Mittwoch, 23. September 2026

Durchgelesen: The Cat-Sitting Disaster

Werbung | Rezensionsexemplar: 
Dieses Buch habe ich vom Verlag kostenlos erhalten. 
Meine Meinung ist davon unbeeinflusst.



Rezension zu The Cat-Sitting Disaster von Nellie Weisz



Verlag: Cove
Seitenzahl: 394
Format: Taschenbuch
Preis: 14,00 Euro
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-551-30671-5
Abgeschlossene Erzählung 



Inhalt:


In New York ist es alles andere als einfach, eine Wohnung zu finden. Übergangsweise ist June daher bei ihrer besten Freundin und deren Mitbewohnern in einer WG untergekommen. Doch das ist keine Dauerlösung: Das Sofa wird als Schlafplatz allmählich unbequem und die Mitbewohner haken bereits nach, wie es mit der Wohnungssuche läuft. Zudem möchte sich June endlich voll auf ihr Masterstudium konzentrieren, was deutlich besser klappen würde, wenn die Wohnungsfrage gelöst wäre.

Als Carla, eine der WG-Mitbewohnerinnen, von einer Housesitting-Plattform berichtet, ist Junes Interesse daher geweckt. Damit wäre erstmal Ruhe in der WG, bis sich eine dauerhafte Lösung ergibt.

Kurzerhand meldet sich June dort an und kann ihr Glück kaum fassen, als sie die Anzeige für ein Luxus-Appartement entdeckt. Gefordert wird als Gegenleistung lediglich Cat-Sitting: Der Besitzer befindet sich dienstlich im Ausland und möchte, dass es seiner Katze in dieser Zeit bestmöglich geht.

Das Vorstellungsgespräch verläuft für June absolut positiv, da sie und Kater Romeo sofort einen Draht zueinander finden. Es stellt sich heraus, dass die Frau, die June durch das Gespräch führt, gar nicht die Besitzerin, sondern eine Assistentin ist. Zara berichtet June, dass der Kater aufgrund einer Niereninsuffizienz und eines Herzleidens regelmäßig Medikamente benötigt. Zudem wünsche sich der wahre Besitzer tägliche Updates über das Wohlbefinden des Tieres, inklusive Fotos.

June stimmt zu, wenngleich sich bei ihr Irritation regt, das Angebot wirkt schlichtweg zu gut, um wahr zu sein.

Dass June und Romeo auf Anhieb so harmonieren, gibt letztlich den Ausschlag dafür, dass sie die Zusage erhält. June kann ihr Glück nicht fassen. Dennoch weiß sie eigentlich nichts über den Besitzer der Wohnung und wird zunehmend neugieriger. Ist Zara wirklich nur seine Assistentin? Was arbeitet der Fremde eigentlich, dass er nicht ab und zu selbst nach dem Tier sehen kann? Und wie heißt er überhaupt?

„Mister X“, wie June den Fremden nun im Geheimen nennt, bleibt ein großes Geheimnis. Einzig Nachrichten verbinden die beiden – Nachrichten, auf die Mister X jedoch nie antwortet. June ist entschlossen, den Fremden aus der Reserve zu locken. Doch Mister X möchte seine wahre Identität um jeden Preis für sich behalten …



Meinung:


Das Cover von The Cat-Sitting Disaster hat mich sofort in seinen Bann gezogen, sodass ich direkt nach dem Buch greifen musste. Da ich Tiere über alles liebe und eine Schwäche für herbstliche Cozy-Reads habe, war meine Erwartung hoch, beide Elemente in dieser gemütlichen Wohlfühlgeschichte wiederzufinden.

Als die wohnungssuchende Studentin June die Zusage erhält, auf ein luxuriöses Appartement aufzupassen, scheint ihr größtes Problem gelöst. Doch das unverhoffte Glück bringt Fragen mit sich. Vor allem, weil der mysteriöse Besitzer der Luxusimmobilie strikt anonym bleiben will.

Als Leser erfahren wir jedoch auch die Perspektive von Nick, dem Wohnungseigentümer. Er ist Profi-Basketballspieler in der NBA bei den Los Angeles Panthers. Sein Alltag ist eng getaktet, sodass er nicht mal eben nach New York fliegen kann, um nach seinem Kater zu sehen, obwohl sein ganzes Herz an dem Tier hängt. Romeo kann wegen seiner Erkrankung keine langen Reisen mehr auf sich nehmen, und Nicks Managerin Zara, die sich in seiner Abwesenheit um die Wohnung kümmert, leidet wie es der Zufall wollte, an einer Katzenhaarallergie.

