Donna
Hay vs. Tim Mälzer
Allgemeine Daten:

Titel: Keine
Zeit zum Kochen
Verlag: ATVerlag
Autor: Donna Hay
Preis: 26,90 Euro
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-03800-460-8
Seitenzahl: 208 Seiten
Titel: Heimat
Verlag: Mosaik
Autor: Tim Mälzer
Preis: 19,99 Euro
Format: Hardcover (Halbleinen)
ISBN: 978-3-442-39274-2
Seitenzahl: 304 Seiten
Aufmachung:
Tim Mälzer: Hier findet man rustikale
Rezepte aus der deutschen Küche. Abgerundet werden die Rezepte durch
Tim Mälzers kleine kulinarische Reiseberichte. Der Innenteil ist
recht bunt gehalten. Fotos der einzelnen Reiseziele schmücken das
Buch ebenso, wie die Bilder der gekochten Gerichte. Kleine
Zeichnungen und bunte Überschriften sorgen für Abwechslung. Der
schöne goldene Einband lässt das Buch auf den ersten Blick sehr
edel wirken. In diesem Kochbuch findet man nicht nur Hauptgerichte,
Salate, Desserts und Suppen, sondern auch Rezepte für Soßen und
Dips. Jedes Rezept endet mit einem kleinen Tipp vom Koch persönlich.
Donna Hay verwendet für
ihre Bilder einen weißen Hintergrund und weißes Geschirr. Dadurch
wirkt der Innenteil des Buches auf den Betrachter sehr edel. Die
Rezepte für Suppen, Salate und Hauptgerichte werden durch kleine
Specials wie Dips, Frühstücksideen u.ä. abgerundet. Im hinteren
Teil des Buches findet sich außerdem ein Glossar in dem einige
Zutaten erklärt werden. So erfährt man z.B., was Tahimi, Tofu oder
Zitronengras ist, wo man es kaufen kann und wie man es verwendet.
Weiterhin gibt es eine kurze Einführung in die Küchenpraxis. Hier
kann man z.B. erlesen, wie man ein Wasserbad ins Werk setzt, wie man
eine Chilischote entkernt oder was Blanchieren bedeutet. Zusätzlich
punktet das Kochbuch für Leser, die keine Küchenwaage ihr Eigen
nennen, damit, dass man erfährt, wie sich der Inhalt einer Tasse mit
verschiedenen Füllungen in Gramm umrechnen lässt.
Zutaten:
Tim Mälzer verwendet auch schon mal
ein paar mehr Zutaten für seine Rezepte. Alle Zutaten sind aber im
gut sortierten Kaufhaus erhältlich.
Donna Hay arbeitet in diesem Kochbuch
mit sehr wenig Zutaten. Ihre Rezepte sind kurz gefasst und einfach
umzusetzen. Selten findet man hier eine exotischere Zutat.
Empfehlung für:
Köche, die Lust haben die
rustikale deutsche Küche neu zu entdecken.
Rezepte, die schnell und
einfach zuzubereiten sind und dennoch optisch und geschmacklich
einiges hergeben.
Internetpräsenz:
Bei Donna
Hay und auch bei Tim
Mälzer könnt ihr auch online ein paar schöne Rezepte finden
und ausprobieren, welcher Koch besser zu euch passt :o)
Rezeptvergleich:
Ich
habe von jedem Kochbuch zwei Rezepte ausprobiert. Dabei habe ich eine
ähnliche Nachspeise und ein gängiges Hauptgericht gewählt. Aus
Donna Hays Kochbuch habe ich eine Mousse au Chocolat getestet,
Tim Mälzers Buch habe ich das Rezept für einen Schokoladenpudding
entnommen. Als Hauptgang gab es bei Tim Mälzer Gulasch mit Nudeln
und bei Donna Hay ein geschmortes Huhn nach Bauernart. Hier seht ihr
die Gerichte im Vergleich:
Schokopudding
von Tim Mälzer
So sah er aus:
Umsetzung:
Die
Zutaten für den Schokopudding waren leicht zu beschaffen. Es wurden
sieben verschiedene Zutaten benötigt. Die Zubereitung dauerte
vielleicht ein klein wenig länger als bei der Mousse au
Chocolat von Donna Hay. Das Rezept
war kurz und verständlich niedergeschrieben. Die Umsetzung war ohne
größere Mühewaltung möglich.
Ergebnis:
Ich habe den
Pudding genau nach Rezept zubereitet. Leider war der Pudding nach
vollständigem Erkalten immer noch nicht fest. Selbst die Kühlung im
Kühlschrank konnte keine Besserung herbeiführen. Geschmacklich
hätte man es jedoch fast nicht besser machen können. Hier wurde
eine perfekte Nuance zwischen Schokolade und Sahne getroffen. Ich
habe selten so einen leckeren Schokoladenpudding gegessen.
Kurzgefasst:
Umsetzung:
Geschmack:
Zutaten (Menge,
Exoten oder leicht zu beschaffen?):
Ergebnis:
Mousse au Chocolat von
Donna Hay:
So sah sie aus:
Umsetzung:
Bei der Mousse au
Chocolat habe ich dieselbe Zartbitterschokolade verwandt, wie für
den Schokoladenpudding von Tim Mälzer. Die Umsetzung des Rezepts
verlief sogar noch zügiger als bei dem Schokoladenpudding. Dafür
wurden lediglich vier Zutaten benötigt.
Das Rezept war
leicht verständlich verfasst und die Umsetzung gelang mir
einwandfrei.
