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Sonntag, 9. August 2015

Tanja & Tanja lesen gemeinsam





 Am heutigen Sonntag haben Tanja und ich uns das Buch "Die Fäden der Zeit" von Lori M. Lee zur Hand genommen. In dem folgenden Artikel sprechen wir darüber, was uns gefallen und was uns eher weniger zugesagt hat. 
Viel Spaß mit dem nun folgenden Artikel :) 


Wie bist du auf das Buch gekommen?

An einem Wochenende habe ich ein wenig nach Neuerscheinungen gesurft. Dann bin ich auf einer Internetseite u. a. auf „Die Fäden der Zeit“ gestoßen. Das Cover hat mich sofort für sich eingenommen.


 
Das Cover hat es mir gleich angetan und auch der Klappentext klang auch super.



Mein Lieblingscharakter: 
Definitiv Mason. Er brauchte nur wenige Seiten, damit ich ihn gern hatte. Ich mochte es, wie er den Nervenkitzel gesucht hat, wie er mit Kai harmonierte.


 
Mhh, direkt einen Lieblingscharakter hatte ich nicht, aber Avan und Kai waren mir sympathisch.



Welchen Charakter fandest du am nervigsten?

DJ. Er war mir gleich von Anfang an, bevor er seinen Charakter entfalten konnte schon allein durch den Namen unsympathisch. Endgültig hat er es sich mit mir verdorben, als herauskam, dass er Kai belogen hat und noch nicht einmal dazu stand.


 
Da mich das Buch emotional nicht so packen konnte, fehlt mir auch ein "Hass und Nerv" Charakter, aber den  Zuhälter mochte ich gar nicht, der war ein A****



Wie fandest du den Weltenentwurf?

Fand ich klasse. Die Autorin hat viele kreative Gedanken dafür verwendet eine sehr schöne und interessante Welt zu kreieren.


Die Mischung aus Dystopie und Fanatsy hat mir gut gefallen, es gab zwar ein paar Erklärung und doch hätte ich mir ja mehr gewünscht, um mir diese Welt besser vorstellen zu können.




Hatte der Roman genug Spannung für dich:

Das war leider ein Kritikpunkt für mich. Mir fehlte gerade in der ersten Hälfte die Spannung in dem Roman. Erst zum Ende hin gelangten die Charaktere an ihre Grenzen und wurden zum Handeln gezwungen.


Da kann ich mich nur anschließen, auch mir fehlte die Spannung, erst gegen Ende kam diese für mich auf.




Was gefiel dir?
Neben dem zauberhaften Cover gefielen mir die Ideen der Autorin sehr gut. Besonders, dass die Hauptcharakterin Briefträgerin war und die Zeit beeinflussen konnte, hatte ich zuvor noch in keinem anderen Buch so gelesen.


Die Grundidee und die Genre-Mischung. Die Zeitbeeinflussung fand ich natürlich auch interessant




Was gefiel dir weniger?
Ich hätte mir ein wenig mehr Schwung in der Handlung durch mehr Action und Spannung gewünscht. Außerdem wurde die Welt so interessant und spannend beschrieben. Eine Karte davon fand in der Geschichte Erwähnung. Ich habe mir an dieser Stelle gewünscht sie einmal bildlich zu sehen.


Eine Karte hat auch mir gefehlt, da ich mir manches nicht so gut vorstellen konnte. Das die Dynamik manchmal fehlte und auch das Ende, die Auflösung war ein bissl Too Much für mich.



Wie fandest du die Liebesromanze in dem Roman?

Die Beziehung zwischen Kai und Avan gewann erst gegen Ende hin für mich an Bedeutung. Das war so etwa an der Stelle, als Avan mit nacktem Oberkörper im Türrahmen lehnte ;o)
Vielmehr interessierte mich eine emotionale Bindung zwischen Mason und Kai. Ich bin mal gespannt, wie sich die Liebesgeschichte im Band 2 weiterentwickeln wird.


Hat mich nicht so bewegt, ich war froh, dass sie nur dezent war und sich langsam entwickelt hat.




Und der Schreibstil an sich?

Gefiel mir. Die Autorin konnte bei mir stellenweise ein sehr gutes Kopfkino erzeugen.

 
Sticht nicht unbedingt heraus, aber gut zu lesen.






Das beste Zitat aus dem Buch: 

  „Nein“, flüsterte er in meine Handfläche. Dann ließ er mich los. Ich zog meine Hand zurück und schloss sie zur Faust, als könnte ich so das Gefühl seines Mundes und seines Atems darin bewahren.

 
Sei still, sei stumm, sei sicher.