Im Laufe der Handlung wird klar, dass Nick bereits schwere Zeiten durchlebt hat. Seine Vergangenheit ist von zwei einschneidenden Ereignissen geprägt, die tiefe Wunden hinterlassen haben. Diese Hintergründe Stück für Stück zu entschlüsseln, sorgt für einen Großteil der Spannung.

Mit June und Nick begegnen uns zwei zutiefst liebenswerte Figuren, die durch einen Kater als tierischen Liebesboten zueinanderfinden. June brennt natürlich darauf zu erfahren, wer ihr geheimnisvoller “Vermieter“ ist, doch Nick gibt sich anfangs extrem unnahbar. Es ist wunderschön mitanzusehen, wie June mit ihrer behutsamen Art versucht, sein Interesse zu wecken, und wie sich beide ganz langsam und vorsichtig aneinander annähern.

Über lange Strecken habe ich mich allerdings gefragt, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird. Wir erfahren sehr viel aus dem Alltag beider Protagonisten: Wir bekommen Einblicke in Nicks Spiele und erleben Junes Wunsch, im Journalismus Fuß zu fassen. Ein Vorstellungsgespräch bei Manhattan Digital verläuft positiv und eröffnet ihr die Chance auf eine eigene Kolumne über außergewöhnliche Dating-Formate. In der Folge begleiten wir June bei ihren Recherchen – sei es bei einem Single-Lauftreff, einem Koch-Dating oder beim Dreh einer TikTokerin für U-Bahn-Dates.

Ich bin beim Lesen unheimlich gerne in Junes Alltag abgetaucht, auch wenn mir zeitweise der rote Faden fehlte. Je weiter die Geschichte fortschritt, desto deutlicher wurde jedoch, wie durchdacht die Autorin die Handlungsstränge letztlich zusammenführt.

Genau wie Nick ist auch June von den Schatten ihrer Vergangenheit gezeichnet. Ihre Schlafstörungen, die nächtlichen Angsträume und eine ausgeprägte Verletzlichkeit bei Kommentaren zu ihrem Körper zeugen von ihrem inneren Kampf. Dabei fungiert das Rätsel um ihr traumatisiertes Erleben als ein zusätzlicher, subtiler Spannungsbogen, der das gesamte Buch durchzieht.

Das Cover und der Klappentext versprechen eine Liebesgeschichte, die vor allem durch ihre moderne Umsetzung besticht: Es ist spannend zu sehen, wie der Kontakt über die Distanz getragen wird. Zwischen June und Nick stimmt die Chemie einfach, sodass die räumliche Trennung ihrer Dynamik keinen Abbruch tut. Nellie Weisz nimmt sich viel Zeit für Details und beleuchtet sowohl Nicks Alltag in der NBA als auch Junes WG-Leben. Dass trotz der großen Entfernung auch die Erotik nicht zu kurz kommt, rechtfertigt die Altersempfehlung des Verlags vollkommen.



Fazit:


The Cat-Sitting Disaster ist eine herzerwärmende Wohlfühlgeschichte, die mit liebenswerten Charakteren, viel Tierliebe und unterhaltsamen Einblicken in das Alltagsleben der Charaktere überzeugt.

Die unausgesprochenen Geheimnisse, die June und Nick aus ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen, verleihen der Dynamik eine fesselnde, unterschwellige Elektrizität. 
 
Obwohl ihre Verbindung anfangs nur im digitalen Raum stattfindet, entwickelt sich daraus kein oberflächlicher Chat, sondern ein intensiver Austausch. 

Wer eine cozy Romance mit viel Herz für Vierbeiner sucht, wird hier bestens unterhalten. 
Auf eine intensive Herbstatmosphäre sollte man hier aber nicht hoffen. Die Jahreszeit bleibt unauffällig und zeigt sich höchstens mal beim Genuss eines Pumpkin Spice Latte.



Kurzgefasst:


Spannung/Action: 



Liebe: 
 
 

Charaktere: 
 

Setting/Worldbuilding: 


Handlung: 
 
 
Schreibstil: 
 

Im Gesamtpaket: 
 
 

 

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