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Freitag, 30. Juni 2017

Durchgelesen: Angelfall - Tage der Dunkelheit (Band 2)

Rezension zu Angelfall – Tage der Dunkelheit von Susan Ee



Verlag: Heyne
Seitenzahl: 448
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-453-31748-2
Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger
Band 2









Inhalt:

Nachdem Raffe Penryns vermeintliche Leiche an ihre Angehörigen übergeben hat, geht er seinen eigenen Weg. Penryn selbst hat sich mittlerweile von der Lähmung erholt. Sorge bereitet ihr die Tatsache, dass Paige das Essen nicht bei sich behalten kann. Und dann kommt es eines Tages zu einem unschönen Vorfall. Der Widerstand stuft Paige als Monster ein und legt sie in Fesseln. Doch das kleine Mädchen ist stärker, als es aussieht. Ihr gelingt die Flucht. Für Penryn ist klar, dass sie ihre Schwester finden muss. Gemeinsam mit ihrer Mutter nimmt sie die Spur auf und landet genau da, wo die Gefahr am Größten ist: Im neuen Quartier des Feindes.



Wichtigste Charaktere:

Penryn ist eine Heldin wider Willen. Eigentlich ist sie ein junges Mädchen und hat keine Ahnung, wie sie in dieser neuen Welt jeden nächsten Tag überleben soll. Jedoch kann ihre verrückte Mutter keine Verantwortung übernehmen und einer muss doch für die jüngere Schwester Paige sorgen. Penryns spontane Ideen, ihr Mut, die Kenntnisse von verschiedenen Kampfkunsttechniken und das Engelsschwert von Raffe sorgen dafür, dass das Mädchen bis heute überlebt hat.

Raffe wurden im letzten Teil die angeborenen Engelsflügel vom Körper getrennt. Auf der Suche nach jemanden, der ihm helfen kann, geriet er an eine Ärztin, die ihm jedoch im Koma Fledermausflügel mit gefährlichen Klingen angenäht hat. Verstoßen von seinen eigenen Leuten, gefürchtet von den Menschen, ist er nun alleine unterwegs, um Rache zu üben und seine Flügel zurückzubekommen.

Nachdem Paige ein Opfer eines Experiments wurde, zieren ihren Körper viele Narben. Ihre Zähne wurden durch Metallspitzen ausgetauscht. Äußerlich sieht sie aus wie ein Monster. Doch in ihr schlummert das verletzliche und ängstliche Mädchen, welches nur den Schutz ihrer großen Schwester sucht.



Schreibstil:

Teil zwei der Angelfallsaga setzt genau an der Stelle an, an der der erste Teil geendet hat. Penryn befindet sich gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester auf dem Lastwagen des Widerstands. Ihre Lähmung lässt nach.

Susan Ee führt ihren kinoreifen Schreibstil auch in der Fortsetzung weiter. Ihr Weltenentwurf ist düster. Die Engel stehen kurz davor die Apokalypse einzuleiten, auf den Straßen herrschen die Gangs, der Widerstand ist dabei sich zu organisieren. Jeder kämpft hier ums nackte Überleben. Die Geschäfte sind geplündert, die Häuser besetzt oder verlassen. Nahrung ist knapp.

Mitten durch dieses Weltuntergangsszenario begleitet man das junge Mädchen Penryn, welches mit einer Mutter, die in wirren Worten vermutlich zum Teufel betet und Leichen mit wilden Mustern bemalt und ihrer mit Narben und scharfen Metallzähnen versehenen Schwester unterwegs ist. Auf Penryn lastet eine große Verantwortung und mittlerweile auch Gefühle zu einem verstoßenen Engel, die sie nicht haben dürfte. Denn ein Engel darf keinen Menschen lieben. So will es das Gesetz. Wäre das nicht alles schon schlimm genug, so ist Raffe eh verschwunden, denn er glaubt Penryn tot. Penryn selbst muss, einzig bewaffnet mit einem Engelsschwert, welches sie für Raffe aufbewahrt und welches sie nicht führen kann, versuchen zu überleben. Sie sucht nach Nahrung in dieser verlassenen und gefürchteten Welt und muss zusehen, wie Paige keinen einzigen Happen bei sich behalten kann.

