Kleine, süße Monster, die sich hinter der Schranktür verbergen und nur darauf warten, Schabernack zu treiben? Prinzessinnen, die gelangweilt im Schloss sitzen und neue Kochbücher schreiben, weil der Prinz ihrer Träume einfach nicht in die Gänge kommen möchte?
Magische Pforten, die in eine Welt voller Geheimnisse und Wunder führen? Ein Geschäft voller Zuckerstangen, die einen beim Verzehr direkt ins Weihnachtsland teleportieren, und Tassen gefüllt mit wohlduftendem, würzigem Kaffee, von dem man nur nippen muss, um sich plötzlich im geheimnisvollen Orient wiederzufinden?
All das kann wahr werden, wenn wir zu märchenhaften Büchern greifen. Das wissen LeserInnen wie du und ich nur zu gut.
Eine Autorin, die ihr Herz an Märchen verloren hat und genau weiß, wie sie ihr Publikum verzaubert und für einen Moment aus dem Alltag entführt, in eine Welt, in der Feen, verwirrte Zauberer, starke weibliche Heldinnen und hoffnungslos verliebte Prinzen noch existieren, möchte ich euch heute in diesem Beitrag einmal genauer vorstellen.
Es handelt sich um Jacqueline Weichmann-Fuchs, eine Selfpublisherin, die mittlerweile zahlreiche Märchenadaptionen unter dem Titel „Märchen für 1001 Nachmittag“ veröffentlicht hat.
In ihren Geschichten greift die Autorin alte Klassiker auf und verleiht ihnen mit ihrer charmanten und humorvollen Art ein neues Gewand. Hier trifft Rumpelstilzchen auf Schneesturm und Rosenblut, Gevatter Tod hat alle Hände voll damit zu tun, seine drei Ziehtöchter zu erziehen, und Gretel muss sich nach dem Mord an einer Hexe in einem Internat für schwererziehbare Jugendliche durchs Leben schlagen.
Ich habe Jacqueline bei einem virtuellen Kaffee getroffen und durfte sie zu ihren Romanen interviewen.
Bevor wir mit dem Interview starten, möchte ich euch noch kurz auf die Homepage sowie die Amazon-Autorenseite von Jacqueline aufmerksam machen. Dort könnt ihr euch einen Überblick über all die Märchen verschaffen, die sie bereits veröffentlicht hat. Auf der Amazon-Seite findet ihr darüber hinaus auch einige Sachbücher, denn die Autorin hat sich dazu entschlossen, ihr Wissen als Heilpraktikerin ebenfalls an ihre LeserInnen weiterzugeben.
Doch nun lassen wir Jacqueline selbst zu Wort kommen:
Interview
Tanja: Hallo Jacqueline. Vielen Dank, dass du dich bereit erklärt hast, bei meinem Interview mitzumachen. Magst du dich vielleicht zunächst mit ein paar Worten kurz vorstellen?
Jacqueline: Hallo Tanja, vielen lieben Dank, dass ich heute über mich und meine Bücher sprechen darf. Es war einmal eine fantasievolle Träumerin, die trotz Legasthenie ihr Schicksal veränderte und 2021 damit begann Romane zu schreiben. ;-)
Hauptberuflich bin ich Therapeutin, was unweigerlich dazu führte, dass psychologische Aspekte in meine Romane Einzug erhielten. Als Selfpublisherin genieße ich es, Geschichten nach meinen Vorstellungen Leben einzuhauchen. Mit Humor, Fachwissen und Leidenschaft schreibe ich die Romanreihe „Märchen für 1001 Nachmittag“, wobei ich momentan diese Reihe pausiere und stattdessen kleine Gesundheitsratgeber schreibe.
Tanja: Ich habe deine Bücher zu Beginn bereits kurz beschrieben. Gibt es noch etwas, das du dem gerne hinzufügen würdest? Wie würdest du deine Art von Geschichten selbst beschreiben? Was macht sie für dich besonders?
