Montag, 8. Januar 2018

Nachtschwärmer "Geplauder über Mia aus Nevernight"


Worum geht es beim Nachtschwärmer?


Immer, wenn der Nachtschwärmer auf meinem Blog auftaucht, seid ihr gefragt: Berichtet mir mehr von den Romanhelden, mit denen ihr die heutige Nacht verbringen werdet. Erzählt mir mehr über ihre Abenteuer, ihre Charaktereigenschaften, über das, was sie bewegt und antreibt.
Gerne könnt ihr hier nur von einem eurer Helden berichten. Das muss nicht unbedingt der Protagonist sein, es kann sich auch um eine Randfigur handeln.

Berichtet in einem eigenen Blogbeitrag oder aber schreibt mir in den Kommentaren. Lasst uns ein wenig über die Helden sprechen. Lasst uns ins Schwärmen geraten, ein wenig lästern, mit ihnen bangen, lieben und hoffen.

Ich wünsche euch an dieser Stelle eine gute Nacht und ein spannendes Abenteuer mit euren Buchhelden :o)



Achtung Spoilerwarnung!

Noch ein kleiner Hinweis, bevor es mit dem Nachtschwärmer losgeht: Da wir ganz ausgiebig über die Helden unserer Bücher reden wollen, kann es sein, dass der ein oder andere Spoiler einfließt. Weiterlesen also ausdrücklich auf eigene Gefahr ;o)


Mit wem gehe ich heute Abend zu Bett?


Ganz frisch - zu Weihnachten - ist Nevernight bei mir eingezogen. Ein Buch, das mir meine Fantasyfee* schon lange, bevor es auf dem deutschen Buchmarkt erschienen war, empfohlen hatte. Seit wenigen Tagen bin ich verloren in der Geschichte von Mia, einem jungen Mädchen, das dabei zusehen musste, wie die mächtigsten Männer des Landes ihren Vater als Verräter verurteilen und exekutieren ließen. Ihre Mutter wurde eingekerkert und ihre kleine Katze vor ihren Augen hingerichtet.

Von Mia möchte ich euch heute erzählen, denn mit diesem Mädchen werde ich auch heute Abend wieder zu Bett gehen und kämpfen. Ich werde mit ihr durch schwierige Prüfungen schreiten, Dingen ansichtig werden, die die Augen eines sechzehnjährigen Mädchens noch nicht gesehen haben sollten und dennoch versuchen, weder Angst noch Ekel zu verspüren. Vielleicht wird mir Mia einen Zigarillo anbieten und mit Sicherheit wird mir Herr Freundlich ein wenig helfen können, wenn mir die Beine zittern und ich mich nicht trauen werde einen Schritt weiterzugehen. Aber bevor es soweit ist, möchte ich euch noch etwas mehr erzählen. Von Mia, Herrn Freundlich und der Situation, in der wir uns gerade befinden.

Nach dem Vorfall in Mias Vergangenheit, beschließt das Mädchen ein Familienerbstück, eine alte Brosche, zu verkaufen, um an Geld zu gelangen. Durch einen Zufall gelangt sie direkt in den Antiquitätenladen der Stadt, dessen Verkäufer sie umgehend abweist. Solch eine Brosche wird er mit Sicherheit nicht kaufen. Aber und das ist es, was Mias Leben von einen Moment auf den anderen verändert, er wird ihr helfen. Denn Mercurio arbeitet für den Orden der Roten Kirche. Hierbei handelt es sich um einen Assassinenorden. Mia zögert nicht lange. Sie möchte Rache üben, an den Männern, die ihr Leben von einem Moment auf den anderen verändert haben.

Als Mias Lehre endet, wird sie fortgeschickt. Es ist Zeit, die Rote Kirche aufzusuchen. Mias Begleiter, eine Schattenkatze, die ihr seit dem Tag folgt, als ihre eigene Katze durch einen Genickbruch den Tod fand (eine Sache für die gewiss noch einer der drei mächtigsten Männer des Reiches ein wenig mehr wird leiden müssen, als er es eh schon getan hätte, bevor Mia ihm das Leben nimmt), begleitet das Mädchen auf ihrem Weg. Herr Freundlich ist in der Lage Mias Ängste zu absorbieren und mit zynischen Kommentaren den Leser – also mich – zu erheitern sowie Mias Gedanken auf den rechten Weg zu bringen.

Auf ihrer Reise lernt Mia Tric kennen. Einen Jungen mit Tätowierungen im Gesicht, der schon bald zu einem treuen Begleiter und guten Freund werden wird. Denn Tric ist ebenfalls auf dem Weg zur Assassinengilde.

Um es kurzzufassen: Mia, Tric, Herr Freundlich und ich befinden uns mittlerweile in der Roten Kirche. Wir haben unsere Ausbilder kennengelernt, die sehr merkwürdige Lehrmethoden praktizieren. So musste ich schon zuschauen, wie einer der Lehrer Mia als Strafe für ein aufmüpfiges Verhalten den Arm abgeschlagen hat und die Lehrerin für Giftmischung die ganze Klasse beim Frühstück mit der Verabreichung einer tödlichen Substanz auf die nächste Unterrichtsstunde vorbereitete. Die Ratten im Käfig sind bereits tot. Und Mia und ihre Mitschüler? Die haben noch ein paar Stunden das Gegenmittel zu finden. Wenn nicht … - tja, dann war's das wohl.

Heute Nacht werde ich also eintauchen in diese Geschichte. Gerade bin ich in eine Badewanne, gefüllt mit Blut, gestiegen. Ich habe mir zuvor noch Gedanken gemacht, wie ich die Prüfungen bestreiten kann, die Mia und mir eine bestandene Auszeichnung als ausgebildete Assassinin sichern würden. Diebstahl der leeren Schwertscheide des Mannes, der ihr den Arm abgehakt hat oder doch lieber von Dolchen einer Frau, die nicht zögern würde, ihre Schüler in einer Lehrstunde zu töten? Vielleicht aber auch gleich den Schlüssel der obersten Assassinin? Hm … 
Während ich noch darüber nachdachte, überzog Mia und mich eine dicke Blutschicht und kaum, dass wir die Augen öffnen konnten, befanden wir uns in einem neuen Bassin. Nur waren wir nicht mehr dort, wo wir vor wenigen Minuten noch gestanden hatten. Wir waren in der Stadt, in der alles begann …

* Fantasyfee = Buchhändlerin, einzig wahre. Hat immer einen geheimen Buchtipp parat. Die Fantasyfee hat sich über Jahre mein Vertrauen erarbeitet. Sie liebt Bücher mindestens genauso sehr wie ich (wenn das möglich ist). Ein Zusammentreffen endet nicht selten in stundenlangen Gesprächen, die einerseits die durch den Alltag angeschlagene Psyche und andererseits den Geldbeutel entlasten. Kurzum: Ein Wesen, was man leider nicht im eigenen Bücherschrank aufbewahren, aber dennoch gut pflegen sollte.


Im Überblick:


Was ich mir für Mia wünsche:

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich mir wünsche, dass Mia Rache in der Form nehmen kann, dass sie andere Menschen tötet. Allerdings denke ich auch, dass das Mädchen schon viel zu weit gegangen ist, um jetzt noch umzukehren. Ich wünsche mir für Mia, dass sie ihren Seelenfrieden findet. Das trifft es wohl am ehesten.

Auch wünsche ich mir, dass sich Mia weiterhin gegen die neuen Feinde an der Assassinenschule bestehen wird. Meine Bedenken in diese Richtung sind jedoch begrenzt, denn Mia weiß sich durchaus durchzusetzen.

Auf einem ihrer Streifzüge ist Mia auf jemanden gestoßen, der ihr sehr ähnlich ist. Zuvor hat das Mädchen noch niemanden kennengelernt, der die Magie der Schatten beherrscht. So gerne würde sie wissen, was es mit ihren Fähigkeiten auf sich hat. Cassius, der Mann, den sie an ihren ersten Tagen einmal kurz kennenlernen durfte, ist einer der besten Assassinen des Reiches. Jeder fürchtet sich vor ihm. Nie ist er lange an einem Ort. Zum Ende der Prüfungen wird er jedoch denjenigen, der bestanden hat, eine Salbung geben. Ich hoffe sehr, dass Mia und Cassius sich näherkommen werden. Dass Cassius Mia helfen wird, ihre Fragen zu beantworten und ihre Fähigkeiten zu schulen.

