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Dienstag, 12. Februar 2019

Durchgelesen: Songbird

Rezension zu Songbird von Anna Rosina Fischer


Verlag: Piper (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 432
Format: Paperback
Preis: 15,00 Euro
ISBN: 978-3-492-70508-0
Altersempfehlung des Verlages: 14 - 17 Jahre
Abgeschlossene Erzählung





Dienstag, 22. August 2017

Durchgelesen: Nie mehr zurück

Rezension zu Nie mehr zurück von Vivian Vande Velde


Verlag: ivi (Piper)
Seitenzahl: 208
Format: Klappbroschur
Preis: 12,99 Euro
ISBN: 978-3-492-70415-1
Übersetzer: Regina Jooß
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Abgeschlossene Erzählung








Inhalt:

Um einem Regenschauer zu entgehen, flüchtet sich die Jugendliche Zoe in eine nahestehende Bank. Sie vertreibt sich dort die Zeit, indem sie geschäftig tut. Dabei schreibt sie nur die Namen von James Bond Darstellern und allen Renntieren des Weihnachtsmannes, die ihr gerade einfallen, auf die Rückseite einiger Zettel. Kurze Zeit später wird sie Zeugin eines schrecklichen Geschehens. Ein Mann mit einer Kapuze betritt die Filiale. Er nähert sich dem Bankschalter. Schneller, als Zoe alles begreifen kann, eskaliert die Lage. Der Unbekannte zieht eine Pistole, fordert das Geld von der Angestellten. Einer der Kunden mischt sich ein. Der Täter ist nicht maskiert und damit von allen Anwesenden zu identifizieren. Dies legt die Vermutung nahe, dass er sich der unliebsamen Zeugen entledigen will.
Kurze Zeit später fallen Schüsse und Zoe steht voller Blut mitten im Geschehen. Sie kreuzt die Arme und ruft: „Zurückspielen!“



Schreibstil:

Nie mehr zurück ist trotz oder gerade wegen der wenigen Seitenzahl ein sehr spannender Thriller. Auf den ersten Seiten begleitet der Leser die junge Zoe dabei, wie sie eine Bank betritt und nach kurzer Zeit Zeugin eines Überfalls mit Todesfolge wird. Bald schon erfahren wir, dass das Mädchen in der Lage ist, die Zeit zurückzuspulen. Dreiundzwanzig Minuten hat sie dafür zur Verfügung. Zehn Mal kann sie dieselbe Situation durchleben und mit ihrem eigenen Eingreifen etwas an dem Verlauf der Zeit verändern. Sind jedoch die dreiundzwanzig Minuten ab dem ersten Rücksprung vergangen oder hat Zoe bereits zehn Mal eine Reise in die Vergangenheit gewagt, dann ist das Schicksal besiegelt. Eine Veränderung ist für sie dann nicht mehr möglich.

Zoe erkennt nach dem Vorfall, dass einige Anwesenden zu Tode gekommen sind. Ein Glück kann sie durch die Zeit springen und die Zukunft ändern. Doch dies ist nicht so einfach, wie es klingt.
Klar, alles hängt mit allem zusammen. Irgendwie. Hinzu kommt, Komplexität der Interaktion.

Die Geschichte beginnt etwas oberflächlich, aber je mehr die Beziehungen zwischen den Figuren über das Buch hinweg vertieft werden, je mehr man mit Zoe die einzelnen Kunden und Angestellten der Bank kennenlernt, desto mehr nimmt das Buch Fahrt auf. Durch die Zeitreisen erfährt das Mädchen, und somit auch der Leser, immer mehr Details über die verschiedenen Charaktere. Man schließt sie ins Herz. Waren es vorher noch einzelne Statisten, sind es nun Menschen mit Einzelschicksalen. Immer schwerer fällt es, sich mit dem Tod jedes einzelnen abzufinden.

Ich saß vor den Buchseiten und habe mich nicht selten gefragt, warum Zoe so viel Zeit mit für mich unwichtigen Gedanken verschwendet. Gerade das Zeitlimit, welches der Protagonistin zur Verfügung steht, macht das Geschehen so spannend. Auch kann sie nicht einfach losrennen und anderen von ihrer Fähigkeit erzählen. Wie soll Zoe also den Glauben der Passanten gewinnen, dass die örtliche Bank gleich überfallen wird?

