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Donnerstag, 29. Dezember 2016

Durchgelesen

Rezension zu Die Magie der Namen von Nicole Gozdek


Verlag: ivi (Piper) Seitenzahl: 368 Seiten
Format: Hardcover
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-492-70387-1
Altersempfehlung des Verlages: 12 bis 17 Jahre
Band 1










Aufmachung:

Eine Karte im hinteren und vorderen Buchdeckel stellt die Welt von Mirobortas vor. Weiterhin befindet sich im hinteren Teil des Buches ein Namensverzeichnis, eine Auflistung der einzelnen Dynastien sowie der Adelstitel.

Die einzelnen Kapitel werden mit kleinen Zitaten aus den Lehrbüchern begonnen. Diese kleinen Textausschnitte stimmen bereits frühzeitig auf die kommende Geschichte ein.


Inhalt:

In Mirobortas erhalten Babys nach der Geburt eine Nummer zugeteilt. Es ist strengstens verboten sie eigenständig mit einem Namen zu versehen. Sehr früh werden sie von ihren Eltern getrennt. Die Heranwachsenden werden auf einer Schule bis zum Tag der Namensgebung großgezogen.

Nummer 19 ist solch ein Schüler. Gespannt wartet er auf diesen besonderen Tag, der alle viertel Jahre immer dann stattfindet, wenn ein Namensgeber im Dorf zugegen ist. Endlich soll er seinen eigenen Namen erfahren, der ihm Auskunft über seinen Stand in der Gesellschaft über seinen Werdegang liefern wird. Wird er vielleicht ein Söldner werden oder wird er zukünftig den Beruf eines Bibliothekars ausüben?

Mit vielem hat Nummer 19 gerechnet, vielleicht sogar ein wenig damit, dass er einem niederen Stand zugeteilt wird. Nicht jedoch damit, dass sein Name weder die übliche Namensmagie freisetzt, noch irgendwem etwas sagt. Tirasan Passario scheint unbedeutend und gar ohne irgendwelchen Fähigkeiten ausgestattet worden zu sein. So macht Tir sich auf die Suche nach der Vergangenheit seines Namens. Begleitet wird er von seinen ehemaligen Mitschülern, mit denen er zu Zeiten als Nummer nicht viel zu tun hatte. Ein spannendes Abenteuer beginnt.



Wichtigste Charaktere:

Tirasan Passario ist klein, eher schwächlich, kurzsichtig und optisch eher unauffällig. Er liest sehr gerne und mag keinen Sport. Auf der Schule hat er kaum Freunde. Mit der Namensgebung verändert sich jedoch einiges. Rustan hat sich in den Kopf gesetzt als Leibwächter Tirasan zu beschützen und auf der Suche nach der Bedeutung seines Namens zu begleiten.

Baro ist Rustans engster Freund auf der Schule der Nummern. Nach der Namensgebung entschließt Rustan sich Tirasan nicht mehr von der Seite zu weichen. Das verwirrt Baro. Doch er möchte seinen Freund nicht verlieren und schließt sich somit der kleinen Gruppe von Abenteurern an. Als Nummer hat Baro gerne andere Mitschüler geärgert. Als Name ist er hochnäsig und fühlt sich anderen weiterhin überlegen.

Rustan hat ein großes Herz. Als Leibwächter ist es seine Pflicht, dem ausgesprochenen Eid nachzukommen, in dem er geschworen hat Tirasan Schutz zu bieten. Er ist absolut loyal

Allira erhält nach der Namensgebung die Bestimmung als Sängerin zugeteilt. Sie ist in der Lage mit ihrer Stimme die Zuhörer um sich herum zu verzaubern. Allerdings benötigt das Mädchen diese Aufmerksamkeit dringend. Steht sie nicht im Mittelpunkt, so fühlt sie sich minderwertig.

Nelia ist nach der Namensgebung zu einer Magierin geworden. Ihre Fähigkeiten sind im Kampf eine sehr große und wichtige Hilfe.



Welt:

In Mirabortas erhalten Kinder früh nach der Geburt eine Nummer zugewiesen. Bis zum Tage ihrer Namensgebung dürfen sie nicht anders angesprochen werden. Die vorzeitige Vergabe eines Namens oder einer anderen Anrede wird hart bestraft.