Und last but not least wünsche ich mir für Mia guten Sex, damit sie ihr erstes Mal gedanklich hinter sich lassen kann. Leser dieses Buches werden wissen, was ich damit meine ;o)


Meine Befürchtungen, was Mia noch bevorsteht:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Mia noch einige wirklich ekelige und spannende Aufgaben bewältigen muss.

Auch denke ich, dass sie früher oder später erneut auf Cassius treffen wird. Dieses Zusammentreffen wird bestimmt nicht so einfach und blümchenhaft verlaufen, wie ich es mir für Mia wünschen würde.

Bestimmt wird Mia noch einige Menschen an den Tod verlieren, bevor sie selbst Rache nehmen darf.

Mia wird gewiss noch in Situationen geraten, bei denen ihr Herr Freundlich nicht ihre Angst wird nehmen können. Sie wird, wenn ich den Autor Jay Kristoff schon jetzt richtig einschätze, noch viel leiden müssen. Auf die ein oder andere Art.


Was ich an Mia mag:


Ich mag es, dass Mia in den schwierigsten Situationen immer so cool bleibt. In einer Bücherei einen Zigarillo anzünden, dazu gehört schon etwas. Auch trinkt sie gerne mal einen harten Drink, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

Hey, das Mädchen ist sechzehn Jahre alt und ist so abgebrüht, wie ein ausgebildeter Auftragsmörder! In ihrer Gegenwart fühlt man sich (als ihr Freund) sehr sicher. Aber als ihr Feind … da würde ich schnell das Weite suchen.


Was ich an ihr weniger mag:
Schwer zu sagen. Bislang habe ich tatsächlich noch nichts gefunden, was mir an Mia so gar nicht gefällt. Aber wer weiß … vielleicht werde ich diese Meinung noch einmal revidieren müssen?!


Und nun seid ihr gefragt:


Ist der Nachtschwärmer heute auch bei euch unterwegs? Dann hinterlasst mir gerne einen Link unter den Kommentaren. Verratet mir doch, mit wem ihr euch heute Nacht auf Reise gehen werdet und was ihr euch von diesem Abenteuer erhofft.

Natürlich würde ich auch gerne noch ein wenig mit euch über Mia reden. Habt ihr den ersten Band der Nevernightsaga schon gelesen? Teilt ihr meine Wünsche und Befürchtungen? Was hat euch an Mia besonders gut gefallen und was würdet ihr euch für ihre Zukunft wünschen?

Lasst uns doch noch ein wenig in den Kommentaren über die Helden unserer nächtlichen Lesestunden plaudern. Ich freue mich darauf :o)

Kommentare:

  1. Hallo Tanja,

    wie du ja bereits weißt, habe ich Nevernight bereits gelesen und es war toll nochmals in die Geschichte abzutauchen. Mia hast toll beschrieben und zur Feindin möchte ich sie nicht wirklich haben. Für mich ist sie unheimlich taff, zielstrebig und kompromisslos. Sehr stark auf ihr Ziel fokussiert und ich bin ganz begeistert von ihr. Wie auch von ihrer Katze und Tric. 😊

    Für 16 Jahre trinkt sie richtig hartes Zeug und raucht wie ein Schlot.

    Was deine Wünsche und Befürchtungen angeht, würde ich zwar schon gerne etwas sagen, Aber da ich weiß, wo du gerade bist, kann ich das nicht :)

    Zu meiner Protagonistin kann ich noch nichts sagen, da ich mit meinem neuen Buch erst auf Seite 10 bin.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu Uwe,
      deine drei Stichworte beschreiben Mia perfekt. Das kann ich so unterschreiben :o) Tric und die Katze mag ich auch unglaublich gerne. (Die Katze vielleicht noch einen Tick lieber ;o)) Allerdings ist die gerade abgehauen. Ich habe gestern an den Seiten geklebt. Ich hoffe sehr, dass sie wieder zurückkommt.

      Auf jeden Fall. Ich finde auch, dass der Whiskeykonsum und die Zigarillosucht noch einmal untermalen, wie abgebrüht Mia ist ;o)

      Okay. Also ich bin derzeit so bei der Hälfte des Buches. Wir müssen uns unbedingt noch über Nevernight austauschen!

      Dann bist du mit I hate you give mittlerweile durch? Mit welchem Buch verbringst du derzeit deine Abende? Kenn ich die Protagonistin? Mach mich doch nicht so neugierig ;o)

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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