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Freitag, 19. Februar 2016

Durchgelesen

Rezension Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh




Verlag: one
Seitenzahl: 397 Seiten
Format: Hardcover
Preis: 16,99 Euro
ISBN: 978-3-8466-0020-7
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Band 1






Inhalt:

Shahrzad ist bereit den Tod ihrer besten Freundin Shiva zu rächen. Sie stellt sich freiwillig dem Kalifen vor, der seine Königinnen aus dem Volk wählt, um sie einen Tag an seinem Hofe zu behalten und am nächsten Morgen nach dem Sonnenaufgang hinrichten zu lassen.
Shahrzads Plan zu überleben steht auf tönernen Füßen: Sie möchte Chalid mit einer Geschichte fesseln, die vor dem Einbruch des Tageslichts kein Ende nimmt.

Während Shahrzads Freunde einen düsteren Plan fassen, wie sie den Kalifen stürzen können, ist das Mädchen ganz auf sich allein gestellt. Doch Shahrzad ist nicht nur mutig. Mit ihrer flinken Zunge hat sie schon so manches Wortduell bestritten. Während die Angst vor dem Tod über der Szenerie liegt, entwickelt sich Gefühle, die nicht sein dürften. Ein gefährliches Spiel nimmt seinen Lauf ...



Aufmachung:

Der Titel des Romans ist sehr gut gewählt worden. „Morgenrot“ steht für die Tageszeit, an der die Frauen des Kalifen ihren Tod finden müssen. „Zorn“ steht für eine sehr zentrale Empfindung in diesem Roman.

Gut zu wissen ist, dass sich am Ende des Buches ein Glossar befindet. Hier findet der Leser hilfreiche Informationen, die ihm beim Zuordnen der vielen orientalischen Begriffe im Buch helfen werden. Auch Kartenliebhaber kommen bei diesem Roman auf ihre Kosten. Vorne und hinten im Aktendeckel kann sich der geneigte Leser orientieren.



Wichtigste Charaktere:

Shahrzad ist hübsch, mutig und wortgewandt. Eine starke Kombination, wenn es gilt unter Feinden zu überleben.

Chalid ist der geheimnisvolle Kalif. Ein brutaler und eiskalter Ruf eilt ihm voraus, der darin begründet liegt dass er unter den Töchtern seines Volkes seine Frau erwählt, die nur für einen Tag im Palast leben darf, um am darauffolgenden den Tod durch Strangulation zu finden. Chalid hat seine Gefühle tief in seinem Inneren verschlossen. Dort warten sie nur darauf befreit zu werden.

Tarik ist Shahrzads große Liebe. Der junge Mann besitzt einen gefährlichen Falken namens Zoraya, der stets in seiner Nähe weilt. Tarik ist ein lebensbejahender Charakter. Stets hat er ein Lächeln auf den Lippen. Als es jedoch darum geht Shahrzad aus dem Palast des Kalifen zu befreien, zeigt er eine andere Seite von sich.

Jalal ist der Hauptmann der Palastwache. Er steht dem Kalifen als bester Freund von dessem verstorbenen Bruder sehr nahe. Jalal ist ein Charmeur durch und durch. Er raubt Shahrzad mit seiner frechen und ironischen Art bald den letzten Nerv.

Despina ist Shahrzads Magd am Hofe. Ihre Aussage, dass sie eine Spionin des Kalifen sei und zwar so eine gute, dass sie diese Tatsache ruhig offenbaren könne und ihr vorlautes Mundwerk, sorgen für Spannung zwischen Shahrzad und ihr.



Schreibstil:

Der Einstieg in Zorn und Morgenröte mag vielleicht etwas schwierig gelingen. Viele Namen, die erst noch zugeordnet werden müssen, Perspektiven aus mehreren Sichtweisen und ein direkter Einstieg in die Handlung fordern die Konzentration.
Hat man diesen Anfang jedoch geschafft, erwartet einen eine sehr spannende orientalische Geschichte mit Sätzen, die es in sich haben. Nicht nur geistreiche Dialoge erwarten den Leser, sondern auch eine prickelnde Liebesgeschichte.

Die Protagonistin Shahrzad ist mit ihren Charaktereigenschaften sehr klug, mutig und wortgewandt. Ihre offene und temperamentvolle Art stößt in diesem Roman nicht nur einmal auf Widerstand. Die Magd Despina ist Shahrzad in einigen Punkten sehr ähnlich. Die Dialoge, die durch diese Spannungen zustande kommen, machen sehr viel Spaß.

Die feurig leidenschaftliche Liebesgeschichte ist wohl auch den starken Charakteren geschuldet. Shahrzad Gefühle sind durch ihre Rachegelüste (bedingt durch den Mord an ihrer besten Freundin) und der sich langsam entwickelnden Zuneigung für den Kalifen sehr zwiegespalten. Chalid ist Opfer seines Schicksals und versteckt sich hinter einer eiskalten Maske. Bald schon darf der Leser einen kleinen Blick dahinter werfen und bald schon wird er um sein Leben zittern und für diese Liebesgeschichte beten.