Am Tage der Namensgebung erhält eine Nummer den Namen der fortan das Leben des Trägers bestimmt sowie ein Wappen ausgehändigt, welches ihn einer Dynastie, der er nun zugehörig sein wird, zuordnet. Der Nachname ist es, der einer bestimmten Berufsgruppe entspricht. So bedeutet Hero zum Beispiel Jurist oder Ellubis Bibliotheksassistent. Auch haben Vor- und Nachname eine gewisse Geschichte. Mit der Verkündung des Namens wird eine Magie freigesetzt, die das Äußere und auch das Innere eines jeden Trägers verändert. Der Träger wird zu einer ähnlichen Version des damaligen Namensträgers.

Aber auch die Anzahl der verkündeten Namen hat eine Bedeutung. Besteht ein Name zum Beispiel aus zwei Namensteilen, so erhält der Träger eine wichtige Stellung in der Gesellschaft. Ein Namensträger, dessen Name aus fünf Bezeichnungen besteht, hat hingegen kein Eigentum, keinen Beruf und muss sehen, wie er im Leben zurecht kommt.

Erst mit der Erteilung des Namens erhält man das Recht die Schule zu verlassen und die Stadt zu besuchen. Man kann gehen, wann und wohin man will, darf sich verlieben, wenn einem der Sinn danach steht.



Schreibstil:

Diese Geschichte lebt besonders von dem interessanten Weltenentwurf. Gerade auf den ersten Seiten ist es sehr interessant diese Welt und die Charaktere zu erkunden.
Sodann begibt man sich mit Tir und seinen Begleitern auf eine spannende Reise, die dadurch bestimmt wird, dass Tir versucht, die Herkunft seines Namens herauszufinden. Der Junge ist dabei gerade anfangs sehr frustriert, weil seine ehemaligen Mitschüler, ganz im Gegensatz zu ihm, bereits wissen, wohin ihr Weg sie ungefähr führen wird.

Doch gerade die Frage, welcher Dynastie Tir denn nun angehört, wer er überhaupt jetzt ist, macht die Geschichte auch so spannend. Selbst das Wappen, welches jeder Schüler bei der Namensgebung ausgehändigt bekommt, scheint mit einem schlichten langweiligen Kreis unbekannt zu sein.

Es ist spannend zu beobachten, wie Tir neue Freunde findet und wie diese sich weiterentwickeln. Hierbei liegt das Augenmerk jedoch eher auf Baro und Rustan. Die Gruppe wird außerdem noch durch Allira und Nelia vervollständigt. Während die männlichen Gefährten mit ihren Eigenschaften gut ausgearbeitet wurden, bleiben die weiblichen Begleiter hier eher blass und im Hintergrund zurück.

Sehr oft wird der Leser in diesem Buch mit den einzelnen Berufsbezeichnungen konfrontiert. Um den Bezug zur Geschichte nicht zu verlieren, wird man hier sehr häufig auf das Namensverzeichnis im hinteren Teil des Buches zurückgreifen müssen. Dieses Nachlesen reißt einen jedoch auch immer wieder aus der Geschichte heraus. Hier muss der Leser für sich entscheiden, ob es ihm an der Stelle egal ist, ob zum Beispiel ein Wabloo seinen Weg kreuzt oder ein Nateri die Helden anspricht.



Fazit:

Die Magie der Namen strotz nur so vor Ideen und Verrücktheiten. Es ist ein Gewinn in die fantasievolle und dabei lehrreiche Welt eintauchen. Auch der Protagonist Tir wirkt mit Ecken und Kanten authentisch. Auf den Leser wartet hier gemeinsam mit Tir und seinen Freunden ein spannendes Abenteuer mit dem Ziel die Herkunft seines Namens zu erfahren und plötzlich auftauchenden Widersachern entgegenzutreten.

Ein gut ausgearbeiteter Fantasyroman, der gewiss auch jüngeren Lesern gut gefallen wird.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Charaktere:






Weltenaufbau: 






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:



Dienstag, 27. Dezember 2016

Und was gibt’s dazu?

Die Magie der Namen von Nicole Gozdek und dazu selbstgemachten Vanillepudding


Nummer 19 verbringt die Tage bis zu seiner Namensgebung auf einer Schule gemeinsam mit anderen Nummern. Dieser besondere Tag steht kurz bevor, an dem die Jugendlichen zum einen erfahren werden, welcher Berufsgruppe sie fortan zugehörig sind, zum anderen wird ihnen mit dem neuen Namen auch der gesellschaftliche Stand zugeordnet.

