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Freitag, 21. April 2017

Durchgelesen

Rezension zu Reiseführer Vis-à-Vis Kreta von Barbara Rusch



Seitenzahl: 192 Seiten
300 Farbfotografien, Aufzeichnungen und Grundrisse
Format: Klappbroschur
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-7342-0112-7










Inhalt:

Die vergangene Woche verbrachte ich auf Kreta. Ob es nun die unglaublichen Ausblicke oder die frische Meeresbrise ist - dieser Ort ist wie geschaffen für einen Traumurlaub.
Urlaub hat man nun aber bekanntlich nicht, Urlaub macht man. Um mit meinem Urlaub einen Mehrwert für euch zu schaffen, ließ ich mich erstmalig von einem vis-à-vis Reiseführer aus dem Hause Dorling Kindersley begleiten. Bei Reiseführern sind die Vorlieben ja ganz unterschiedlich. Der eine (ich zum Beispiel) war bei seinen Trips mit einem kleinen, handlichen Marco Polo Bändchen stets zufrieden, der andere muss unbedingt den Kunst-Führer mit sich schleppen, in dem jede finstere Kirchennische detailliert beschrieben ist. Der Vis-à-Vis-Reiseführer ist hier schon auf den ersten Blick eine interessante Publikation, die sich von den mir bis dato vertrauten Büchern von Marco Polo abhebt.
Die wahren Stärken des vis-à-vis Reiseführers sind, das fiel mir schon vor der Abreise auf, die detaillierten Skizzen, Grundrisse und dreidimensionale Zeichnungen. Auch die vielen kleinen Bilder, welche jede Seite bereichern, verhelfen ungemein zum allgemeinen Verständnis der Beschreibungen der Attraktionen. Im Gegensatz zum sehr textlastigen,mir bereits bekannten Werken, bietet das Vis-à-Vis-Reisehandbuch eine große Liebe zum optischen Detail.

3D-Zeichnungen und eine Vielzahl von Farbfotos zeigen die schönsten Orte der Insel und machen Lust auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel, wie den Palast von Knossos.
Es fehlt auch nicht an einer persönliche Ansprache der Autorin, Barbara Rusch.
Diese gibt für jede Region der Insel Urlaubstipps. Zum Herausnehmen gibt es eine wetterfeste Karte und ein Minikochbuch. Kapitel zu Hotels, Restaurants, Shopping, Aktivurlaub, Wellness, Daten und Fakten, Historisches und Reiseinformationen gibt es hier, wie auch in den mir bereits bekannten Konkurrenzprodukten zu Hauf.

Meine Meinung:

Wie immer gilt Das Bessere ist der Feindes Guten! Ich sah bis vor kurzem keinen Anlass meine Reiseführerserie zu wechseln. Wie bei seinen Pendants finde ich auch hier kurze und informative Darstellungen und Beschreibungen. Es gibt viele Informationen über so ziemlich jede Sehenswürdigkeit, die Kreta zu bieten hat. Die Tipps bezüglich Hotels und Gastronomie habe ich zwar nicht befolgt, wäre damit aber sicher perfekt unterwegs gewesen.

Der vis-à-vis Reiseführer Kreta bringt aber vor allem einen Mehrwert, den ich künftig nicht mehr missen möchte. Das Format erinnert mich eher an ein Taschenbuch als an einen "üblichen" Reiseführer. Das soll nicht heißen, dass er groß und schwer ist. Er vermittelt viel mehr Lebensgefühl und Emotionen. Für die Reisevorbereitung ist er daher wärmstens zu empfehlen, da er wesentlich mehr als Informationen für Touristen bietet. Beispielhaft erwähnt seien die Einführungen in Kretas Baugeschichte oder die Einführungen in die Griechische Götterwelt.
Die Aufmachung kann man schon als "liebevoll" bezeichnen. Vor allem die Illustrationen der Bauwerke (perspektivische Darstellung mit Teilaufbruch der Gebäude) ist besonders gelungen. Es werden darüber hinaus (ebenfalls grafisch unterstützt) Vorschläge für Stadtrundgänge gemacht. So sorgt eine erneute Lektüre nach Rückkehr für ein waschechtes Déjà-vu.
Kurz und gut: Wer Geschichte und Kultur der Insel inhalieren möchte, ist mit diesem Reiseführer perfekt ausgestattet.


Ein kleiner optischer Eindruck der Insel:











Kurzgefasst:

Aufmachung:






Informationsgehalt:






Praxistauglichkeit:






Im Gesamtpaket:






Ich danke dem Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Mittwoch, 19. April 2017

Kaffeeklatsch - Kreta


Kennt ihr das? Man kommt aus dem Urlaub zurück und steckt voller Erinnerungen, voller Sehnsucht nach der vergangenen Zeit? Man möchte möglichst noch einige Dinge mit in den Alltag integrieren, um diesen Moment einfach noch ein wenig zu behalten und nicht loslassen zu müssen?

So ergeht es mir gerade. Seit Montag bin ich zurück aus Kreta. Vor der Abreise hatte ich eigene Vorstellungen von dieser Insel und von Griechenland. Die Realität sah ganz anders aus. Viele Häuser dort waren verlassen, die Geschäfte waren auf den Tourismus ausgelegt. Als man uns auf einer Rundreise verriet, wie schön die Blumen und Bäume gerade jetzt zu dieser Jahreszeit aufblühen würden, war ich überrascht. Ich sah ein paar gelbe Blüten und sonst viel Grün.

