kommt man nämlich von selbst auch auf tolle Ideen.
Auch der Moment, in dem die Kids in die "Einrichtungen gesperrt" werden, erinnert sehr an Kindertagesstätten heutzutage. Eine Entwicklung die er vorausgesehen hat. Ich weiß dass es anders oft gar nicht möglich ist und das finde ich schon traurig. Alle werden so eingespannt, dass ein Leben mit Kind oft ohne das Kind stattfindet.
Deshalb finde ich das Buch so wichtig, da es ein Thema ist das man sich zu Herzen nehmen sollte.
Liebste Grüße, Aleshanee
Hallo liebe Aleshanee,
Löschenich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, die Rezension zu lesen und darauf einzugehen.
Es gab ein paar Stellen, in denen Michael Ende mit Hilfe seiner Figuren Geschichten in der Geschichte erzählt. Als Momo z.B. mit den Kindern spielt, als - ich meine - Beppo seine Märchen erzählt. Diese Punkte haben die Geschichte gestreckt. Ich denke, das könnten die Stellen gewesen sein, die für etwas Langatmigkeit gesorgt haben (?) Aber natürlich haben sie den Figuren und auch bestimmten Szenen Tiefe verliehen.
Und ja, diese Vorgehensweise kann vom Autor durchaus bewusst gewählt worden sein. Es geht ja darum nicht ständig die Zeit "optimieren" zu wollen und sich einfach mal fallen zu lassen, sich bewusst Zeit für Fantasy und andere Menschen zu nehmen.
Absolut. Im Alltag (gerade auch von Erwachsenen) gibt es so viel "Muss" und so wenig "Kann". Was sehr schade ist.
Ich gebe dir Recht: Dieses Buch ist wichtig und es regt auch zum eigenen Reflektieren an. Das macht die Geschichte so wertvoll.
Ganz liebe Grüße
Tanja :o)
Liebe Tanja,
AntwortenLöschenach Momo :) das Buch meiner Kindheit. Wir haben es damals in der Schule gelesen und danach noch den Film gesehen ♥
Schön nochmal Deine Rezension darüber zu lesen. Eine wirklich schöne Geschichte von Michael Ende.
Danke für die Vorstellung. Das ist ein Buch, das niemals alt wird
Liebe Grüße
Andrea ♥
Liebe Tanja
AntwortenLöschenAch, "Momo", so eine tolle, zeitlose, wichtige Geschichte.
Und ich habe das Buch mit einem Ensemble sogar schon zweimal vertont. Einmal in deutscher und einmal in französischer Sprache mit einer tollen Erzählerin und einer Illustratorin, deren Bilder wir in den Raum projiziert haben. Wir waren dann natürlich für die Musik zuständig und das war immer eine sehr tolle Erfahrung.
Gehört habe ich das Buch früher als Kind ohne Pause auf....Achtung: Schallplatte :-D Und gelesen habe ich es auch schon einige Male.
Es freut mich, dass es dir auch so gut gefallen hat!
Alles Liebe
Livia