In dem Buch fürchtet sich Kai vor den Gagoyles außerhalb der Stadtmauern. Welcher Kreatur würdest du am liebsten nie begegnen? 
Spontan: Einer Riesenspinne. Da ich schon vor winzigen Spinnen einen absoluten Ekel empfinde, kann das bei einer großen Spinne ganz gewiss nicht besser werden ;o)


Zu erst, nein wir sprechen uns nicht vorher ab ;D Bei mir ist es auch eine Riesenspinne^^ Eine mit langen dünnen Beinen, und kleinem Körper, Ohnmachtsanfall ich komme XD




Welchem Monster oder welcher Kreatur würdet ihr auf gar keinen Fall gegenüberstehen wollen?


Donnerstag, 23. Juli 2015

Durchgelesen

Die Fäden der Zeit von Lori M. Lee


Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 384 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-7341-6031-8
Band 1










Inhalt:

Kai hat ein Geheimnis: Sie kann nach den Fäden der Zeit greifen und das Geschehen um sich herum verlangsamen. Nicht nur einmal hat ihr diese Fähigkeit aus brenzlichen Situationen heraus geholfen. Zusammen mit ihrem Bruder Reev lebt sie in Ninurta ihren geregelten Tagesablauf. Als Reev jedoch eines Tages nicht von der Arbeit zurückkehrt und Kais Suche nach ihrem Bruder zunächst ins Leere geht, beginnt das Mädchen daran zu glauben, dass an der Geschichte des „schwarzen Reiters“ doch etwas wahres ist. Zusammen mit ihrem besten Freund Avan macht Kai sich auf eine Suche, die sie hinaus ins Nichts führt, dorthin, wo gefährliche Gargoyles und der schwarze Reiter lauern, der angeblich Menschen entführt.


Wichtigste Charaktere:

Kai arbeitet als Briefträgerin. Sie besitzt die einzigartige Gabe nach den Fäden der Zeit greifen zu können und damit die Geschehnisse um sich herum zu verlangsamen.

Reev hat Kai eines Tages als kleines Kind aufgelesen. Seitdem leben die beiden in einem geschwisterlichen Verhältnis zueinander in einer Containersiedlung in Nirnurta. Als beständiger und zuverlässiger Charakter versucht Reev seine „Schwester“ zu beschützen wo es ihm möglich ist.

Avan ist Kais bester Freund. Er arbeitet in einem Lebensmittelladen. Wenn Kai ihn besuchen kommt, steckt er ihr gerne heimlich ein wenig Obst, ein Brot oder andere Lebensmittel kostenlos in ihre Einkaufstüte. Avan hat sehr unter seinem Vater zu leiden, der ihn lange Zeit misshandelt hat.


Welt:

Mir schien es so, als wenn die Autorin ein sehr großes Augenmerk auf die Erschaffung ihrer Welt gelegt hat. Sehr ausführlich und kreativ schildert sie, wie Kai in einer recht heruntergekommenen Ecke von Ninurta zusammen mit ihrem Bruder in einer Containersiedlung – genannt das Labyrinth – lebt. Den Lebensunterhalt verdient sich Kai mit einem Job als Briefträgerin. Hiermit verdient sie sich Punkte, mit denen man in Ninurta Dienstleistungen und Waren erwerben kann. Auf dem Weg zu der Arbeitsstelle ihres Bruders Reev, der als Türsteher in einem Bordell arbeitet, begegnet man dreckigen Ecken, in denen Plakate für Undergroundclubs und das Vergnügungsviertel werben. Überfälle sind an der Tagesordnung.

Die Stadt Ninurta wird von dem Herrscher Ninu regiert. Um die besten Kämpfer für sich zu gewinnen, lässt er Kadetten in Duellen gegeneinander antreten. Unter den Gewinnern trifft er seine Wahl.

In Ninurta gibt es ein sehr gängiges Fortbewegungsmittel. Wer Geld hat, leistet sich ein Grautier. Dieses mechanische Reittier wird mit Hilfe eines Energiesteins in der Brust betrieben. Ein Grautier kann die Form eines Pferdes, eines Hirsches oder gar eines Mischlings aus Bär oder Hund haben. Es gibt sie in allen erdenklichen Varianten. Ihr Körper besteht aus Metallplatten.

Außerhalb von Ninurta gibt es noch ein wenig Vegetation. Dann jedoch fängt das Nichts an. Hier leben gefährliche Gargoyles. Nach einem Krieg ist die Welt weitestgehend zerstört worden. Die Einwohner der Stadt glauben nicht daran, dass es außerhalb ihrer Stadtmauern noch weitere Bewohner gibt.


Schreibstil:

Lori M. Lee baut ihre Welt gemächlich und mit sehr kreativen Ideen auf. Mit bildlichem Beschreibungen zieht sie ihren Leser in die Geschichte.