Dieser erste Eindruck sollte sich über die Tage hinweg verändern. Zwei Ausflüge waren es, die meinen Horizont stark erweitert haben. Mein ganz besonderer Dank galt dabei Schorsch, der uns durch die gebuchte Jeep-Safari einen besseren Einblick in Land und Leute des Landes lieferte.

Schorsch's Jeep ziert ein Ziegenkopfskelett
Schorsch beim Kräutersammeln

 

Wir fuhren mitten in die Berge, in die Natur Kretas hinein. An jeder Ecke blieb Schorsch mit einer Vollbremsung stehen, sprang aus dem Jeep, schnitt begeistert etwas Thymian oder ein Sträußchen Rosmarin ab und ließ uns daran riechen. Die Senfpflanze sah aus wie Raps, der wilde Spargel wucherte am Wegesrand. „Alles kann man essen“, verriet Schorsch und biss herzhaft von seiner „Ernte“ ab. Er zeigte uns die fleischfressende Pflanze, die in der Blütezeit enorm nach Aas riechen und mit einer imposanten Blüte ihre Opfer anlocken würde.

Die fleischfressende Pflanze
Schorsch war voller Tatendrang. Er scherzte mit uns, zeigte uns Eidechsen und weckte die Schafe mit einem herzhaften Pfiff aus ihrem Schlaf. Auf meine Frage hin, wie der Schäfer seine Schafe denn so in der Natur wiederfinde, verriet er, dass einige bunt angemalt durch das Fernrohr gefunden, andere mit einer Glocke am Hals schon von weitem auf sich aufmerksam machen würden. Der Schäfer erkennt seine Schafe am Klang.
Den anderen Gästen erzählte er auf Nachfrage schadenfroh, dass das Schaf so blau sei, weil es sich für den Fasching verkleidet hätte. Es hatte einfach vergessen sich abzuschminken. Ja, Schorsch hatte Humor.

Wunderschöne Idylle Kretas. Wer genau hinschaut sieht vielleicht auch die Schafe auf dem Bild ;o)
Die Ruhe und die Freiheit, die man hier in der Abgeschiedenheit Kretas fand, war so schön. Man sehnte sich danach hier zubleiben und nie wieder wegzugehen. Die Pflanzen, die wir gezeigt bekamen nahm ich die nächsten Tage ganz anders war. Ich ging achtsamer durch die Straßen, bewunderte die Blüten einer Strandpflanze, deren Blütensaft gegen die Schmerzen eines Quallenstichs helfen sollten. Jetzt war ich mir sicher: Die Flora von Kreta wusste den aufmerksamen Betrachter zu bezaubern.

Was die Straßen und schönen Ecken von Kreta angeht: Die gab es hier auch. Man musste nur wissen wo. Ein Aufenthalt nur im Touristenbezirk und im Hotel würde dort keine Abhilfe schaffen. Die weiteren Ausflüge führten uns in die wunderschöne Gegend von Chania. Verwinkelte Gassen und kleine Geschäfte luden zum Schlendern und Stöbern ein.

Chania
Neben der wunderschönen Natur und vielen ruhigen aber auch traumhaft romantischen Plätzen gibt es auf Kreta auch kulinarisch einiges zu entdecken. Die Insel ist berühmt für ihren Honig. Beobachtet man einen Moment die Pflanzen, sieht man schon bald einige sehr emsige Bienen, die sich an die Arbeit machen, um den wertvollen Blütenstaub zu ernten. Das hier hergestellte Olivenöl wird für viele der Gerichte verwendet. Auch der Orangensaft von frisch geernteten Früchten schmeckt auf Kreta einfach köstlich.

Natürlich war ich als Reisende auch sehr gespannt, wie man den Kaffee am liebsten in Kreta trinkt. Hier gibt es die Klassiker wie Cappuccino, Espresso und auch den griechischen Kaffee. Was jedoch von Einheimischen sehr gerne getrunken wird und eine willkommene Abwechslung zum warmen Wetter in Kreta bietet, ist der Cafe Frappe. Das Rezept dazu habe ich euch mitgebracht:

Ihr braucht dafür:

- einen Handaufschäumer für Milchschaum
(Alternativ einen anderen Mixer)
- Wasser
- Eiswürfel
- Nescafe Classic (löslicher Kaffee)
- ggf. etwas Milch oder/und Zucker


Wie bereitet man den Cafe Frappe nun zu?

Gebt ein bis zwei Teelöffel Kaffee in ein hohes Glas. Füllt etwa einen fingerbreit Wasser hinein. Ggf. etwas Zucker hinzugeben. Nun mit dem Milchaufschäumer ordentlich durchmixen. Solange, bis der Schaum richtig fest ist. Jetzt ggf. einen Schuss Milch hineingeben und mit Wasser auffüllen. Eiswürfel dazu und fertig ist der Cafe Frappe :o)

Tipp:
Ich habe meinen Milchschaum zu Hause anstatt mit Wasser mit einem Schuss Milch aufgerührt. Die Kombination hat mir sehr gut geschmeckt. Auch habe ich den Zucker weggelassen. Probiert doch einfach ein wenig aus.

Der Kaffee ist perfekt für die warmen Tage und mich erinnert er zudem ein wenig an die schöne Zeit in Griechenland :o)


Meine Fragen an euch:
Wart ihr schon einmal in Griechenland/Kreta? Wie hat euch die Zeit dort gefallen? Wart ihr in einem Hotel oder in einer Privatunterkunft untergebracht? Wie würdet ihr euren Urlaub dort einplanen?

Habt ihr auf Kreta auch bereits einen Kaffee getestet? Welche Variante mochtet ihr am Liebsten?