Paige selbst, äußerlich mehr Monster, als junges Mädchen, innerlich jedoch verletzlich und ängstlich, wie es ein Kind in ihrem Alter nur sein kann, wird jedoch durch ihr äußeres Erscheinungsbild und auch bald durch einen unkontrollierten Vorfall von den Bewohnern des Widerstandscamps gefangengenommen. Man plant nichts Gutes mit ihr und Paige weiß, dass sie fliehen muss. Penryn nimmt die Verfolgung auf. Sie weiß, dass ihre Schwester verängstigt ist, doch wohin sie flieht, ist ungewiss. Bald schon gerät Penryn wieder in die Nähe des gefürchteten Engelhorsts. Nach und nach erfährt sie immer mehr über das, was Paige in ihrer Abwesenheit zugestoßen ist.

Susan Ee macht auch mit der Fortsetzung wieder alles richtig. Sie schafft einen verstörenden und spannenden Plot. In ihrer gefährlichen Welt setzt sie eine Protagonistin aus, die eine Last tragen muss, die eigentlich viel zu groß für sie sein sollte, lässt sie kämpfen und mit einer guten Prise Glück oft gewinnen.

Humor lockert das Geschehen auf. Auch, wenn in diesem zweiten Teil Penryn nur in Träumen auf Raffe stößt und der bissige Humor der Dialoge ausbleibt, wird der Leser schnell über diesen Verlust hinweggekommen. Denn Penyrn sorgt auch so mit ihrem Verhalten und ihren Ideen für kleine lustige Momente. Wenn sie zum Beispiel das gefürchtete Engelsschwert mit einem in Tüll gehüllten Teddybären tarnt und ihm den Namen Pooky (Name von Garfields Kuscheltier) gibt, zürnt vielleicht die stolze Waffe. Der Leser muss aber gewiss grinsen.



Fazit:

Auch der zweite Teil von Angelfall punktet mit seinem gut gewählten Setting, einem Weltuntergangsszenario, einem fesselnden und gut durchdachten Plot, Charakteren mit großen Schwächen und noch größeren Stärken sowie einer Prise Humor.
Gruselige/brutale Szenen, wie die aus dem ersten Band bekannt, findet man auch in der Fortsetzung.

Diese Reihe ist und bleibt ein absolutes Lesemuss für Freunde von guter Fantasyliteratur.



Buchzitate:

Es ist eine wahre Kunst, meiner Mom Informationen zu entlocken. Man muss mit einem Fuß in der Realität bleiben und mit dem anderen einen Schritt in ihre Welt machen, um ein besseres Bild davon zu erhalten, wovon sie spricht.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau: 






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Mittwoch, 8. Februar 2017

Buchtrailer Wednesday

 
Schon seit längerem wollte ich mal wieder am Buchtrailer Wednesday von Meine Welt voller Welten teilnehmen. Es geht darum einen Buchtrailer vorzustellen und im Anschluss darüber zu diskutieren.

Auf der Suche nach einem passenden Trailer musste ich an die Bücher auf meinem Stapel ungelesener Bücher denken. Auf eines davon freue ich mich schon ganz besonders. Es handelt sich um Susan Ees ersten Band der Buchreihe Angelfall. Vor längerer Zeit habe ich auf Lenas Blog „Lena liest“ eine wundervolle Rezension zu diesem Buch entdeckt, die mich sehr angesprochen hat. Kurzerhand habe ich das Video gegoogelt und möchte es euch heute einmal vorstellen:






Der Trailer zu Angelfall gefiel mir sehr. Ich habe beim Anklicken gar nicht damit gerechnet so viele Informationen in diesem Video übermittelt zu bekommen. Ich finde, dass man hier einen sehr guten ersten Einblick in das bekommt, was einen erwartet. Die epische Musik, mit dem Versprechen auf eine spannende Geschichte, einem Touch Endzeitzeitszenario und zugleich einen guten Schuss Fantasy hat mich sehr angesprochen. 

Zwar hatte ich schon eine leichte Ahnung davon, was mich in dem Buch erwartet, das Auftreten von dem  finster dreinblickendem Mädchen hat mich jedoch sehr überrascht. Ich habe mich gefragt, ob hier auch leichte Zombieelemente mit eingeflossen sind. 


Wie findet ihr diesen Trailer? Spricht er euch an? Hat er euch neugierig gemacht?