Leseprobe aus dem Buch: Auf dem Laternenpfahl, der sich wie ein umgedrehtes L über die Brücke streckte, kauerte ein Gargoyle. Sein langer Körper lag zusammengerollt über der kaputten Lampe, die von Nebelfingern umwabert wurde. Der Gargoyle bobachtete uns aus weit geöffneten ausdruckslosen Augen, während seine Krallen langsam über den rostigen Untergrund kratzten.

Was mir jedoch über die Seiten des Buches hinweg fehlte, war Spannung und ein wenig mehr Charaktertiefe. So blieb gerade Avan für mich trotz einer guten Darstellung seines äußeren Erscheinungsbildes farblos. Ihm fehlten die Ecken und Kanten. Auf Kais Aussagen und auch seine Umgebung reagierte er stets angepasst und korrekt. Die Zuneigung, die Kai für ihren Freund empfand, sprang auf mich nur schwer über, während mir z.B. G-10 in einem relativ kürzeren Auftritt durch ein dominanteres Auftreten sehr viel realer erschien.
Auch die spannenden Momente, die ich mir spätestens bei dem Zusammentreffen mit den Gargoyles gewünscht hätte, packten mich nicht so, dass ich wirklich um die Charaktere bangen musste.

Gegen Ende des Buches hin entfaltet die Geschichte dann alles, was zuvor fehlte. Die Charaktere werden in die Enge getrieben und müssen kämpfen, Fragen werden aufgeworfen und auch Avan gewinnt an Format.


Fazit:


Das Buch „Die Fäden der Zeit“ konnte mich von Anfang an durch einen sehr interessanten Weltenaufbau und kreative Ideen der Autorin beeindrucken. Über die ersten Seiten hinweg hätte ich mir mehr Spannung und gerade bei Kais bestem Freund Avan etwas mehr Charaktertiefe gewünscht. Interessante Nebencharaktere, die Tatsache, dass es sich um Band 1 einer Reihe handelte und ein sehr fulminantes Ende lassen diese Schwachstellen im Mittelteil jedoch schnell vergessen. Am Ende des Buches war ich in der Geschichte angekommen und wollte nun natürlich wissen, wie es mit den Charakteren und der Geschichte weitergeht.




Ich danke dem Verlag Blanvalet und dem Blogger-Portal recht herzlich für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.





Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Dienstag, 21. Juli 2015

Und was gibt's dazu?

Die Fäden der Zeit und Gurken-Salat-Sandwich





Am nächsten Morgen wartete auf der Arbeitsfläche der Küche ein Sandwich auf mich. Reev hatte es für mich vor dem Schlafengehen gemacht und „Iss nur mit einem Lächeln!“ auf das Einwickelpapier geschrieben.

Buchzitat S. 31

Kai lebt in dem Labyrinth, einer Wohnsiedlung bestehend aus Frachtcontainern. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit einem Job als Briefträgerin. Das Geld reicht kaum zum Überleben, Lebensmittel sind knapp. Umso liebenswürdiger wirkt die Geste ihres Bruders Reev, der Kai jeden Morgen, wenn er von der Arbeit heim kommt, noch ein Frühstück zubereitet und mit einer netten Botschaft verziert. Erst dann geht er zu Bett.

Kai isst an diesem Morgen ein paar Bissen und packt den Rest wieder ein. So kommt es, dass dieses Sandwich später noch eine wichtige Rolle spielen wird. Als Reev eines Morgens spurlos verschwindet und Kai die Suche nach ihrem Bruder aufnimmt, steckt sie das belegte Brot als Wegproviant ein.

Hier erfahrt ihr, wie ihr ein super-leckeres Gurken-Salat-Sandwich für die lange Reise mit Kai durch das Nichts zubereiten könnt.


Was braucht man dafür?

Toastbrotscheiben
Gurke in Scheiben geschnitten
Feldsalat oder Spinatblätter
Frischkäse (ich nehme immer gerne den Joghurtfrischkäse von Philadelphia)
1 Avocado in Scheiben geschnitten
Salz und Pfeffer
evtl. Petersilie und Schnittlauch
Oliven
Zahnstocher


Was mache ich damit?

Zwei Toastbrotscheiben mit Frischkäse bestreichen. Dann Gurken- und Avocadoscheiben auf einer Hälfte verteilen. Ein paar Salat- oder Spinatblätter, Schnittlauch und Petersilie darüber geben und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Nun die zweite Toasthälfte drauflegen und einmal quer durchschneiden.
Wenn ihr wollt könnt ihr jetzt eine auf einen Zahnstocher aufgespießte Olive in die Sandwichhälfte stecken.

Zu guter Letzt: Das Sandwich in eine Tüte packen, eine liebe Botschaft drauf schreiben und mit dem Buch auf den kuscheligen Leseplatz zurückziehen.
Wenn der Hunger kommt, dann einfach auspacken und genießen :)