Als Zoe bereits mehrere Sprünge hinter sich hatte, war ich der Verzweiflung schon nahe, als das Mädchen für sich die Wiederholungen rekapituliert und begreift: Auch hier gibt es bald kein Zurück mehr.

Zwar gibt es in diesem Buch keine wirkliche Liebesgeschichte, dennoch entsteht eine Art Zuneigung zwischen zwei Personen, die der Geschichte eine zusätzliche emotionale Komponente verschafft und ebenfalls die Hoffnung auf ein gutes Ende schürt.



Fazit:

Nie mehr zurück ist für mich ein außergewöhnliches Buch. Was so toll ist an dem Buch, sind die verschiedenen Zeitlinien. Zoe steht, genauso wie der Leser, oft vor der Frage, wie es nach ständigen dramatischen Veränderung innerhalb der Geschichte weitergehen soll.
Dadurch, dass Zoe in ihrer Fähigkeit in der Zeit zurückzuspringen zeitlich beschränkt ist und durch die Details, die der Leser über die Seiten von den einzelnen Charakteren erfährt, wird die Spannung über die Seiten hinweg geschürt.

Ich empfehle dieses Buch Lesern, die einer Zeitreisegeschichte nicht abgeneigt sind und konstante Spannung über die Seiten hinweg suchen.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe/Freundschaft: 






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:

Dienstag, 23. Mai 2017

Durchgelesen

Rezension zu Caraval von Stephanie Garber



Verlag: ivi (Piper)
Seitenzahl: 400
Format: Klappbroschur
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-492-70416-8
Übersetzer: Diana Bürgel
Band 1 einer Reihe










Inhalt:

Das Festival Caraval verspricht die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit.
Es ist ein Spiel in einer magischen Welt. Dessen Protagonisten balancieren zwischen Zauber und Wirklichkeit, wobei die magische Welt absolut nicht ungefährlich ist. Illusion oder Realität? An mancher Stelle kann man als Spieler durchaus mal ins Wanken geraten: Ist es etwa doch Realität, was wir da sehen?
Über Jahre hinweg bewirbt sich Scarlett vergebens. So gerne würde sie mit ihrer Schwester das legendäre Spiel besuchen. Doch nie erhält sie eine Antwort. Als Scarlett heiraten möchte, begräbt sie das Projekt. Doch zur Unzeit erhält sie doch noch eine Antwort.
Drei Karten liegen einem Einladungsschreiben bei.



Wichtigste Charaktere:

Scarlett moralisch sehr gefestigt. Sie denkt nach, bevor sie handelt. Risiken geht sie ungern ein.

Tella ist das genaue Gegenteil ihrer Schwester. Sie ist wagemutig und hält sich nicht gerne mit irgendwelchen Skrupeln auf.

Scarlett erwischt eines Tages ihre Schwester Tella und den attraktiven Seemann Julian bei einem Techtelmechtel. Julian ist selbstbewusst, ruchlos und wirkt nicht gerade vertrauenswürdig.



Die Welt:

Mit dem Erreichen der Insel auf der Caraval dieses Jahr stattfinden soll, betritt der Leser gemeinsam mit Scarlett eine magische und zugleich geheimnisvolle Welt. Hier gibt es Läden, in denen man Brillen kaufen kann, mit denen ein Blick in die Zukunft gelingt. Es gibt Geschäfte, die Flaschen mit Träumen anbieten. Die schönsten Kleider kann man im Gegenzug für ein Geheimnis oder einen Tag seines Lebens erwerben.

Die Warnung, die Scarlett gleich zu Beginn von einem der Darsteller erhält ist eindringlich:

Ihr könnt Magie aus einer Tasse trinken und Träume in Flaschen kaufen. Doch bevor ihr ganz und gar in unsere Welt eintaucht, erinnert euch daran, dass alles nur ein Spiel ist.

Buchzitat Seite 80

Das Mädchen mit dem Einrad, weist darauf hin, dass Caraval aus Illusionen besteht. Es wird schwer werden Realität und Fiktion auseinanderzuhalten. Wie Recht sie damit hat, mögen Scarlett und der Leser anfangs nur erahnen und bald schon am eigenen Leib erfahren.