Ergebnis:
Die Mousse au
Chocolat war von der Konsistenz her sehr fest. Hier hätte man beim
Aufschlagen der Masse gewiss noch ein wenig variieren können. Jedoch
war sie nicht so fest, dass es störend gewirkt hätte. Sie hat sehr
stark nach Schokolade geschmeckt und fiel im Vergleich mit dem
Schokoladenpudding nur geringfügig schlechter aus.
Kurzgefasst:
Umsetzung:
Geschmack:
Zutaten (Menge,
Exoten oder leicht zu beschaffen?):
Ergebnis:
Fazit:
Geschmacklich konnte der Pudding von
Tim Mälzer die Mousse au Chocolat von Donna Hay noch toppen.
Konsistenztechnisch war die Mousse au Chocolat gegenüber dem Pudding
weit vorne. Die Umsetzung und Zutatenbeschaffung war bei beiden
Rezepten einfach. Donna Hay schnitt mit ihrer Mousse au Chocolate
hier jedoch geringfügig besser ab.
Geschmortes Huhn nach
Bauernart von Donna Hay:
So sah es aus:
Umsetzung:
Die Herstellung des geschmorten Huhn nach Bauernart hat einige Zutaten und ein wenig Zeit erfordert. Insgesamt habe ich etwa eine Dreiviertelstunde für
die Zubereitung und Kochzeit benötigt.
Das Rezept war
leicht verständlich formuliert und einfach umzusetzen. Alles wurde
nach und nach in den Topf gegeben und dann solange aufgekocht, bis es
gar war.
Ergebnis:
Obwohl ich
vergessen habe, Hühnerbrühe einzukaufen und stattdessen eine
Gemüsebrühe verwandt habe, hat das geschmorte Huhn nach Bauernart
sehr lecker geschmeckt. Der Wein hat dem Gericht eine dezent
säuerliche Note verliehen, die Gewürze haben eine perfekte
Abrundung für den Gaumen geschaffen.
Im Endergebnis
handelte es sich um ein Gericht mit einiger Flüssigkeit. Man konnte
das geschmorte Huhn nach Bauernart einem Eintopf ähnlich genießen.
Kurzgefasst:
Umsetzung:
Geschmack:
Zutaten (Menge,
Exoten oder leicht zu beschaffen?):
Ergebnis:
Gulasch von Tim Mälzer
So sah es aus:
Umsetzung:
Bei diesem Rezept
ist es ratsam, sich direkt an die Anleitung zu halten. Der erste
Versuch scheiterte bei mir kläglich. Ich habe den Schmorvorgang ohne
Deckel ins Werk gesetzt, was dazu führte, dass mir das Gulasch
angebrannt ist.
Beim zweiten Mal
war ich klüger, wenn auch nicht völlig experimentierunfreudig.
Anstatt Gemüsezwiebeln habe ich bereits vorgeschnittene
Tiefkühlzwiebeln genutzt (da ich Zwiebel schneiden so gar nicht
mag). Außerdem hatte ich keinen Mörser vorrätig und habe den
Kümmel also unzerrieben hinzugefügt. Meine Geschmacksbewertung
könnte in Nuancen also auch durch diese Eigeninterpretation
beeinflusst worden sein.
Das Gulasch
benötigte laut Rezept zwei Stunden Garzeit. Hinzu kam dann noch etwa
eine Viertelstunde Vorbereitung. Sollte man Tim Mälzers Rat
beherzigen und zu dem Gericht selbstgemachten Apfelkompott genießen
wollen, so muss man die entsprechende Zeit noch oben drauf rechnen.
Ergebnis:
Mit dem Ergebnis
war ich beim zweiten Versuch sehr zufrieden. Auch, wenn die
Zubereitungszeit meines Erachtens nicht im Verhältnis dazu steht.
Das Fleisch war gut durchgekocht und die Soße hat geschmeckt, wie
Gulaschsoße schmecken sollte. Ich habe anstatt Apfelkompott nur
Nudeln dazu serviert.
Kurzgefasst:
Umsetzung:
Geschmack:
Zutaten (Menge, Exoten oder leicht zu beschaffen?):
Ergebnis:
Fazit:
Donna Hays Huhn nach Bauernart hat für mich Tim Mälzers Hauptgericht Gulasch vom zeitlichen Aufwand der Herstellung schlagen können. 2 ¼ Stunden sind für mich einfach ein wenig zu viel Zeit in der Küche. Auch hat mich ein wenig gestört, dass man für eine exakte Umsetzung einen Mörser benötigt hätte, den meines Erachtens nicht jeder Haushalt parat halten muss. Mal ganz abgesehen von dem Ärgernis mit dem Anbrennen (welches ich selbst verschuldet habe – ja ich weiß ;o)).
Auch geschmacklich war das Gulasch zwar sehr lecker, hat aber die interessanten Geschmacksnoten beim Bauernhuhn nicht aufwiegen können.
Hier liegt Donna Hay also ein wenig weiter vorn.
Resümee:
Beide Kochbücher haben ihren eigenen Charme. Tim Mälzer verschreibt sich hier der deutschen Küche, während Donna Hay mit besonderen Geschmacksnoten überzeugt. Wer eine „Gelinggarantie“ sucht, wird wohl eher mit Donny Hay glücklich. Ihre Gerichte waren einfach zuzubereiten und sind in beiden Fällen geglückt. Geschmacklich lag Tim Mälzer beim Pudding vielleicht eine Nuance weiter vorne, beim Hauptgericht hat mich jedoch Donna Hay noch ein bisschen mehr überzeugt.
Das
Siegertreppchen:
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| Platz 1 |
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| Platz 2 |

