Sonntag, 3. Mai 2026

Wanderbuch Momo - 1. Station: Schau dabei zu, wie Momo einen hübschen Farbschnitt erhält


Heute ist es soweit: „Momo“ hat seine Reise begonnen.

Für alle, die noch nicht genau wissen, wovon ich spreche: Gemeinsam mit Lina von „Ink and Petals“ habe ich eine Wanderbuchaktion ins Leben gerufen. Zusammen haben wir uns für die wundervolle Geschichte „Momo“ entschieden und kurzerhand einen Aufruf gestartet.

Die Idee dahinter: Das Buch soll nach und nach durch kreative Beiträge im Buch selbst und auf den jeweiligen Blogs der TeilnehmerInnen immer mehr zum Leben erwachen.

Und das Schöne daran: Ihr könnt diese Reise begleiten! 


Die einzelnen Stationen findet ihr hier. 

Ich hatte die große Ehre, den ersten Beitrag im Buch gestalten zu dürfen. Tatsächlich musste ich gar nicht lange überlegen, welche Idee ich umsetzen möchte.

Wer meinem Blog schon länger folgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich zu Weihnachten von meinem Vater eine selbstgebastelte Buchpresse geschenkt bekommen habe. Mein Plan steht fest: 2026 möchte ich viele schöne Buchschnitte gestalten.

Natürlich sollte auch „Momo“ von mir zuerst einen passenden Buchschnitt bekommen. 


Wie bin ich dabei vorgegangen?

Zunächst habe ich überlegt, welches Motiv ich auf den Schnitt malen möchte. Mein erster Gedanke ging sofort zu den Türmen mit den Uhren vom Cover. Allerdings erschien mir der Buchschnitt dafür etwas zu schmal. Kurz kam mir auch eine Schildkröte als Motiv in den Sinn.

Schließlich habe ich mir mithilfe von KI einige Ideen für mögliche Entwürfe angesehen.

Interessanterweise kam auch dort sofort das Thema „Uhren“ auf. Der Vorschlag war, mehrere Varianten von Uhrmotiven über den Buchschnitt zu verteilen. Diese Idee hat mir direkt gefallen.

Da ich mich beim Bemalen von Buchschnitten noch in der Experimentierphase befinde, wollte ich diesmal etwas Neues ausprobieren: Ich habe mir überlegt, ein Motiv mit Stiften anstatt Aquarellfarben zu zeichnen. Ich wollte gar nicht so viele Farben verwenden und habe mich schnell für ein Blau, wie das, das sich auf dem Cover wiederfindet entschieden.

Also habe ich recherchiert, welche Stifte sich für mein Projekt am besten eignen.
Buntstifte? – Ich hatte Sorge, dass die Farbe zu schnell verblassen könnte.
Filzstifte? – Wie sieht es hier mit der Langlebigkeit aus?

Auch an dieser Stelle habe ich mir wieder Rat bei der KI geholt und eine Empfehlung für eine Marke bekommen, mit der ich bereits gute Erfahrungen gemacht habe. Besonders wichtig waren mir eine gute Farbabgabe, Lichtbeständigkeit und Wasserfestigkeit. Der Stift wurde also kurzerhand bestellt.

Für die Umsetzung habe ich mir zunächst verschiedene Uhrenmotive aus dem Internet herausgesucht und sie mit Bleistift auf dem Buchschnitt skizziert. 
Anschließend habe ich die finalen Linien mit dem blauen Stift nachgezogen. 


Bei eigenen Projekten merke ich immer wieder, wie kritisch ich mit mir selbst bin. Schon im Vorfeld hatte ich etwas Angst, den Buchschnitt zu „versemmeln“. Und auch während des Zeichnens war ich mir nicht sicher, ob mir das Ergebnis am Ende gefallen würde.

Nach dem Zeichnen tauchte noch ein weiteres kleines Problem auf: An vielen Stellen waren die Bleistiftlinien noch sichtbar. In meiner Recherche hatte ich gelesen, dass das Wegradieren auf Buchschnitten schwierig sein kann. Gleichzeitig gab es aber auch den Hinweis, dass ein hochwertiges Radiergummi mit vorsichtiger Anwendung gute Ergebnisse liefern kann.

Also habe ich einfach Mut gefasst und es ausprobiert: Mit Hilfe eines hochwertigen Radiergummis und der Buchpresse ließ sich die Bleistiftzeichnung tatsächlich wunderbar entfernen. 


Das Zeichnen mit dem Fineliner hat insgesamt richtig gut funktioniert (sogar einfacher als das Arbeiten mit Aquarellfarben). Trotzdem war ich mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden. Irgendetwas fehlte. Farbe! 

Deshalb habe ich überlegt, wieder Aquarellfarben ins Spiel zu bringen. Zwei Ideen standen im Raum: Entweder wollte ich die Zeichnungen mit einem lockeren Watercolor-Hintergrund ergänzen oder die Uhren klassisch (in Farben, die sich auch auf dem Cover wiederfinden) ausmalen.

Um die erste Idee zu testen, habe ich sie zunächst an einem Übungsbuch ausprobiert. In meiner Vorstellung sah das Ergebnis allerdings deutlich besser aus als in der Realität. Vermutlich hätte ich noch etwas mehr experimentieren müssen, um genau den Effekt zu erzielen, den ich im Kopf hatte.

So in Etwa hatte ich mir das ganze vorgestellt:  

Dieses Bild wurde durch KI generiert


Meine schnelle Skizze auf dem Übungsbuch konnte ich mir so gar nicht in einer "Reinzeichnung" vorstellen.

Am Ende habe ich mich dann doch für die sichere Variante entschieden und die Uhren klassisch ausgemalt.

Mein Ergebnis seht ihr hier:  



Ich bin gespannt, wie euch das fertige Motiv gefällt.
Hättet ihr euch für die Klecks-Variante entschieden oder die Uhren ebenfalls ausgemalt?
Und welches Motiv ist euch beim Blick auf das Cover von „Momo“ als erstes in den Sinn gekommen?



Damit hat „Momo“ nun also seinen ersten kreativen Beitrag erhalten. Jetzt ist es Zeit, das Buch auf seine Reise zu schicken. 

Der nächste Halt führt „Momo“ zu Lina von „Ink and Petals“.

Auf ihren kreativen Beitrag könnt ihr euch am 1. Juniwochenende (06. oder 07. Juni) freuen.


Ich bin schon unglaublich gespannt, welche Idee Lina sich ausgedacht hat.


Seid ihr dabei?
Begleitet ihr „Momo“ auf seiner weiteren Reise?

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