Schreibstil:

Kurz nachdem Scarlett einen Brief vom Caraval-Master Legend erhalten hat, in dem er ihr Einladungskarten für eines seiner Spiele zukommen lässt, erwischt Scarlett ihre Schwester Tella bei einem heimlichen Techtelmechtel mit dem Seemann Julian. Dieser ist attraktiv, selbstbewusst, ruchlos, fern jeder Moral und mit der geringsten Hemmschwelle. Kurz: Er ist das perfekte Abenteuer für die lebensbejahende und spontane Tella.
Der hinzukommende Vater, der grausame Governor der Insel Trisda, fordert eine Antwort von den beiden Schwestern, wer von den beiden sich ausgerechnet diesen Mann als Liebhaber ausgesucht hat. Beide streiten die Wahl ab. Der cholerische Vater verteilt Schläge an Tella und weist Scarlett darauf hin, dass ihr Verlobter bald erscheinen wird und die Hochzeit in wenigen Tagen stattzufinden hat.

Für Scarlett ist klar, dass die Reise nach Caraval nicht stattfinden darf. Sie verschenkt ihre Karten an Julian und ihre Schwester für eine Flucht vom Vater. Doch der Plan geht so ganz anders auf, als Scarlett sich das gedacht hat.

Scarlett ist ein Mädchen, das im Gegensatz zu ihrer Schwester viel überlegter handelt. Sie ist moralisch gefestigt, glaubt an die große Liebe zu dem Grafen, dem sie versprochen ist und den sie bislang nur durch Briefe kennenlernen durfte. Jeden Schritt, den sie geht, durchdenkt sie gut. Risiken geht sie nicht gerne ein. Scarlett wird schon bald gezwungen sein, gegen ihre Natur zu handeln. Ob sie will oder nicht, sie ist plötzlich Teil des Spiels.
Plötzlich jagt ein Ultimatum das nächste. Wie bei einem Krimi begleitet man als Leser Scarlett durch das Spiel. An jeder Ecke erwartet man ein Geheimnis und Magie, aber zugleich auch eine weitere Gefahr. Kryptische Andeutung hier, geheimnisvolles Lächeln dort. Die Implikationen und Andeutungen, die mit dem Handlungsstrang um die Wette laufen, sorgen für Spannung.



Fazit:

Caraval ist eine Geschichte voller Abenteuer und Magie und zugleich auch voll von Gefahren. Mit Scarlett begleitet man als Leser eine widerwillige Abenteurerin. Sie, ja die Figuren der Erzählung, sind Getriebene des Spiels.
Die sympathische Protagonistin, die virtuose Phantasie Stephanie Garbers und die atemberaubende Spannung treiben den Leser quasi nur so durch die Buchseiten.

Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die gerne in eine magische, spannende und fantasievolle Geschichte abtauchen möchten.



Buchzitate:

Der trübe Schein der Laternen fing sich in den metallisch verzierten Rändern es Papiers und ließ sie golden schimmern, in der Farbe der Magie und der Wünsche und Verheißungen.

Er mochte ein Schurke und ein Lügner sein, doch bis sie ihre Schwester gefunden hatte, war er alles, was sie in diesem Spiel hatte.
(Scarlett über Julian)



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket: 







Ich danke dem Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Donnerstag, 13. April 2017

Durchgelesen

Rezension zu Plötzlich Banshee von Nina MacKay



Verlag: Ivi (Piper)
Seitenzahl: 400
Format: Klappbroschur
Preis: 15,00 Euro
ISBN: 978-3-492-70393-2
Abgeschlossene Erzählung










Inhalt:

Alana ist eine Banshee. Immer, wenn jemand in ihrer Nähe kurz davor ist zu sterben, entfleucht ihr ein unkontrollierter, lauter Schrei. Über jedem, der kein Banshee ist, sieht sie eine rote Ziffernanzeige, welche die Lebenszeit quantifiziert, derer sich die Menschen noch erfreuen können.
Als Alana eines Tages vor ihre Haustür tritt, läuft sie mit einem Fuß mitten in ein Goldfischglas. Dem Besitzer, einem kleinen Jungen namens Rider, folgt ein großer, sehr gutaussehender Mann. Dylan stellt sich als örtlicher Polizist vor, der in einem Entführungsfall ermittelt. Bei dem Opfer handelt sich um keinen anderen, als um den Freund des Jungen, dem Alana vor geraumer Zeit das Leben gerettet hat. Auch ein sich anschließender Mordfall wird mit Alana in Verbindung gebracht. Immer mehr gerät Alana in den Fokus der Ermittlungen und immer mehr wird ihr Umfeld bedroht.



