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Montag, 18. April 2016

Kochbuchvergleich

Donna Hay vs. Tim Mälzer




Allgemeine Daten:


Verlag: ATVerlag
Autor: Donna Hay
Preis: 26,90 Euro
Format: Klappbroschur
ISBN: 978-3-03800-460-8
Seitenzahl: 208 Seiten









 

Titel: Heimat
Verlag: Mosaik
Autor: Tim Mälzer
Preis: 19,99 Euro
Format: Hardcover (Halbleinen)
ISBN: 978-3-442-39274-2
Seitenzahl: 304 Seiten









Aufmachung:

Tim Mälzer: Hier findet man rustikale Rezepte aus der deutschen Küche. Abgerundet werden die Rezepte durch Tim Mälzers kleine kulinarische Reiseberichte. Der Innenteil ist recht bunt gehalten. Fotos der einzelnen Reiseziele schmücken das Buch ebenso, wie die Bilder der gekochten Gerichte. Kleine Zeichnungen und bunte Überschriften sorgen für Abwechslung. Der schöne goldene Einband lässt das Buch auf den ersten Blick sehr edel wirken. In diesem Kochbuch findet man nicht nur Hauptgerichte, Salate, Desserts und Suppen, sondern auch Rezepte für Soßen und Dips. Jedes Rezept endet mit einem kleinen Tipp vom Koch persönlich.


Donna Hay verwendet für ihre Bilder einen weißen Hintergrund und weißes Geschirr. Dadurch wirkt der Innenteil des Buches auf den Betrachter sehr edel. Die Rezepte für Suppen, Salate und Hauptgerichte werden durch kleine Specials wie Dips, Frühstücksideen u.ä. abgerundet. Im hinteren Teil des Buches findet sich außerdem ein Glossar in dem einige Zutaten erklärt werden. So erfährt man z.B., was Tahimi, Tofu oder Zitronengras ist, wo man es kaufen kann und wie man es verwendet. Weiterhin gibt es eine kurze Einführung in die Küchenpraxis. Hier kann man z.B. erlesen, wie man ein Wasserbad ins Werk setzt, wie man eine Chilischote entkernt oder was Blanchieren bedeutet. Zusätzlich punktet das Kochbuch für Leser, die keine Küchenwaage ihr Eigen nennen, damit, dass man erfährt, wie sich der Inhalt einer Tasse mit verschiedenen Füllungen in Gramm umrechnen lässt.



Zutaten:

 
Tim Mälzer verwendet auch schon mal ein paar mehr Zutaten für seine Rezepte. Alle Zutaten sind aber im gut sortierten Kaufhaus erhältlich.







 

Donna Hay arbeitet in diesem Kochbuch mit sehr wenig Zutaten. Ihre Rezepte sind kurz gefasst und einfach umzusetzen. Selten findet man hier eine exotischere Zutat.









Empfehlung für:


Köche, die Lust haben die rustikale deutsche Küche neu zu entdecken.









 
Rezepte, die schnell und einfach zuzubereiten sind und dennoch optisch und geschmacklich einiges hergeben.








  

Internetpräsenz:


Bei Donna Hay und auch bei Tim Mälzer könnt ihr auch online ein paar schöne Rezepte finden und ausprobieren, welcher Koch besser zu euch passt :o)



Rezeptvergleich:

Ich habe von jedem Kochbuch zwei Rezepte ausprobiert. Dabei habe ich eine ähnliche Nachspeise und ein gängiges Hauptgericht gewählt. Aus Donna Hays Kochbuch habe ich eine Mousse au Chocolat getestet, Tim Mälzers Buch habe ich das Rezept für einen Schokoladenpudding entnommen. Als Hauptgang gab es bei Tim Mälzer Gulasch mit Nudeln und bei Donna Hay ein geschmortes Huhn nach Bauernart. Hier seht ihr die Gerichte im Vergleich:


Schokopudding von Tim Mälzer

So sah er aus: 
 

















Umsetzung:

Die Zutaten für den Schokopudding waren leicht zu beschaffen. Es wurden sieben verschiedene Zutaten benötigt. Die Zubereitung dauerte vielleicht ein klein wenig länger als bei der Mousse au Chocolat von Donna Hay. Das Rezept war kurz und verständlich niedergeschrieben. Die Umsetzung war ohne größere Mühewaltung möglich.


