Mittwoch, 3. Juni 2026

Durchgelesen: Dance Like Nothing Else Exists

Werbung | Rezensionsexemplar: 
Dieses Buch habe ich vom Verlag kostenlos erhalten. 
Meine Meinung ist davon unbeeinflusst.


Rezension zu Dance Like Nothing Else Exists von Katharina Westholm


Verlag: Cove
Seitenzahl: 480
Format: E-Book
Preis: 5,99 Euro
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-646-61371-1
Band 1 der Dear Dancer-Reihe 




Inhalt:


Das Finale der Royal-Serie „Bloodlines“ steht kurz vor der Ausstrahlung. Leighton, die die Rolle der Victoria Spencer, einer eiskalten, herrschsüchtigen Adligen, verkörpert hat, ist froh, diesen Lebensabschnitt nun abhaken und sich neuen Projekten zuwenden zu können.

Sie liebäugelt mit der Hauptrolle in einem hochemotionalen Tanzfilm. Doch ihr Alter Ego Victoria lässt Leighton nicht los. Sie merkt, dass sie die Facetten ihrer Rolle im Alltag kaum noch abstreifen kann und auch die Öffentlichkeit trennt nicht zwischen Fiktion und Realität. 

Um den neuen Filmproduzenten von sich zu überzeugen, muss sie sich auf einen Kompromiss einlassen: Die legendäre TV-Tanzshow „Dear Dancer“ soll als Sprungbrett dienen. Hier soll Leighton beweisen, dass sie das nötige emotionale Talent für die begehrte Hauptrolle besitzt.

Leighton lehnt den Vorschlag ihres Teams zunächst entschieden ab. Das Format "Dear Dancer" ist bekannt für eine extrem kritische Jury mit einem besonders bissigen Chefjuroren. Zudem setzt die Show auf absolute Transparenz durch Live-Übertragungen, Trainings-Einblicke und Interviews. Hier fehlt Leighton die gewohnte Kontrolle vom Bloodlines-Filmset. Patzer werden hier nicht durch Schnitte korrigiert, sondern vom Format gezielt genutzt, um dem Publikum maximale Authentizität zu bieten.

Erschwerend kommt hinzu, dass Leighton ausgerechnet Sebastian Carson zugeteilt wird – einem arroganten Tanzpartner, der für seine schonungslose Ehrlichkeit bekannt ist und ihrer rebellischen Art furchtlos die Stirn bietet.

Doch eins haben Leighton und Sebastian gemeinsam: Beide wollen die Show unbedingt gewinnen, jeder aus seinen ganz eigenen Gründen. Und beide sehen sich mit ganz persönlichen Hürden konfrontiert, die ihnen auf dem Weg zum Sieg gefährlich werden könnten …



Meinung:


Als ich „Dance Like Nothing Else Exists“ das erste Mal in der Verlagsvorschau von Cove (Carlsen) entdeckt habe, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss. Bücher, Serien und Filme rund um das Thema Tanzen sind absolut mein Metier. Laut Klappentext stand eine dynamische Lovestory mit einem arroganten Tanzpartner an – darauf freute ich mich besonders.

Auf den ersten Seiten lernt man Leighton kennen. Eine Protagonistin, die über Jahre hinweg eine arrogante, zynische, manipulative und rücksichtslose Figur in einer Serie verkörpert hat. Diese steht nun vor dem großen Finale und das Angebot für eine Fortsetzung steht im Raum, eine Rolle, die Leighton jedoch vehement ablehnt. 

Neben ihrem früheren Co-Star ist vor allem eines das Problem: Leighton kann ihre Rolle als Victoria Spencer immer weniger abstreifen. Es sind nicht bloß die Fans auf der Straße, die Fiktion und Realität verschwimmen lassen und sie mit „Victoria“ ansprechen. Leighton musste vielmehr mit Erschrecken erkennen, dass sie die negativen Verhaltensweisen ihrer Serienfigur bereits unbemerkt in ihren Alltag integriert hat.

