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Freitag, 9. September 2016

Durchgelesen - Manga

Rezension zu Secret 1 von Yoshiki Tonogai



Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 226 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: 7,95 Euro
ISBN: 978-3-551-73962-9
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Band 1










Inhalt:

Es passiert bei einer Klassenfahrt, als der Bus aus der Spur gerät und sich überschlägt. Mehrere Schüler erleiden Verletzungen, einige sterben. Doch der Großteil der Schülerschaft stirbt beim anschließenden Brand des Fahrzeugs. Lediglich sechs Schüler überleben diesen Unfall und einer nimmt sich daraufhin das Leben. Der Schulpsychologe Herr Mitomo behauptet gegenüber den verbliebenen Schülern, dass drei von ihnen Mörder sind. Er stellt ein Ultimatum: Binnen einer Woche können sich die Täter stellen. Tun sie das nicht, so wird er die Polizei einschalten. Unter den verbliebenen Schülern bricht Unruhe aus.



Zeichenstil:

In Secret muss man sich als Leser erst einmal herein finden. Einer der Schüler steht vor dem Lehrer, packt ihn am Kragen und spricht ihn mit den Worten an „sag mal bist du nicht mehr ganz dicht oder so was?!“ Schließlich brüllt er sein Gegenüber sogar an.
Die Form, in welcher der Schüler seinen Lehrer anspricht und auch der Umstand, dass erst später bestätigt wird, dass es sich bei der angesprochenen Person tatsächlich um den Schulpsychologen handelt, sorgen für Verwirrung.

Auch im weiteren Verlauf gestaltet sich die Handlung mysteriös und nicht immer schlüssig. Nach und nach kommt der Betrachter dem Geschehen bruchstückhaft auf die Schliche. Doch auch zum Schluss des ersten Bandes bleiben noch viele Fragen offen.

Yoshiki Yonogai baut in seinen Manga oftmals verheißungsvolle Stillleben ein. So folgt auf eine Handlung plötzlich ein Bild mit einem verlassenen Schulflur, dann wird plötzlich auf das Türschild der Klasse oder auch auf den leeren Schulhof focussiert. Eine Sprechblase erscheint einsam auf einem leeren Feld oder ein Zeigefinger, ein einzelnes Mikrofon, Schuhe rücken im Detail in das Blickfeld des Betrachters. Hiermit verleiht der Mangaka dem Geschehen gekonnt eine eigene Dramatik.

Rückblicke stellt der Zeichner ebenfalls gekonnt dar. Hierzu verwendet er einen schwarzen Hintergrund, während die Gegenwart auf weißem Blatt gezeichnet wurde. Einige wenige der gedanklichen Rückblicke werden mit einer leichten Bildschraffierung dargestellt.

In Yoshiki Yonogais Manga machen sich alle Personen verdächtig. Allein nach der Ansprache des Schulpsychologen zeigen alle verbliebenen Schüler durch Schweißtropfen an der Stirn eine leichte Nervösität. Aber auch der Psychologe macht sich mit der Aussage verdächtig, die seiner Beschuldigung und dem Ultimatum folgt. Zitat: „Sollte ich sterben, würde die ganze Wahrheit natürlich für immer mit mir begraben werden.“ Was bezweckt der Lehrer mit dieser provokativen Aussage?



Fazit:

Secret ist einem gelungenen Krimi gleichzusetzen. Nicht immer ist die Handlung nachvollziehbar. Die gesamte Anlage der ziemlich mysteriösen Charaktere und die vielen kleinen Referenzen und Anspielungen sind oft schwer zu verstehen. Die Bilder sind packend, kraftvoll, aussagekräftig und sehr verschieden. Der Manga bleibt durchweg spannend. Zum Ende fiebert man - mit Blick auf die vielen offene Fragen - der Fortsetzung entgegen,



Kurzgefasst:

Spannung/Action:







Charaktere:






Handlungsstrang:






Zeichenstil:






Im Gesamtpaket: