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Donnerstag, 30. März 2017

Durchgelesen

Rezension zu Türkisgrüner Winter von Carina Bartsch



Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 464
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-499-22791-2
Band 2











Inhalt:

Emely kann nicht verstehen, dass sich Elyas plötzlich ohne jede Erklärung von ihr fernhält. Als wäre das nicht schon schlimm genug, teilt Luca mit, dass er das anstehende Treffen erst einmal absagen muss. Auch werden E-mails unter dem Vorwand, Luca habe derzeit viel Stress, weniger.
Gerade Elyas Verhalten verunsichert Emely. Sie überlegt ihn anzusprechen und traut es sich dann, aus Angst vor einer Abfuhr, doch nicht. Bald stellt sich heraus, dass es gute Gründe für Elyas Handeln gibt.



Schreibstil:

Auch in dieser Fortsetzung von Kirschroter Sommer legt die Autorin wieder den Fokus auf die Liebesgeschichte. Wieder verfolgt man als Leser das Hin und Her zwischen den Protagonisten. Während im ersten Teil die feurigen Dialoge Schwung und Esprit verspürten, findet man in der Fortsetzung nur recht selten solche Wortwechsel. Vielmehr versuchen die Protagonisten zueinanderzufinden, trauen sich aber nicht, aus Angst vor einer Abfuhr. Emely wünscht sich ihren alten Elyas zurück. Den, der um keinen Spruch verlegen war und ihr ständig auf die Nerven ging. Mit Recht: Denn auch, als Elyas und Emely wieder Kontakt knüpfen, fehlte der gewisse Biss.

Lustig und unterhaltsam wird es, als Emely sich betrinkt. Sie wirkt geradezu niedlich, sagt, was sie denkt. Vielleicht nervt sie mit ihrem Verhalten Elyas. Den Leser aber ganz bestimmt nicht, zumal sie etwas Schwung in die Handlung bringt, die gelegentlich ein klein wenig lahmt. Erst ab etwa Seite 300 kommt noch ein weiterer Nebenplot hinzu, der zwar für ein wenig Spannung sorgt, aber auch nicht zur Genüge zu fesseln weiß. Es fehlte dem Roman an einem straffen roten Faden. Seitenlang liest man etwas über die Playlist, die Elyas Emely zukommen lässt, zum Ende hin sorgt ein langer Flashback für eine Aufklärung der Ereignisse.

Charaktere aus Band 1 tauchen auch wieder in der Fortsetzung auf. Viele Namen werden hier eingebaut, ohne eine Hilfestellung für den Leser zu geben. So sollte man noch wissen, wer Eva, Jessica oder Nicolas doch gleich waren. Es bietet sich also an, Band 2 direkt im Anschluss an den Vorgänger zu lesen.

Natürlich spielt auch Alex wieder eine Rolle in der Geschichte. Jedoch verhält sie sich nicht immer so, wie man es von einer besten Freundin erwarten würde. Wieder stellt sie Modethemen, Frauendinge und ihre Liebesbeziehung in den Vordergrund, redet in endlosen Monologen mit Emely und bekommt so kaum mit, dass diese einige Probleme plagen. Umso unverständlicher wirkt die Szene, als sie schließlich wütend wird, weil sie mutmaßt, dass zwischen Emely und Elyas etwas vor sich geht und ihr keiner etwas davon erzählt hat.