Jacqueline: In meiner Buchreihe „Märchen für 1001 Nachmittag“ versuche ich aktuelle und tiefgründige psychologische Themen auf sehr humorvolle und ausgesprochen lustige Weise in eine spannende Romanhandlung zu packen. Mein großer Traum ist es, diese Geschichten Menschen zugänglich zu machen, die dringend ein paar lustige Stunden benötigen und aus diesen schönen Geschichten Mut und Hoffnung schöpfen können. Das Besondere für mich ist, dass ich meine Bücher meist erst beginne, wenn ich jemanden habe, dem ich damit eine Freude bereiten kann. Deswegen ist es für mich auch ganz normal, dass ich die Wünsche und Anregungen von Lesern sammle und in meine Romane integriere.
Tanja: Besonders sind auf jeden Fall auch deine Cover. Sie haben einen hohen Wiedererkennungswert und zeigen Märchenfiguren im Scherenschnittstil. Hast du dich bewusst für diesen Stil entschieden? Was oder wer hat dich dazu inspiriert?
Jacqueline: Ich liebe Märchen! Ich habe sie schon als Kind geliebt, zu einer Zeit, in der Scherenschnitte und Märchen eng miteinander verknüpft waren. Objektiv betrachtet, sind meine Cover weder besonders aufregend, modern oder fesselnd. Sie sind jedoch Ausdruck meiner tiefen Verbundenheit zu klassischen Märchen, weswegen ich bewusst meine Cover in diesem Stil gestaltet habe.
Tanja: Wenn man sich deine Autorenvita anschaut, fällt schnell auf, dass du schon sehr vielseitig geschrieben hast. Du hast mit Märchen begonnen und inzwischen auch mehrere Sachbücher veröffentlicht. Zu welchem Genre schreibst du am liebsten und warum?
Jacqueline: "Mit großer Macht, kommt große Verantwortung.“ Ich bin zwar nicht Spider Man und habe einen Onkel, der Ben heißt, aber ich habe eine Mutter, dir mir häufig sagt, „dass mit großem Wissen, auch große Verantwortung entsteht.“ Eigentlich wollte ich 2021 nur einen netten Roman zu meinem Zeitvertreib schreiben, weil ich wegen Corona gelangweilt zuhause sitzen musste und bereits alle Punkte an der Decke gezählt hatte. Schon während dem Schreiben dieses Romanes „Schweineprinzen küsst man nicht“ war es mir jedoch nicht möglich, mein Wissen über Psychologie aus diesem herauszuhalten. Dadurch reifte in mir die Idee, für meine Patienten und natürlich auch für andere, mein Wissen auf diese Art weiterzugeben. Ich schreibe wahnsinnig gerne lustige Fantasy Geschichten, wobei ich jedoch immer noch hauptberuflich eine Therapeutin bin. Und als solche schreibe ich am liebsten Bücher, die in diesem Moment am meisten gebraucht werden. Und da dies gerade Sachbücher sind, schreibe ich momentan diese mit vollem Einsatz und voller Begeisterung.
Tanja: Kannst du dir vorstellen, in Zukunft noch weitere Genres auszuprobieren?
Jacqueline: Ich habe tatsächlich schon mehrmals darüber nachgedacht ein anderes Genres auszuprobieren. Doch nachdem ich meinen skurrilen Humor nicht abschalten kann, wäre jeder ernstzunehmende Krimi von vornherein dem Untergang geweiht. Deswegen bleibe ich lieber bei Fantasy Romanen, wobei ich sehr damit liebäugle, auch mal eine Fantasy Geschichte ohne Märchenfiguren zu schreiben.
Tanja: Künstliche Intelligenz ist heute auch in der Buchbranche ein großes Thema. Nutzt du für deine Arbeit in irgendeiner Form KI-Programme? Könntest du dir vorstellen, einmal ein vollständig KI-generiertes Buch zu veröffentlichen oder KI beispielsweise für Korrekturen oder Covergestaltung einzusetzen?
Jacqueline: Für meine Märchenromane habe ich die künstliche Intelligenz in keinerlei Weise verwenden. Bei meinen Sachbüchern sieht es jedoch etwas anders aus. Natürlich lasse ich mir nicht die Bücher von KI schreiben oder würde jemals ein vollständiges KI-Buch veröffentlichen. Aber für medizinische Fragestellungen und Diskussionen ist eine KI hervorragend geeignet. Ich besitze zwar ausreichend medizinisches Fachwissen, um ein Sachbuch zu schreiben, aber die Diskussion mit einer KI über tiefere medizinische Zusammenhänge, hat mir persönlich sehr dabei geholfen, komplizierte Sachverhalte mit einfacheren Worten erklären zu können.
