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Montag, 15. Juni 2015

Durchgelesen

Rezension Fool on the Hill von Matt Ruff



 



Verlag: dtv

Seitenzahl: 576 Seiten

Format: Taschenbuch

Preis: 9,95 Euro

ISBN: ISBN 978-3-423-20749-2










Inhalt:

In diesem Buch geht es um einen Schriftsteller, der über einen Schriftsteller schreibt, der wiederum versucht seiner erlebten Geschichten Herr zu werden. Es geht also um das Leben als Schriftsteller, um das Leben und das Sterben, es geht um Himmel und Hölle, um das Schicksal, um den Krieg zwischen Rassehunden und Mischlingen; es geht um Kobolde und Ratten, um Boehemier, die auf Pferden reiten und um das wichtigste Thema: Die Liebe. Fool on the Hill ist ein Buch über viele unterschiedliche Charaktere, die ihren Weg zu der Cornell University auf dem Hügel antreten; hier erleben sie ihre Geschichten, verlieben sich und sehen sich letztlich allesamt einem Ungeheuer gegenüber, welches unbarmherzig seine Opfer fordert.



Die Charaktere:

In Fool on the Hill kommen und gehen ständig neue und alte Charaktere. Als Hilfe hat Matt Ruff seinen Lesern jedoch ein Verzeichnis der Hauptpersonen auf den ersten zwei Seiten seines gut fünfhundertsiebzig Seiten starken Buches zur Verfügung gestellt.

Auch nur die wichtigsten hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Dieses Buch lebt von vielen kleinen Geschichten, die versuchen zu einer einzigen großen zusammenzufinden. Luther, der Hund, der versucht den Himmel zu finden, erhält dabei, wie George, der Geschichtenerzähler, der auf der ständigen Suche, nach der Liebe und dem Sinn des Lebens unterwegs ist, ebenso einen wichtigen Part, wie jeder einzelne der Koboldbagage oder Kalliope, die magische Schönheit, die einen ganz wesentlichen Eingriff in George Leben vornimmt, damit dieser seine wahre Liebe Aurora finden kann.



Schreibstil:

Fool on the Hill wimmelt nur so von verrückten Charakteren, verrückten Ideen und einem verrückten Handlungsstrang.

Während des Lesens fragte ich mich oft: Wo will Matt Ruff mit seinem Roman hin?

Der Autor schreibt über einen Schriftsteller namens Mr. Sunshine, der wiederum eine Geschichte über einen Schriftsteller namens Stephen Titus George schreibt und dieser wiederum ist ebenfalls Geschichtenerzähler.
Auf vielen Seiten deutet sich an, dass Fool on the Hill dem Leser näherbringen will, wie ein Schriftsteller denkt. Zugleich wird aber auch eine eigene Geschichte präsentiert, die aus den Gedanken eines solchen hervorgegangen ist.

Mr. Sunshine merkt stellenweise, wie seine Charaktere ein Eigenleben entwickeln. Wenn dem wieder so ist, dürfen diese bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, welchen Lauf ihre Geschichte nehmen wird, bis Mr. Sunshine letztlich wieder selbst versucht (manchmal mehr schlecht als recht), die Kontrolle über sein Werk zu gewinnen.

Auch George berichtet anfangs einem Bernhardiner von seinem Leben als Geschichtenerzähler. So sagt er an einer Stelle (Buchzitat): „In einem Buch oder einer Erzählung brauche ich nur einen einzigen Satz zu schreiben, und schon weht der Wind. Und jetzt stell dir mal eine Welt vor, das wirkliche Leben, das ist doch auch nur eine Geschichte ...“

Die Frage, welchen roten Faden Matt Ruff in seinem Roman verfolgt, kann somit durch die Augen seiner Charaktere Mr. Sunshine aber auch George, geklärt werden, die letztlich vielleicht so etwas wie Matt Ruffs Alter Ego darstellen mögen: Eine Abhandlung über das Sein als Schriftsteller.
Der weiteren Handlungsstränge bauen sich dann ganz einfach auf: Alle Protagonisten suchen ihre Liebe (sei es in Form eines verstorbenen Vaters oder doch der einer Frau an ihrer Seite), alle werden sie von einem versehentlich befreiten Monster angegriffen und alle versuchen sie es zu besiegen.