Fazit:

Türkisgrüner Winter und sein Vorgänger Kirschroter Sommer beziehen sich in erster Linie auf das Hin und Her zwischen den Charakteren.
Türkisgrüner Winter hat seinen Vorgänger nicht übertroffen. Es wird ein schnell langweilig werdendes Personen- und Ereignisgestöber ausgebreitet. Auch stilistisch liegt der Roman unter dem Niveau seines Vorgängers.
Reichte die Grundidee der Handlung noch für Band 1, so scheitert sie weitere ca. 460 Seiten mit Spannung zu füllen. Die harten und lakonischen Dialoge, mit denen der Vorgänger besticht, sind hier selten.
Empfand ich Emelys beste Freundin Alex im ersten Band noch als speziell, war sie mir in der Fortsetzung ein wenig unsympatisch.
Leider wusste mich Türkisgrüner Winter im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht zu überzeugen.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Donnerstag, 1. Dezember 2016

Durchgelesen

Rezension zu Kirschroter Sommer von Carina Bartsch



Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 512 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 978-3-499-22784-4
Band 1











Inhalt:

Emely ist überglücklich, als ihre beste Freundin Alex nach Berlin zieht, um dort ihren neuen Studienplatz für Modedesign anzutreten. Viel zu lange haben sich die beiden nicht mehr gesehen und viel zu sehr hat Emely ihre Freundin vermisst.
Lediglich einen Haken hat dieses Wiedersehen: Alex wird in die Wohnung ihres Bruders Elyas ziehen. Es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, dass Emely mit den Besuchen ihrer besten Freundin auch den Jungen wiedersehen wird, der ihr einst das Herz gebrochen hat.

Während Emely eine psychologische Distanz aufgebaut hat und alles tun wird, um sich Elyas vom Pelz zu halten, hat dieser ganz andere Pläne. Immer wieder sucht er Emelys Aufmerksamkeit, macht ihr Avancen und zieht ihre distanzierte Art ins Lächerliche. Er scheint Emely partout nicht ernst zu nehmen. Gibt es denn nur Jungen auf dieser Welt, die nerven?

Emely wird schnell eines besseren belehrt, als sie von einem Fremden eine Email im Posteingang vorfindet. Sie gerät bald in einen regen Wortwechsel und stellt fest, dass Luca, so sein Name, charmant, romantisch und nahezu perfekt wirkt. So ganz anders als Elyas, der ihr mittlerweile viel zu oft nicht mehr aus dem Sinn gehen will.



Wichtigste Charaktere:

Emely gelingt es nicht pünktlich zu sein. Auf Treffen und Partys ist sie es, die über etwas stolpert und in eine Peinlichkeit nach der anderen gerät. Emelys angeborener Humor hilft ihr dabei mit erhobenem Kopf einen Ausweg aus unangenehmen Situationen zu finden.

Elyas hat es sich in den Kopf gesetzt Emely in jeder freien Minute zu beobachten, ihr Avancen zu machen und sie zu necken. Er lässt nicht locker: Er möchte dieses Mädchen für sich gewinnen. Doch nur fürs Bett oder ist da noch mehr?

Alex ist Emelys quirlige beste Freundin. Sie interessiert sich für schöne Klamotten, Jungs und Klatsch und Tratsch. Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde, denkt Emely oft. Das Mädchen ist ein wenig anstrengend, aber dennoch unglaublich liebenswert. Man kann ihr keine Sekunde lang böse sein, auch wenn sie mit kleinen Tricks gerne einmal ihren Willen durchsetzt.

Luca hat Emely gesehen und seitdem möchte er dieses Mädchen näher kennenlernen. Über die Universität hat er Emelys E-Mail-Adresse herausgefunden und den ersten Schritt gewagt. In seinen Texten trifft er stets den richtigen Ton. Luca ist so feinfühlig und romantisch, - so ganz anders als Elyas.



Schreibstil:

Die Charaktere in Kirschroter Sommer sind unglaublich gut gezeichnet. Mit ihren Ecken und Kanten wirken sie allesamt sehr liebenswert.

Emely, die sich stets vom Leben bestraft fühlt, wirkt auf ihre Umwelt und natürlich auch auf den Leser stets belustigend. Sie hat immer den passenden Spruch parat und lässt sich nichts bieten.