Überhaupt ist der Schreibstil der Autorin sehr bildhaft und unglaublich intensiv. Schnell wird der Leser sich direkt in eine andere Welt gesogen fühlen und mag das Buch gar nicht mehr beiseite legen. Die Charaktere wachsen schnell ans Herz, man fühlt als Leser mit ihnen.

Das Ende des Romans lässt hoffen, dass sehr bald ein weiterer Teil dieser Reihe im Handel erhältlich sein wird.



Fazit:

Der Anfang von Zorn und Morgenröte fordert ein wenig Konzentration vom Leser, um bei diesem Angebot an Geschehen und Charakteren den Überblick zu behalten.
Wer diesen Aufwand nicht scheut, wird mit einer wundervollen orientalischen Geschichte, voller Spannung, knisternder Liebe, starker Charaktere sowie explosiver Dialoge belohnt.

Der Roman entfacht bald eine Sogkraft, der man sich nicht mehr entziehen kann. Bald schon wird der Leser mit den Charakteren um ihr Leben zittern und auf eine Zukunft hoffen, die aussichtslos erscheint. Jede Seite ist durchsetzt von Spannung, Esprit und feuriger Leidenschaft.

Absolute Leseempfehlung für Leser, die eine Fantasiegeschichte mit starken Charakteren, Spannung und einem Hauch Exotik suchen.



Buchzitate:

Sie lachte und der Laut tanzte wie luftiger Glöckchenklang durch den Raum.

„Ich weiß nicht, was du mit Chalid anstellen willst, aber du bist der erste Mensch seit Jahren, der ihn erschüttern konnte. Und er muss erschüttert werden.“

„Du kannst nicht in die Zukunft sehen. Und die Vergangenheit kannst du nicht ändern.“ - „Aber ich kann aus ihr lernen …“

„Heilige Hera. Deine Magd zu sein ist noch mein Tod.“

„Du bist – bemerkenswert. Jeden Tag denke ich, mich wird es überraschen, wie bemerkenswert du bist, aber mich überrascht es nicht. Denn das bedeutet es, du zu sein: keine Grenzen zu kennen. Grenzenlos in allem, was du tust.“

Je mehr ein Mensch andere von sich stößt, desto klarer wird es, dass er am meisten von allem Liebe braucht.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket: 






Ich danke dem Verlag recht herzlich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Und was gibts dazu?

Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh und dazu Kardamontee


In Zorn und Morgenröte gibt es einen Kalifen namens Charid, der sich täglich ein Mädchen aus dem Volk zur Frau nimmt, nur um sie am nächsten Morgen hinrichten zu lassen. Shahrzad ist die erste, die sich dem Kalifen freiwillig anbietet. Ihr Plan, den Tod eines der Opfer des Kalifen – ihre beste Freundin Shiva – zu rächen, ist wagemutig und gefährlich.

Mit ihrer selbstbewussten und klugen Art schafft Shahrzad jedoch nicht nur einen Aufschub der Hinrichtungsfrist, sie löst auch Gefühle bei dem so verschlossen wirkenden Kalifen aus.

Es folgen gefährliche aber auch romantische Stunden am königlichen Hof. Der Leser kann sich auf orientalische Geschichten und kulinarische Genüsse aus selbiger Küche freuen.
Getrunken wird hier in erster Linie Tee. Shahrzad bevorzugt eine Sorte mit Kardamon.

Dieses Getränk spielt in dieser Geschichte noch eine sehr spezielle Rolle, die es für euch zu entdecken gibt. Solche Erlebnisse empfindet man natürlich besonders gut nach, wenn man selbst an einer Tasse dieses frisch aufgebrühten Heißgetränkes nippt.

Ich habe für euch eine Kreation entwickelt, die mir persönlich sehr gemundet hat. Erst war ich, ob des säuerlichen Geruchs und Geschmacks von Kardamon, etwas skeptisch. Diese Skepsis verflog aber im Selbstversuch schnell.

Mein Rezept für einen schmackhaften Kardamontee:

 


Was braucht man dafür?

1 TL Kardamon
1 TL grünen Roibuschtee
1 Orangenscheibe
1 TL Honig






Was mache ich damit?

Brühe den Kardamon und den Roibuschtee in einem Teesieb gut fünf Minuten lang auf. Die Orangenscheibe gibst du lose ins Glas. Nachdem du das Teesieb entfernt hast, kannst du die Orangenscheibe mit einem Teelöffel gut ausquetschen, damit möglichst viel Saft und Fruchtstücke in den Tee gelangen. Nun würze noch mit Honig nach.


Eine Recherche im Internet ergab, dass Kardamon nicht nur im Tee schmeckt, er hat auch einige positive Nebenwirkungen. So fördert das Gewürz zum einen die Verdauung, bei Erkrankungen der Atemwege kann es lindernde Wirkung verschaffen, man sagt ihm krampflösende und stimmungsaufhellende Fähigkeiten nach und es soll gegen fröstelnde Füße sowie Mundgeruch helfen. Zusätzlich fördert es die Leistung des Gedächnisses.

Na, wenn das mal keine Gründe sind, das Buch zusammen mit einem selbstgemachten Kardamontee zu genießen, was sagt ihr? ;o))



Habt ihr Zorn und Morgenröte gelesen? Habt ihr schon mal Kardamontee getrunken?