Tanja: Bei so vielen veröffentlichten Geschichten stellt sich die Frage: Hast du einen persönlichen Favoriten unter deinen bisherigen Werken? Wenn ja, welches Buch ist es und warum?
Jacqueline: Mein absoluter Favorit ist momentan mein letzter Roman: „Feenstaub und Enterhaken“. Ich mag alle meine Bücher sehr gerne, aber bei diesem habe ich das Gefühl, dass ich mich übertroffen habe. Sowohl was die psychologische Tiefe betrifft, als auch die Ausarbeitung der Charaktere und der Humor.
Tanja: Eine Frage, die ich mir beim Lesen oft stelle, lautet: Woher nimmt eine Autorin ihre Ideen? Lässt du dich auch von alltäglichen Ereignissen inspirieren?
Jacqueline: An Ideen mangelt es mir nicht. Ich war schon immer eine Träumerin mit einer sehr lebhaften Fantasie. Und ja, sie sind häufig von alltäglichen Ereignissen inspiriert, die sich in meinem Kopf wahnsinnig gerne zu einer skurrilen Vorstellung verbinden und mir ein Grinsen ins Gesicht zaubern.
Tanja: Der Großteil deiner Werke sind Märchenadaptionen. Hast du all diese Märchen selbst gelesen oder vielleicht schon als Kind vorgelesen bekommen?
Jacqueline: Ja, ich habe alle Märchen, die in meinen Romanen vorkommen selbst gelesen und viele davon sogar meinen Kindern als Gutenachtgeschichten vorgelesen. Als Legastheniker habe ich mich in der Kindheit sehr schwer getan, lange und komplizierte Bücher zu lesen. Märchen waren damals für mich die einzig wirkliche Alternative, mir selbst das flüssige Lesen beizubringen.
Tanja: Was liest du, wenn du selbst gerade nicht schreibst? Wenn ich dich um eine Buchempfehlung einer anderen Autorin oder eines anderen Autors bitten würde, welches Buch würdest du wählen?
Jacqueline: Nachdem ich in meinem beruflichen Umfeld mit vielen schweren Schicksalsschlägen zu tun habe, lese ich hauptsächlich Romane, die ein Happy End versprechen. Dies finde ich meist bei romantischen Fantasy Romanen, weswegen ich diesem Genre sehr treu bin. Als Empfehlung kann ich drei AutorenInnen mit ihren Büchern empfehlen, die mich so inspirierten, dass ich unbedingt selbst mal ein Buch schreiben wollte. Als erstes wäre da Halo Summer, die moderne Märchenadaptionen schreibt (Froschröschen, Das wahre Märchen). Gleichfalls bin ich ein großer Fan von David Safier, der auf lustige Art und Weise psychologische Themen in seine fantasievollen Romane packt (Mieses Karma). Und zu guter Letzt lese ich wahnsinnig gerne die Bücher von Mirjam Kul, die sich als Selfpublisherin behauptet und sehr gut ausgearbeiteten Charakteren in ihren Romanen das Leben einhaucht (Wolfsprinzessin der Vampire).
Tanja: Liebe Jacqueline, ich danke dir herzlich für diesen spannenden Austausch und dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, mir und meinen LeserInnen einen Einblick in dein Leben als Autorin und in deine Werke zu geben.
Für deine Zukunft wünsche ich dir weiterhin viel Inspiration und viel Erfolg mit deinen Romanen. Ich bin gespannt, wohin dich dein Weg als Schriftstellerin noch führen wird.
Liebe LeserInnen,
lasst uns gerne noch ein wenig in den Kommentaren plaudern:
Kanntet ihr Jacqueline Weichmann-Fuchs oder ihre Bücher bereits vor diesem Interview?
Habt ihr vielleicht schon etwas von ihr gelesen?
Welches ihrer Bücher könnte auf eurem Lesestapel landen?
Vielleicht habt ihr ja auch noch die ein oder andere Frage, die ihr gerne an Jacqueline stellen würdet. Ich bin mir sicher, dass die Autorin euch gerne Antworten zu ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Märchen und Sachbüchern geben würde.
Stellt eure Fragen gerne in den Kommentaren.
Jacqueline und ich freuen uns auf den Austausch mit euch
💖






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