Elyas war ihre erste Liebe, die ihr frühzeitig das erste Mal das Herz gebrochen hat und dafür verantwortlich zeichnet, dass sie lieber Dauersingle ist, als erneut Gefühle zuzulassen. Doch Elyas ist es auch, der nun in einer unglaublichen Hartnäckigkeit um Emely kämpft. Emelys stete Zurückweisungen scheinen ihn nicht im Ansatz zu stören. Ganz im Gegenteil: Sie amüsieren ihn sogar noch. Gekonnt bietet er ihr Parole und findet stets neue Wege, um sie zu provozieren.

Dieses wiederkehrende Motiv wird nie langweilig. Es ist immer Abwechslung darin.
Man will immer weiter Zeuge dieser Dialoge werden. Elyas und Emely beißen sich gegenseitig an. Gerade Emely ist unglaublich schlagfertig. Auch wenn Elyas in Kombination mit ihrer quirligen Freundin Alex das Mädchen oft zur Weißglut treibt, so hat sie immer einen Spruch parat, der ihr über die Peinlichkeiten und Probleme der jeweiligen Situation hinweghelfen. Und seien wir doch mal ehrlich: Wir wollen doch, dass Elyas ein Stück näher an Emely heranrückt und ihr den Arm um die Schulter legt, obwohl sie die Krallen ausfährt.

Neben der Frage, ob es Elyas gelingt Emely für sich zu erobern, werden kaum weitere Handlungsstränge geöffnet. Hier gibt es noch den charmanten und romantischen Email-Schreiber Luca, den Emely schnell zum perfekten Partner stilisiert hat. Doch trauen sich beide nicht die Beziehung über den Briefwechsel hinaus zu intensivieren. Wohl aus Angst, dass ein reales Treffen irgendeine Enttäuschung nach sich ziehen könnte.



Fazit:

Kirschroter Sommer ist ein Buch, das ans Herz geht. Die zynische Protagonistin wirkt mit ihrer tolpatschigen und etwas burschikosen Art schnell ebenso sympathisch wie der hartnäckige Elyas, der stets einen würdiger Gegner für Emely darbietet. Mit Humor und viel Liebe zu den Charakteren gelingt es Carina Bartsch im Verlauf des Buches selbst Randcharaktere sehr lebendig werden zu lassen.

Das Buch ist von hintergründigem Humor und sehr zynisch. Es ist überzeichnet, aber mit Niveau geschrieben. Der Humor, der sich über fünfhundert Buchseiten hält und eine Liebesgeschichte, die zu Herzen geht, trösten über einen lockeren und teilweise vorhersehbaren Handlungsstrang schnell hinweg.

Suchtgefahr!



Buchzitate:

Wieder lachte er leise, was mich langsam frustrierte. Egal, wie gemein ich zu im war, er lachte. Konnte er nicht einmal etwas persönlich nehmen?

Das, was er da mit seinen Augen tat, hatte die Grenze zum normalen Anschauen längst überschritten. Elyas sah mich nicht einfach nur an – Elyas blickfickte mich! Und ich sollte ihn verdammt noch mal anzeigen deswegen!



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:

 


Dienstag, 29. November 2016

Und was gibts dazu?

Kirschroter Sommer von Carina Bartsch und dazu Erdbeer-Margarita


Emely ist begeistert, als ihre beste Freundin zu ihr nach Berlin zieht, um dort das Modestudium zu beginnen. Nur leider ist diese Freude von kurzer Dauer, als Emely erfährt, dass Alex sich eine Wohnung mit ihrem Bruder Elyas teilen wird. Elyas war Emelys erste große Liebe. Er hat ihr einst das Herz gebrochen.

Als Emely ihrer Freundin beim Umzug hilft, trifft sie das erste Mal auf deren Bruder. Elyas coole und arrogante Art treibt Emely bald ihn den Wahnsinn. Mit zynischen Sprüchen zeigt sie ihm sehr deutlich, dass sie keinen weiteren Kontakt wünscht. Doch Elyas lässt sich nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil: Er scheint gewillt Emelys Herz für sich zurückzugewinnen.