Die neue Rolle in dem Tanzfilm soll Leightons Befreiungsschlag sein. Doch selbst der Produzent hat Schwierigkeiten, sich die vermeintlich unterkühlte Leighton in einer so verletzlichen neuen Rolle vorzustellen. Ihr Team schmiedet deshalb einen Plan: Eine Tanzshow soll beweisen, zu welchen schauspielerischen und emotionalen Höchstleistungen Leighton fähig ist. Doch dieses Unterfangen bringt allerlei neue Schwierigkeiten mit sich.

Ehrlich gesagt erwartete ich von "Dance Like Nothing Else Exists" nur einen süßen, klassischen Tanz-Liebesroman für entspannte Stunden. Doch das Buch ist viel tiefgründiger und komplexer, als der Klappentext vermuten lässt. Ganz zu Anfang habe ich zwar sehnsüchtig darauf gewartet, dass die Autorin Katharina Westholm das Tanzthema aufgreift, doch zunächst fokussiert sich die Story stark auf die Schattenseiten des Starkults.

Ich muss sagen, die Einblicke hinter die Kulissen der Entertainment-Welt haben mich absolut gefesselt. Es ist erschreckend und spannend zugleich zu lesen, wie sehr die Werbewirtschaft jeden Erfolg ausschlachten will, wie anstrengend Kollegen sein können und wie viel Energie es kostet, immer eine perfekte Fassade zu wahren. Am faszinierendsten fand ich jedoch das Dilemma, wenn die eigene Rolle plötzlich mit dem echten Leben verschmilzt und Fans einem jeden normalen Alltag rauben.

Es dauert einige Kapitel, bis das Tanzthema schließlich ins Rollen kommt, aber Katharina Westholm hat mich auch hier voll abgeholt. Die Show „Dear Dancer“ erinnert stark an reale Formate wie „Let’s Dance“. Auch hier gibt es eine Jury, bei der einige Mitglieder mehr Wert auf die Technik und andere mehr auf die Chemie der Paare legen. Das klassische „Good Cop/Bad Cop“-Schema und ein besonders kritischer Juror sorgen für authentisches TV-Feeling.

Als wäre Leightons Leben nicht schon kompliziert genug, raubt ihr Tanzpartner Sebastian Carson ihr den letzten Nerv. Auf emotionaler Ebene ist er ihr absolut ebenbürtig. Er lässt sich von ihrer herrischen, manchmal zickigen Art nicht einschüchtern, sondern kontert jede ihrer Attacken gekonnt. Diese Dynamik hat mich total begeistert. Es ist großartig zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig anstacheln und in hitzige Wortgefechte verwickeln. Zwischen ihnen knistert es gewaltig, sodass man beim Lesen ungeduldig auf die emotionale Explosion wartet, die sich zwischen den Zeilen anbahnt.

Auch Sebastian hat mit eigenen Dämonen zu kämpfen, die ich aus Spoilergründen nicht vorwegnehmen möchte. Und über Leightons ohnehin schon schweren Hürden steht da noch ihr Vater: Einst ein gefeierter Filmstar, der durch einen Tanzfilm berühmt wurde, ist er tief gefallen, kämpft mit Alkoholproblemen und sorgt durch öffentliche Festnahmen für Schlagzeilen. Dieser familiäre Nebenplot bleibt angenehm dezent, verleiht der Geschichte aber eine spürbare, emotionale Schwere.



Fazit:


„Dance Like Nothing Else Exists“ hat mich überraschend erwischt. 

Wenn du eine oberflächliche, leichte RomCom suchst, bist du hier falsch. Dieses Buch bietet deutlich mehr. 

Neben dem Let’s Dance-Vibe glänzt die Story mit einer unerwarteten Tiefe. Die Autorin blickt ungeschönt hinter die toxischen Kulissen Hollywoods und baut ein Familiendrama ein.

Die Chemie zwischen Leighton und Sebastian? Absolut hochexplosiv und mitreißend. 
Es ist eine emotionale, tiefgründige Lovestory, die beweist, dass Tanzen so viel mehr als nur Bewegung ist. 

Empfehlung!



Kurzgefasst:


Spannung/Action: 



Liebe: 



Charaktere:

 

Setting/Worldbuilding: 

 

Handlung:


Schreibstil: 

Im Gesamtpaket: 




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