Sätze wie dieser (Buchzitat) „auf der Corn Street verfolgen zwei Polizeibeamte gerade ein abtrünniges Schwein; ehemals als Familienmüllschlucker in einem nahe gelegenen Haus tätig, beschloss das Borstentier, sich als Freiberufler zu versuchen“, zeugen davon, wie gut Matt Ruff mit Worten umzugehen weiß. Seine Sätze sind wohlgeformt, fantastisch und versprühen einen ganz eigenen Humor.


Fazit:

„Fool on the Hill“ ist eine Geschichte wie das Leben selbst: Voller Höhen und Tiefen. Die Charaktere sind allesamt „ein wenig anders“; der Handlungsstrang teilweise etwas wirr, bis man ihn vielleicht auf mehreren Ebenen begreift und so akzeptiert. Matt Ruffs Sätze sprühen nur so von fantastischem Feingeist.
Wenn ich diesen Roman in drei Worte verpacken müsste, dann wäre es wohl: Skurril, verrückt und abgefahren.



Kurzgefasst:


Spannung/Action:




 

Liebe: 






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:





 
Im Gesamtpaket: 



Samstag, 13. Juni 2015

Und was gibt's dazu?

Fool on the Hill und Tequila Sunset


Zu Weihnachten habe ich von meinem Mann Fool on the Hill geschenkt bekommen. Dieses Buch lag lange auf meinem Nachttisch und hat geduldig darauf gewartet, erwählt zu werden. Nun ist es also soweit.

Nach über dreihundert Seiten kann ich mit Recht sagen: Ein sehr abgefahrenes Werk. Hier trifft man auf Schriftsteller, die versuchen eine Geschichte zu formen, die irgendwie immer wieder ein Eigenleben entfaltet; man lernt einen Hund kennen, der zusammen mit seinem besten Freund, einem Straßenkater, den Himmel zu finden sucht und trinkt mit den Bohemiern Tequila Sunset. Der Buchdeckel spricht nicht umsonst von einer Mischung aus Liebesromanze und Sommernachtstraum. Doch Fool on the Hill ist soviel mehr ...

Wenn du nun sagst: Das hört sich spannend an. Ganz überzeugt bin ich aber noch nicht. - Keine Sorge. In wenigen Tagen werde ich das Buch nochmal genauer in einer Rezension vorstellen.

Nun allerdings erst mal die große Frage:

Und was gibt’s dazu?

Natürlich muss man zu diesem Buch einen original Tequila-Sunset genießen!
Hier findest du das Rezept dazu.



Tequila Sunset






Was brauche ich dafür?

3 cl weißen Tequila
12 cl frisch gepressten Orangensaft
1 cl Zitronensaft
1 cl Brandy
3 – 5 Eiswürfel
ggf. Tiefkühlhimbeeren






 

Und was mache ich damit?

Für den „original“ Tequila Sunset gibst du alle Zutaten (bis auf die Himbeeren) in einen Cocktailshaker. Schüttele alles kräftig durch.

Dann füllst du den Inhalt in ein hübsches Longdrinkglas. Steck einen Strohhalm rein und verziere das Ganze noch mit einer Zitronen- oder Limettenscheibe am Rand.
Schon fertig :o)

Jetzt brauchst du dir nur noch dein Buch zu schnappen und loszulesen.


Tipp:
Wenn du den Drink noch ein wenig abwandeln möchtest, dann schütte zum Schluss noch ein paar Tiefkühlhimbeeren oben drauf. Das sieht nicht nur gut aus sondern es schmeckt auch absolut köstlich, wenn sie zusammen mit dem Sunset durch den Strohhalm flutschen.