Wenn Emely sich eigentlich nur mit ihrer Freundin Alex treffen will, dann erscheint schon bald Elyas auf der Bildfläche.

Doch Elyas ist nicht der einzige Junge, der Gefallen an Emely gefunden zu haben scheint. Nach einem kleinen Einkaufsbummel trifft Emely den smarten Domenic. Einen Freund aus Elyas Clique. Er fragt das Mädchen, ob sie nicht Zeit hätte, mit ihm noch einen kleinen Drink in der nahegelegenen Cocktailbar zu genießen. Emely überlegt einen Moment, lässt sich dann jedoch darauf ein. Dass plötzlich Alex und ihr Bruder nebst Freunden auch dort auftauchen, hätte sie nicht erwartet. Emely ist angenervt. Dabei hatte sie doch gerade ihre köstliche Erdbeer-Margarita genossen.


Elyas, der zwar Domenic, aber leider nicht mich ignorierte, schaffte es mit der Zeit tatsächlich, mir meine leckere Erdbeer-Margarita zu vermiesen. Jedes Mal, wenn ich von dem dickflüssigen Getränk, - das zum größten Teil aus frischen, pürierten Erdbeeren bestand – nippte, blieb er mit seinen Blicken geradezu an meinem Mund kleben.

Buchzitat Seite 200



Zu Kirschroter Sommer empfehle ich euch eine selbstgemachte Erdbeer-Margarita, die ihr ganz in Ruhe zum Buch genießen könnt.

Was brauchst du dafür?
(für zwei Gläser)

14 tiefgekühlte Erdbeeren leicht angetaut
4 cl frisch ausgepressten Orangensaft
4 cl Tequilla
2 cl Rum
4 Teelöffel Rohrzucker


Und was machst du nun damit?

Gib alle Zutaten in einen hohen Mixbecher und nun püriere sie gut mit dem Pürierstab durch. In hübsche Gläser füllen. Fertig :o)


In Kirschroter Sommer spielt auch die Musik eine große Rolle. Ich habe dieses Mal keine Playlist zusammengestellt. Aber ich habe eine Textstelle gefunden, die unglaublich romantisch ist. Ich möchte euch ein kleines Buchzitat dazu vorstellen.


Die gesungenen Worte schienen wie flüssige Seide auf der Melodie zu schwimmen und nur für diesen Moment geschrieben worden zu sein. Jede einzelne Zeile passte so sehr, dass ich Gänsehaupt bekam.

Buchzitat Seite 444

Ich bin mir sicher, dass euch diese Stelle, wenn ihr denn weiterlest, stark berühren wird. Damit ihr noch besser darin abtauchen könnt, habe ich euch das Lied herausgesucht, welches in diesem Moment im Hintergrund spielt.

Es handelt sich um Flames von Vast. Ein unglaublich schönes und romantisches Lied, wie ich finde. 


Kennt ihr dieses Lied? Wie findet ihr es? Stellt euch vor, ihr würdet Abends am Lagerfeuer sitzen. Welches Lied würdet ihr euch für diesen Moment wünschen?

In der Szene, in der Emely ihre Erdbeer-Margarita genießt und dann von Elyas gestört wird, findet der Junge etwas in ihrer Einkaufstasche, was ihr unglaublich peinlich ist. Könnt ihr euch eine Situation vorstellen, in der ihr auch auf keinen Fall wollen würdet, dass jemand euren Einkauf entdeckt?

Als kleine Anekdote kann ich euch an dieser Stelle von meinem letzten Einkaufstrip berichten. Ich wollte unbedingt den Band 4 der After-Reihe von Anna Todd einkaufen. Als ich dann in der Jugendbuchabteilung die Verkäuferin fragte, ob und wo ich denn hier wohl fündig werden würde, da schaute sie mich mit einem bierernsten und sehr nüchternen Blick an, bevor sie antwortete: „In der Erotikabteilung!“ Damit drehte sie sich um und ging. Gut. Hätten wir das auch mal geklärt ;o)))