Schreibstil:

Der Roman beginnt mit einer Verfolgungsjagd auf dem Dach eines fahrenden Zuges. Als Leser erfährt man bald, dass es sich bei dem Gejagten um einen Jungen handelt, der nur noch wenige Minuten zu leben hat. Seine Verfolgerin ist eine Banshee namens Alana. Alana sieht über jeder Person eine rote Ziffernanzeige, die ihr die verbleibende Lebenszeit des Gegenübers ankündigt. Sie weiß, dass man mit einem kleinen Eingriff ins Schicksal viel bewirken kann.

Kaum ist Alana wieder heimgekehrt, um sich dort wieder ihrer Arbeit als Privatdetektivin zuzuwenden, wird sie vom großen Bruder des Jungen angesprochen, in dessen Goldfischglas sie beim beschwingten Gang aus der Haustür getreten ist. Dylan arbeitet als Detectiv und wurde mit einem Entführungsfall betraut. Das Opfer ist kein geringerer als Justus Freund. Dass Alana die Jungs kurz zuvor noch auf dem Dach des Zuges getroffen hat, weckt das Interesse von Dylan.

Alana findet bald Gefallen an dem smarten und gutaussehendem Detectiv. Da gibt es nur zwei Probleme: Jedes Date, mit dem sie sich einlässt, verliert ziemlich bald und ziemlich schnell an Lebensenergie. Außerdem rückt sie als Tatverdächtige immer mehr in den Fokus der Ermittlungen, zumal Alana sich immer kurz vor der Tat in der Nähe der folgenden Opfer befand. Auch ist Clay, Alanas bester Freund und Mitbewohner gar nicht angetan von den vermehrten Besuchen des Detectives.

Mit Alana begleitet der Leser eine zynische, stellenweise griesgrämige und stets tollpatschige Todesfee, die sich jedoch nicht unterkriegen lässt. Ständig tappt die Protagonistin in irgendein Fettnäpfchen. Sei es, dass sie bei einem Date ihrem Gegenüber kurz vor dem ersten Kuss direkt ins Gesicht niesen muss oder dass sie beim „perfekten Abgang“ mit dem Keilabsatz im Abtrittrost hängen bleibt. Aber Alana lässt sich von solchen Missgeschicken nicht unterkriegen. Sie kontert mit einem coolen Spruch oder einer weit hergeholten Ausrede. Gerade dieses toughe Verhalten und der zugleich unbeholfene Auftritt gefällt Detectiv Dylon einerseits sehr, bringt ihn aber auch oft zur Weißglut.

Manche Stellen wirken etwas schräg. Wenn Alana zum Beispiel ihren Todesschrei damit rechtfertigt eine Würstchenallergie zu haben, so kauft Dylon ihr diese Aussage wohl mit Recht nicht vollends ab. Auch der Haupttwist ist sehr stereotyp gestrickt. Dennoch mag man dem Buch kleine Schwächen dieser Art gerne verzeihen. Liebhaber von skurriler Literatur kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Hier passiert einfach immer was und es ist meist so schräg, dass es schon wieder komisch ist.



Fazit: 
 
Skuril, witzig, emotional - ein tolles Buch mit einer zu Herzen gehenden Story.
Plötzlich Banshee punktet darüber hinaus mit seiner tollpatschigen, zynischen und toughen Protagonistin, welche keine der Fettnäpfchen des Alltags auslässt und alles in eine Krise verwandelt. Auf schräge Szenen sollte man sich als Leser aber einlassen können. Wem das gelingt, der wird mit einem skurrilen, humorvollen Roman belohnt.



Buchzitate:

Roy wartete auf meine Antwort. Allerdings wurde er beim Warten auch nicht jünger. Über seinem Kopf sprang gerade die Minutenanzeige seiner Lebensuhr um eine Minute zurück.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe: 






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket: