Donnerstag, 8. Februar 2018

Durchgelesen: Acht Städte, Sechs Senioren, Ein falscher Name und der Sommer meines Lebens

Rezension zu Acht Städte, Sechs Senioren, Ein falscher Name und der Sommer meines Lebens von Jen Malone



Verlag: Magellan (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 320
Format: Hardcover
Preis: 17,00 Euro
ISBN: 978-3-7348-5034-9
Übersetzer: Jessika Komina, Sandra Knuffinke
Altersempfehlung des Verlages: Ab 13 Jahren
Abgeschlossene Erzählung








Inhalt:

Nur schweren Herzens gibt Aubree ihrer Schwester Elizabeth das Versprechen, für sie einzuspringen und die Leitung einer Reisegesellschaft von sechs Senioren zu übernehmen. Die Reise geht durch sechs Städte innerhalb von Europa. Aubree hat ihre Heimat noch nie verlassen müssen. Doch Elizabeth hat einen wasserdichten Plan: Ein großer Ordner, ein Namenstausch und der Ausweis, auf dem sich beide Schwestern doch sehr ähneln, wird helfen.

Aubrees Reise beginnt chaotisch und steckt voller Tücken und Probleme. Dieser Trip wird zu einem Abenteuer werden, an das sie sich noch lange erinnern wird.



Erweiterter Inhalt und Schreibstil:

Aubrees geheime Vor-Abschluss-Schulparty ist irgendwie ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Statt einer gemütlichen sechs Freundinnenparty ist die Feier zu einem kleinen Gelage im elterlichen Haus ausgeartet, bei dem unter anderem Alkohol konsumiert wurde. Als es an der Tür klingelt, ist Aubree alarmiert. Doch ihre Schwester Elizabeth öffnet und steht einem Polizisten gegenüber, den sie noch aus der Schulzeit kennt. Der Grund seines Erscheinens, die Beschwerden der Nachbarschaft, rückt bald in den Hintergrund. Eine Differenz mit Elizabeth, lässt den Beamten zu härteren Mitteln greifen. Alkohol an Minderjährige auszuschenken ist verboten. Ein Griff an das Handgelenk des Polizisten kann als Bedrohung ausgelegt werden. Schneller, als Elizabeth glauben kann, befindet sie sich im Gewahrsam.

Die Strafe, die Elizabeth erwartet, klingt im ersten Moment harmlos. Sie darf den Bundesstaat nicht verlassen. Doch für Elizabeth bedeutet diese Einschränkung viel mehr. Ihre Karrierechancen bauen auf einem Aushilfsjob in der Wiederwahlkampange eines Kongressabgeordneten auf. Eine wichtige Spendengeberin eines Abgeordneten hat den Abgeordneten um Hilfe gebeten, jemanden zu finden, der in letzter Sekunde als Reiseleiter für ihr Unternehmen einspringt und dabei ganz nebenbei Elizabeth vorgeschlagen.

Da Aubree an Elizabeths Verhaftung auch ein wenig Schuld trägt, kann sie den Vorschlag der Schwester nicht ausschlagen: Aubree soll als Elizabeth nach Europa reisen und die Seniorengesellschaft als Reiseleiterin während der Städtetour begleiten.

Doch Aubree ist so ganz anders als ihre Schwester. Sie ist alles andere als organisiert. Sie spricht keine Fremdsprachen und war noch nie auf Reisen. Bislang hat sich ihre Mutter immer um alles gekümmert. Bald schon entwickelt Elizabeth einen Plan und schneller, als Aubree sich versehen kann, befindet sie sich im Flugzeug. Doch schon da beginnt das Chaos. Sollte man ausnahmsweise von fremden Menschen Medikamente annehmen, wenn man starke Flugangst hat? Elizabeth hätte gewiss darüber nachgedacht. Doch nicht Aubree, die teils unüberlegte und spontane Entscheidungen trifft. Was die Figur sympathisch macht.