Wenn man einen Namen hat, so setzt sich eine Magie frei, die den Körper und auch das Wesen des Trägers verändert. Der Namensträger wird ab diesem Zeitpunkt erwachsen. Er ist für seinen Unterhalt selbst verantwortlich, darf aber auch ab diesem Zeitpunkt gehen wohin er möchte und sich auch verlieben, wenn ihm der Sinn danach steht.

Nummer 19 ist also sehr aufgeregt als er endlich seinen Namen erhält. Umso größer ist jedoch die Enttäuschung, als sich die Magie bei ihm nicht einstellt. Niemand kennt Tirasan Passario, was sehr ungewöhnlich ist, denn Namen, die aus zwei Wörtern bestehen, sind eigentlich recht bekannt. Sie gehören namhaften Helden aus vergangenen Tagen. Auch das Wappen, welches Tirasan erhält ist gänzlich unbekannt. Wer ist er und wie soll er herausfinden, welche Fähigkeit ihm helfen wird, um in Zukunft zu Geld zu gelangen?

Tir beschließt sich auf eine Suche nach seiner Herkunft zu begeben. Etwas frustriert von dem vergangenen Tag und kurz vor dem Aufbruch gönnt er sich noch ein letztes Frühstück in der Schule. Dort sind die Streitereien der jüngeren Mitschüler - der Nummern, die noch nicht über ihre Zukunft nachdenken müssen - in vollem Gange. Bei dem Gerangel zerbricht eine Schale mit Pudding. Der Lehrer verhängt die Strafe: Eine Woche lang keinen Nachtisch. Eine sehr harte Strafe für die beiden Streithähne. Aber das ist noch nicht das Schlimmste, denn einer der Jungen hat dem anderen „Bauerntrampel“ genannt. Keine Nummer darf jemals mit einem Namen, auch nicht mit einem „Spitznamen“ angesprochen werden. Dieses Verhalten wird mit harten Strafen sanktioniert.

Damit ihr während der Geschichte nicht ohne Pudding sein müsst, empfehle ich euch an dieser Stelle ein Rezept für einen köstlichen Vanillepudding, den man perfekt zu dem Buch genießen kann.

Was braucht man dafür?

2 Tassen Milch
1 Vanilleschote
2 gestrichene Esslöffel selbstgemachten Vanillezucker*
2 leicht gehäufte Esslöffel Speisestärke
3 Eigelb




Und was macht man damit?

Schneide die Vanilleschote mit einem spitzen Messer längs einmal auf und kratze mit der Messerrückseite das Mark heraus. Gib das Vanillemark zusammen mit der Milch und dem Vanillezucker in einen Kochtopf. Koche die Vanillemilch auf.

Währenddessen kannst du das Eigelb mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe etwa 3 Minuten gut cremig aufschlagen.

Gib die Speisestärke zusammen mit ein wenig Milch in eine kleine Schale und verrühre beides gut. (So hast du nachher keine Klümpchen in deinem Pudding)

Gib nun das Eigelb und die Speisestärke unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen in den Topf zu der Vanillemilch.

Abkühlen lassen. Fertig :o)))


*Tipp: Die ausgekratzte Vanilleschote kannst du einmal hälftig durchschneiden und dann in ein ausgewaschenes Marmeladenglas geben. Fülle das Glas nun mit Zucker auf und lasse alles ein paar Tage durchziehen. Jetzt hast du stets selbstgemachten Vanillezucker zur Hand.


Meine Frage zum Rezept:
Esst ihr auch so gerne Vanillepudding wie ich oder mögt ihr viel lieber eine andere Sorte? Verratet mir doch, welches euer Lieblingspudding ist.

Meine Frage zum Buch:
In „Magie der Namen“ kann man mit dem Namen zum Beispiel zu einem Sänger mit einer gnadenlos guten Stimme, zu einem fähigen Leibwächter oder zu einem Händler werden, der genau weiß, wie man feilscht und zu Geld gelangt.
Wenn euch der Namenstag kurz bevorstehen würde. Welche Fähigkeit würdet ihr euch dann wohl wünschen?