Am 21.09. ist unsere Leserunde zu unserem zweiten Buchclub-Buch „The Weight of Falling in Love“ von Sarah Stankewitz auf ReadO gestartet. Ein paar Leserinnen und Leser haben diese intensive Geschichte bereits beendet, andere befinden sich noch mitten im Austausch.
Mit dieser zweiten Runde haben Leni (von Meine Welt voller Welten) und ich ein paar Punkte optimiert. Damit der Austausch auf unseren Blogs etwas dynamischer wird, kann ab sofort jede/r Teilnehmer/in mit eigenem Buchblog selbst entscheiden, wann der eigene Beitrag online geht. Hierzu stellen wir euch auf unserer FaQ-Seite zum Buchclub auch eine Steckbrief-Vorlage zur Verfügung. Ihr könnt diesen Steckbrief nutzen oder einen völlig eigenen Beitrag verfassen. Wichtig ist uns nur, dass ihr den offiziellen Header zur Aktion verwendet und euren Link in den Kommentaren hinterlasst, damit wir uns untereinander vernetzen und alle Beiträge hier verlinken können.
Du hast auch einen Beitrag geschrieben? Dann ab damit in die Kommentare! Ich verlinke eure Rezensionen und Steckbriefe fortlaufend hier im Beitrag:
Hier folgen demnächst die Links zur den Buchclubbeiträgen
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Steckbrief
Dieser Beitrag enthält Spoiler zum Buch
Kurzübersicht:
Buchtitel:
„The Weight of Falling in Love“
Meine Bewertung:
Definitiv ★★★★★ von 5-Sternen.
Hier noch einmal kurz der Klappentext/die Inhaltsangabe des Verlages:
Jedes Jahr kehrt Cloud im Spätsommer zu dem Wolkenkratzer in Manhattan zurück, wo ihre beste Freundin sich das Leben genommen hat. Als sie eines Tages selbst am Abgrund steht, wird sie in letzter Sekunde von einem jungen Mann zurückgehalten: Silas, der nachts als Freerunner über die Dächer New Yorks rennt, um sich lebendig zu fühlen. Die Begegnung wirft beide aus ihrer Bahn, doch nach einer gemeinsamen Nacht voller unausgesprochener Wahrheiten und tiefer Gespräche verschwindet Cloud, ohne sich umzudrehen. Wochen später werden Clouds Musikvideos auf TikTok von einem Violinisten begleitet und gehen viral. Sie ahnt nicht, dass es Silas ist. Zwischen Großstadtnächten auf Hausdächern und Musik, die direkt unter die Haut geht, entsteht eine zerbrechliche Nähe, die beiden Heilung verspricht – bis die Wahrheit ans Licht gezerrt wird und Cloud erneut gefährlich nah an den Abgrund gerät.
Quelle: Ullstein-Verlag
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass „The Weight of Falling in Love“ von den zur Wahl gestellten Büchern gar nicht unbedingt mein Favorit war. Durch die Abstimmung auf Instagram ging dieser Titel dann aber als klarer Sieger hervor.
Zuvor hatte ich bereits gesehen, dass diese Geschichte eine unglaublich gute Bewertung auf den Verkaufsplattformen eingefahren hat, was mich natürlich neugierig machte. Ich bin recht unvoreingenommen in das Buch gestartet und wurde sogleich auf den ersten Seiten von dem intensiven und bildhaften Schreibstil der Autorin überrascht.
Jedes Wort saß an der richtigen Stelle, jeder Satz ging sofort unter die Haut. Bereits im Prolog wurde klar, dass die Protagonistin in der Vergangenheit einen schweren Verlust verkraften musste. Ihre Kindheitsfreundin und sie waren ein Herz und eine Seele. Sie waren grundverschieden – die eine leise, die andere laut – und zugleich gab es dieses unsichtbare Band zwischen ihnen. Sie waren absolute Herzensmenschen füreinander.