Als Aubree ihre Seniorengruppe erreicht, ist sie bereits mit den Nerven am Ende. Der Leser hingegen hat schon eine Menge gelacht und klebt an den Seiten des Buches. Die Geschichte hat gerade erst begonnen, denn die Gruppe aus sechs rüstigen und charakterlich sehr unterschiedlichen Rentnern steckt voller Abenteuerdrang. Jeder von Ihnen sorgt dafür, dass Aubree die Tage ihrer Reise nicht so schnell vergessen wird. So trifft man hier auf den dickbäuchigen Texaner Hank, der mit seiner Frau Maisy reist; alle zehn Jahre machen beide eine Hochzeitsreise und verlieben sich jeden Tag erneut ineinander. Man trifft auf den ruhigen und intelligenten Lehrer Mr. Fenton, der seine Dienstzeit doch vermisst und die besten Freundinnen Emma und Mary, die einen Jugendtraum verwirklichen möchten sowie Dolores, die Aubree bald mit ihrer stillen und geheimnisvollen Art Sorge bereitet. Eine lustige Truppe also, die für einiges an Wirbel sorgen wird.

Mit ihren spärlichen Kenntnissen von Europa, ihrer chaotischen und tolpatschigen Art und dem Willen, alles irgendwie hinzubekommen, wirkt Aubree schnell sympathisch.
Bald gesteht sich das Mädchen ein, dass sie nicht viel über den alten Kontinent weiß. Sicher, Europäer machen gute Schokolade und sind komplett fußballverrückt. Reicht dieser Kenntnisstand, um eine Reisegruppe zu führen? Lasst euch überraschen.



Fazit:

Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens ist ein humorvoller
Roadtrip. Ein zusammengewürfelter Haufen eigenartiger und komischer Figuren begibt sich auf eine Reise, die der Leser so schnell nicht vergessen wird. Die chaotische Aubree und die Senioren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, machen diese Reise lebendig und versetzen den Leser in die schönsten Städte Europas. Aber auch die lesenswerte Darstellungen europäischer Länder, aus Aubrees humorvoller Perspektive, machen das Werk liebenswert.




Buchzitate:

Ich mag vor sechs Tagen die Highschool abgeschlossen haben, aber es gibt Momente im Leben, da braucht man einfach sein Plüschtier.

Okay, das war jetzt wieder hundertprozentig Aubree, aber auf keinen Fall trinke ich schwarzen Kaffee, nur um nicht aus der Rolle zu fallen. Igitt!

Na großartig. Nackt badende Omas, sexsüchtige Texaner auf goldener Hochzeitsreise und Erpresser-Opas. Was kommt als Nächstes?



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe: 






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Kommentare:

  1. Hallo Tanja,

    da ich das Buch bald selbst lesen möchte, habe ich nur dein Fazit gelesen. Doch gerade dieses lässt meine Erwartungen und Vorfreude nochmals größer werden :)

    Ich bin gespannt und ich werde dir berichten.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hallo Uwe,
      ich bin mir sicher, dass du sehr viel Spaß mit dieser Reisegruppe und ihrer Geschichte haben wirst. Auf deine Meinung zu dem Buch bin ich sehr gespannt. Du musst mich unbedingt auf dem Laufenden halten!

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  2. Hey liebe Tanja,

    ich hoffe, dass das Buch morgen oder übermorgen bei mir einziehen wird, denn die Zitate klingen schon sooo mega cool, dass ich mich nicht mehr lange gedulden kann. :-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,
      ich drücke dir ganz fest beide Daumen, dass das Buch nun bald bei dir einziehen wird. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass du viel Freude mit der Geschichte haben wirst. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich auf dem Laufenden hälst.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  3. Hallo liebe Tanja,

    da das Buch bald bei mir eintreffen wird und ich es dann lesen werde, habe ich es wie Uwe gemacht und mir nur dein Fazit durchgelesen. Aber schon das hat meine Neugier auf das Buch nur noch gesteigert! Ich freue mich schon riesig auf das Buch, bisher habe ich nur sehr positive Bewertungen dazu gesehen. Ich glaube, dass auch ich ganz begeistert von davon sein werde. :D

