Donnerstag, 18. Mai 2017

Durchgelesen

Rezension zu Ich wollte nur, dass du noch weißt von Emily Trunko und Lisa Congdon



Verlag: Loewe
Seitenzahl: 192
Format: Hardcover mit Folienprägung, abgerundeten Ecken und Leseband
Preis: 14,95 Euro
ISBN: 978-3-7855-8608-2
Übersetzer: Nadine Mannchen
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Abgeschlossene Erzählung





Inhalt:

Auf ihrem Tumblr-Blog „Dear My Blank“ stellt die 16-jährige Emily Trunko Briefe ein, die von verliebten, verletzten, hoffnungsvollen und hoffnungslosen Menschen verfasst wurden, die aber niemals abgeschickt wurden. Einige dieser Briefe wurden aus dieser Plattform herausgesucht und in ein mit liebevollen Zeichnungen verziertes Buch gedruckt. Dieses Buch heißt, „Ich wollte nur, dass du noch weißt“.



Aufmachung und näheres zum Inhalt:

„Ich wollte nur, dass du noch weißt“ enthält allerlei humorvolle, traurige, berührende, hoffnungsvolle, aber auch schlichte Botschaften, die an einen konkreten Absender verfasst, aber nie abgeschickt wurden. Alle Briefe werden in diesem Buch anonymisiert, indem Verfasser und Absender oft nur mit einem Anfangsbuchstaben, selten auch mit ausgeschriebenem Vornamen, benannt werden.

Thematisch werden die Briefe in die Kategorien Liebes Ich, Liebe Welt, Freunde, Familie, Herzschmerz, unerwiderte Liebe, Verrat, Verlust und Danke eingeordnet. Hier findet man Zeilen an Geschwister, Eltern, die große Liebe oder die Liebe, die leider in keinster Weise auf Gegenseitigkeit beruht, ebenso, wie den Versuch sich selbst zu akzeptieren oder auch Worte an Freunde, eine Kombination von Liebe, Trauer, Freude, Leid und Schmerz.

Alle Briefe wurden mit liebevollen Zeichnungen von Lisa Congon illustriert, die von der Art her dem Cover ähneln. Verschiedene Schriftarten und ein fester, sehr stabiler Einband sowie ein Lesebändchen komplettieren die liebevolle Gestaltung.



Eigene Meinung:

Dieses Buch fällt durch seine liebevolle Gestaltung ins Auge. Die Briefe machen neugierig.
Auf die Wahrheit hinter den Worten.
Wie war das Leben der Absender und Adressaten? Werden sie wieder zueinander oder/und zu sich selbst finden? Wird die Person, der sie den Brief nie geschickt haben ihr Leben noch einmal durchkreuzen oder muss es ihnen gelingen für immer Abschied zu nehmen? Einige der Briefe berühren, andere bleiben oberflächlich. Hier trifft der Leser auf die unterschiedlichsten Charaktere. Auf selbstbewusste, verletzliche, bereuende und hoffnungsvolle Menschen, aber auch auf die, die endlich einen Schlussstrich ziehen wollen oder ihn bereits gezogen haben und das einmal deutlich zum Ausdruck bringen möchten.

Wenn man erst einmal angefangen hat, die Briefe zu lesen, möchte man mehr über die Personen hinter den Zeilen wissen. Denn für einen kleinen Moment hat man mit ihnen empfunden und hofft, dass die Geschichte, die sie beim Verfassen der Zeilen erlebt haben, ein Happy End gefunden hat.



Fazit:

Ich wollte nur, dass du noch weißt enthält kurze Botschaften und Briefe, die vielleicht auch mal zwei Buchseiten füllen. Manchmal ist es nur ein Satz, der gesagt werden musste.
Kleine Schicksale“ werden hier an den Leser gebracht. Eine Kombination von Liebe, Trauer, Freude, Leid und Schmerz. Die Briefe sind zumindest zum Teil stark und überzeugend.
Die ansprechende Aufmachung des Buchs - kräftig farbige, witzige Illustrationen, ein liebevolles, doch nirgends effekthascherisches Layout und die gut gewählten Schriftbilder machen dieses Buch zudem zu einem wundervollen Geschenk.



Buchzitate:

Wir haben den Ring in deinem Schreibtisch gefunden. Ich hätte ja gesagt.



Kurzgefasst:


Gefühle:






Optische Aufmachung:






Inhalt:






Im Gesamtpaket:


Kommentare:

  1. Schöner Beitrag und eine gelungene Rezi :)
    Das hört sich toll an, mein Fall jetzt nicht gerade aber trotzdem wunderschön geschrieben von dir

    ShellyAbdallahs.Blogspot

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Shelly,

      vielen Dank für deine lieben Worten. Das Buch ist auch recht kurzweilig und sehr schnell durchgelesen.

      Ich habe mich bei den Briefen oft gefragt, wie die Geschichte der einzelnen Beteiligten weitergegangen ist.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

      Löschen
  2. Hey liebe Tanja,

    ich bin auf den "Fortsetzungsband" des Buches bei der Verlagsvorschau Loewe aufmerksam geworden. Die Idee finde ich einfach super und ich bin mir sicher, dass ein paar sehr berührende Briefe und Texte mit dabei waren.

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sandra,

      die Briefe waren von der Emotionalität her stark gemischt. Auf den Fortsetzungsband bin ich auch schon sehr gespannt. Hast du "Ich wollte nur, dass du noch weißt" gelesen? (Ich bin mir gerade nicht mehr so sicher ...)

      Die Aufmachung des Buchs gefiel mir auch sehr.

      Es war nicht selten so, dass ich einen Brief gelesen habe und dachte ... ach, einen kannst du noch lesen. Das Buch hatte ich unglaublich schnell durch.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja

      Löschen
    2. Nein, das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass durch die Kürze der Briefe man förmlich nur so durchs Buch fliegt.

      Löschen