In diesem Buch geht es unter anderem um das Thema Depressionen. Wie bereits erwähnt, gelingt es der Autorin, den Leser mit ihren Worten tief zu bewegen. Das passiert nicht nur bei den kleinen Momenten, wie z. B. dem spannenden Alltag der beiden Protagonisten und ihren Gefühlen, die sich zaghaft, aber sehr intensiv entwickeln, sondern eben auch bei der Ausführung dieses wirklich nicht leichten Themas.
…in einem Satz: Emotionale Geschichte, die direkt unter die Haut geht und einen nicht so schnell wieder loslässt.
…zu den Charakteren:
In dem Buch lernen wir zum einen Silas kennen. Er arbeitet in einer Jugendeinrichtung. Immer wenn er abschalten möchte, rennt er über die Dächer von Manhattan. Vor dem Buch hatte ich von der Sportart Freerunning noch nicht viel gehört, daher fand ich es wirklich spannend, davon zu lesen.
Und dann gibt es noch Cloud, auf die Silas an einem Tag trifft, als er gerade mit seinem Lauf starten möchte. Cloud leidet immer noch unter dem Verlust ihres Lieblingsmenschen.
Ich fand die Darstellung beider Charaktere unglaublich gut gelungen. Die Dialoge zwischen ihnen waren nahbar, und die Worte, die zwischen ihnen fielen, wussten mein Herz nicht nur einmal tief zu berühren.
Cloud arbeitet in der Altenpflege. Bei der Arbeit gibt es eine Kollegin, die versucht, Clouds Aufmerksamkeit und Freundschaft zu gewinnen. Zudem gibt es dort eine Patientin, die Cloud sehr ins Herz geschlossen hat. Ich habe diese Szenen im Seniorenheim sehr gerne gelesen.
Aber auch das Zusammenspiel zwischen Cloud und Silas empfand ich als sehr berührend. Man merkt schon beim ersten Treffen, dass zwischen den beiden ein unsichtbares Band existiert. Sie finden einen Zugang zueinander, der viel tiefer geht als eine oberflächliche Beziehung; das spürt man sofort.
Über dieses unsichtbare Band hinaus spielt auch die Musik eine wichtige Rolle für die beiden. Sowohl Cloud als auch Silas führen nämlich einen TikTok-Account: Silas tritt dort anonym (ohne sein Gesicht zu zeigen) mit seiner Violine auf, und Cloud verarbeitet ihre Gefühle in A-cappella-Songs.
Eines Tages entdeckt Silas Clouds Account und untermalt ihren Gesang mit seinem Violinspiel. Ich hatte beim Lesen direkt die passenden Bilder im Kopf und die Melodien im Ohr.
Kurzum: Ich habe die Charaktere tief in mein Herz geschlossen und jede einzelne Seite mit ihnen genossen. Selbst die Nebenfiguren wurden so liebevoll und facettenreich gezeichnet, dass ich am liebsten noch viel länger in ihrer Welt verweilt wäre.
…zum Setting / Weltentwurf:
Wie bereits erwähnt, mochte ich die Wahl der Settings unglaublich gerne. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das erste Treffen in Silas’ Wohnung, aber auch die Szenen im Seniorenheim. Am allermeisten geliebt habe ich jedoch das Bild, das ich vor Augen hatte, wenn Silas und Cloud sich auf den Dächern der Hochhäuser trafen ...
Auch hier kann ich mich nur wiederholen: Der Schreibstil hat mir in absolut jeder Szene wunderschöne Bilder vor Augen gezaubert. Ich habe es einfach geliebt, in diese Geschichte einzutauchen 🤍
Die Schwächen & Stärken des Buches waren deiner Meinung nach:
Eine große Stärke des Buchs war auf jeden Fall Sarah Stankewitz Art zu schreiben. Ich glaube, sie hätte von einem langweiligen Einkaufsbummel berichten können und ich hätte die Szene geliebt. Die Autorin kann unglaublich gut mit Worten umgehen.
So viele Sätze haben mich direkt ins Herz getroffen. So viel Liebe und Gefühl steckt zwischen den Zeilen. Großartig!
Was wird dir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben?
Die krasse, überraschende Wendung, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. Darüber hinaus natürlich auch die Geschichte als Gesamtwerk. Ich glaube, ich habe bislang noch kein Jugendbuch gelesen, das das Thema Depressionen so gut eingebunden hat, wie es bei The Weight of Falling in Love der Fall ist.
Wem würdest du das Buch empfehlen?
Leserinnen und Lesern, die eine Geschichte suchen, die so richtig ans Herz geht. Eine Rezensentin schrieb: „Es gibt Bücher, die liest man nicht, die fühlt man.“ Diese Worte treffen es meiner Meinung nach perfekt auf den Punkt. Wer genau so ein Leseerlebnis sucht, sollte definitiv zu „The Weight of Falling in Love“ greifen. Es ist eine Geschichte, die tief unter die Haut geht.
… wem eher nicht?
Und genau das ist auch der Punkt, der für manche zu einer Herausforderung werden könnte: In diesem Buch geht es unter anderem um Depressionen. Leserinnen und Leser, die aktuell selbst mit Depressionen zu kämpfen haben oder einen Verlust verarbeiten müssen, sollten sich gut überlegen, ob der richtige Zeitpunkt für dieses Buch gekommen ist.
Ich kann hier natürlich nur aus meiner eigenen Perspektive sprechen: Vor dem Lesen hatte ich nicht das Gefühl, dass mich das Thema triggern könnte. Aber der wirklich besondere und gewaltige Schreibstil der Autorin geht direkt unter die Haut – hier erwartet einen definitiv keine oberflächliche Geschichte.
Deine Frage an die anderen Teilnehmer:
Wenn ihr an das Buch denkt: Welcher Gedanke schießt euch als Erstes in den Kopf? (Gerne auch nur in einem einzigen Wort.)
Und welches Gefühl bleibt bei euch zurück?
Feedback zur Buchclub-Runde:
Bei der Abstimmung zum finalen Buchclub-Buch haben einige Blogger zurückgemeldet, dass sie das Ergebnis nicht ganz nachvollziehen konnten, da auf den Blogs bei der Abstimmung The Weight of Falling in Love keineswegs als Gewinner hervorging. Das kann ich absolut verstehen. Dadurch, dass wir die Abstimmung auch auf Instagram ausgeweitet haben, sind natürlich einige Stimmen hinzugekommen, die sich deutlich von denen der Blogleser unterschieden haben.
Ich fand diese Situation unglücklich und überlege aktuell, ob Leni und ich unsere Aktion in diesem Punkt überdenken müssen. Hier würde ich mich sehr über eure Rückmeldung und eure Meinungen in den Kommentaren freuen.
Gefallen hat mir, dass unsere Leserunde auf ReadO gut besucht war. Die meisten kamen tatsächlich über Instagram. Je mehr Teilnehmer, desto lebendiger ist natürlich der Austausch. Ich bin mir nicht sicher, ob wir mit einer reinen Abstimmung nur auf dem Blog so viele Teilnehmer für die Leserunde auf ReadO gefunden hätten.
Da wir dieses Mal nur wenige Teilnehmer mit eigenem Buchblog dabei hatten, wird natürlich auch der Blog-Teil (Nachdiskussion & Steckbrief) weniger genutzt werden. Das war zwar auch beim letzten Mal schon ein Thema, allerdings hatten wir damals zahlenmäßig mehr Blogger an Bord.
Damals hatten wir resümiert, dass wir die Aktion in dieser Hinsicht optimieren müssen. Folglich haben wir den Steckbrief entworfen und vorgeschlagen, dass jeder seinen Beitrag flexibel veröffentlichen kann, sobald ihm danach ist, statt an einen festen Zeitpunkt gebunden zu sein. Ich hatte gehofft, dass wir den Austausch auf den Blogs damit wieder stärker in den Fokus rücken könnten, denn schließlich soll der Buchclub ja eine Aktion sein, die Buchblogger unterstützt. Ich finde die Idee reizvoll, dass Teilnehmer des Buchclubs, die keinen Blog besitzen, den Steckbrief auf Instagram teilen können. Vielleicht sollte man diese Möglichkeit ansprechen?
Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung: Sollten wir die Aktion in Zukunft noch weiter optimieren oder gefällt euch die aktuelle Variante?


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