    Liebe Grüße
    Corinna

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    1. Hallo Corinna,
      ich bin mir ziemlich sicher, dass du viel Freude mit diesem Buch haben wirst. Es ist witzig, es ist abenteuerlich und es ist einfach nur richtig schön. Bei mir war es so, dass das Buch meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat. Ich bin schon so gespannt auf deine Meinung. Halt mich bitte auf dem Laufenden :o)

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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    2. Klar, das mache ich sehr gerne! Ach Mann, jetzt hast du mich sogar noch neugieriger auf das Buch gemacht! :D Hoffentlich kommt es bald an, ich freue mich schon so aufs Lesen!

      Viele liebe Grüße
      Corinna

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    3. Hallo Corinna,
      ich bereue nichts ;o) Ich drücke dir beide Daumen, dass das Buch bald bei dir einziehen wird. Sandra wartet derzeit auch gerade voller Vorfreude auf die Geschichte. Auf eure Rezensionen bin ich unglaublich gespannt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr viel Freude damit haben werdet :o)))))

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  4. Hallo Tanja,

    auch wenn ich sicherlich nicht zur Zielgruppe für dieses Buch zähle, klingt deine Rezi vielversprechend und total interessant. Manche Jugendbücher sind besser als die für Erwachsene.

    LG und danke fürs Vorstellen.
    Barbara

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    1. Hallo Barbara,
      ich lese ja sehr gerne und fast ausschließlich Jugendbücher. Viele Jugendbücher behandeln wichtige Themen tiefgehend und sind auf jeden Fall auch für ältere Leser geeignet. Dieses Buch macht unglaublich viel Spaß. Ich kann es dir nur ans Herz legen.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  5. Hallo liebe Tanja!

    Mit diesem Büchlein liebäugle ich auch schon. Roadtrip Stories mag ich sehr gerne, vor allem wenn sie ein wenig anders und gerne auch verrückt daher kommen. :) Da freue ich mich, dass dich die Geschichte mit ihrem Charm verzaubern konnte! Ich werde sie mir auf jeden Fall gleich vermerken und wer weiß, vielleicht ist das Büchlein auch bald in meinem Regal! :D

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

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    1. Hallo Nina,
      oh, das freut mich, dass dieses Buch bereits auf deiner Wunschliste steht. Ich hatte so viel Spaß mit der Reisegesellschaft. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es dir da genauso ergehen wird, gerade, wenn du sagst, dass du es auch gerne ein wenig "verrückt" magst :o)

      Ich drücke beide Daumen, dass das Buch bei dir einziehen darf. Es ist wirklich eine sehr schöne Geschichte.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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  6. Hallo Tanja,

    das Buch ist jetzt nicht unbedingt mein Beuteschema, hört sich aber sehr witzig an! Das Amerikaner nicht viel über Europa wissen, kann ich sogar etwas verstehen, denn diese Kleinteiligkeit der europäischen Länder im Vergleich zu Amerika ist für sie merkwürdig. Und daraus kann man sicherlich storytechnisch einiges machen! :-)

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,
      eigentlich sehr schade. Ich hatte so viel Spaß mit dem Buch und ich würde es dir auch so gerne weiterempfehlen.

      Der Fokus liegt jetzt nicht nur auf dem Klischeedenken.
      Einige der Städte, die die Gruppe bereist, durfte ich selbst schon kennenlernen. Es ist irgendwie so, als würde man die Reise selbst unternehmen. Und die Rentner haben es faustdick hinter den Ohren. Das sorgt für einige lustige Momente.

      Ganz liebe Grüße
      Tanja :o)

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