Ergebnis:

Ich habe den Pudding genau nach Rezept zubereitet. Leider war der Pudding nach vollständigem Erkalten immer noch nicht fest. Selbst die Kühlung im Kühlschrank konnte keine Besserung herbeiführen. Geschmacklich hätte man es jedoch fast nicht besser machen können. Hier wurde eine perfekte Nuance zwischen Schokolade und Sahne getroffen. Ich habe selten so einen leckeren Schokoladenpudding gegessen.


Kurzgefasst:

Umsetzung: 






 Geschmack: 






Zutaten (Menge, Exoten oder leicht zu beschaffen?): 






Ergebnis: 






Mousse au Chocolat von Donna Hay:

So sah sie aus:


















Umsetzung:

Bei der Mousse au Chocolat habe ich dieselbe Zartbitterschokolade verwandt, wie für den Schokoladenpudding von Tim Mälzer. Die Umsetzung des Rezepts verlief sogar noch zügiger als bei dem Schokoladenpudding. Dafür wurden lediglich vier Zutaten benötigt.
Das Rezept war leicht verständlich verfasst und die Umsetzung gelang mir einwandfrei.


Ergebnis:

Die Mousse au Chocolat war von der Konsistenz her sehr fest. Hier hätte man beim Aufschlagen der Masse gewiss noch ein wenig variieren können. Jedoch war sie nicht so fest, dass es störend gewirkt hätte. Sie hat sehr stark nach Schokolade geschmeckt und fiel im Vergleich mit dem Schokoladenpudding nur geringfügig schlechter aus.


Kurzgefasst:


Umsetzung: 






Geschmack: 

 




Zutaten (Menge, Exoten oder leicht zu beschaffen?): 

 




Ergebnis: 






Fazit:

Geschmacklich konnte der Pudding von Tim Mälzer die Mousse au Chocolat von Donna Hay noch toppen. Konsistenztechnisch war die Mousse au Chocolat gegenüber dem Pudding weit vorne. Die Umsetzung und Zutatenbeschaffung war bei beiden Rezepten einfach. Donna Hay schnitt mit ihrer Mousse au Chocolate hier jedoch geringfügig besser ab.



Geschmortes Huhn nach Bauernart von Donna Hay:

So sah es aus: 
 



















Umsetzung:

Die Herstellung des geschmorten Huhn nach Bauernart hat einige Zutaten und ein wenig Zeit erfordert. Insgesamt habe ich etwa eine Dreiviertelstunde für die Zubereitung und Kochzeit benötigt.
Das Rezept war leicht verständlich formuliert und einfach umzusetzen. Alles wurde nach und nach in den Topf gegeben und dann solange aufgekocht, bis es gar war.


Ergebnis:

Obwohl ich vergessen habe, Hühnerbrühe einzukaufen und stattdessen eine Gemüsebrühe verwandt habe, hat das geschmorte Huhn nach Bauernart sehr lecker geschmeckt. Der Wein hat dem Gericht eine dezent säuerliche Note verliehen, die Gewürze haben eine perfekte Abrundung für den Gaumen geschaffen.

Im Endergebnis handelte es sich um ein Gericht mit einiger Flüssigkeit. Man konnte das geschmorte Huhn nach Bauernart einem Eintopf ähnlich genießen.


Kurzgefasst:


Umsetzung:







Geschmack:

 



 
Zutaten (Menge, Exoten oder leicht zu beschaffen?): 

 




Ergebnis: 

 




Gulasch von Tim Mälzer

So sah es aus: 
 


















Umsetzung:

Bei diesem Rezept ist es ratsam, sich direkt an die Anleitung zu halten. Der erste Versuch scheiterte bei mir kläglich. Ich habe den Schmorvorgang ohne Deckel ins Werk gesetzt, was dazu führte, dass mir das Gulasch angebrannt ist.

Beim zweiten Mal war ich klüger, wenn auch nicht völlig experimentierunfreudig. Anstatt Gemüsezwiebeln habe ich bereits vorgeschnittene Tiefkühlzwiebeln genutzt (da ich Zwiebel schneiden so gar nicht mag). Außerdem hatte ich keinen Mörser vorrätig und habe den Kümmel also unzerrieben hinzugefügt. Meine Geschmacksbewertung könnte in Nuancen also auch durch diese Eigeninterpretation beeinflusst worden sein.

Das Gulasch benötigte laut Rezept zwei Stunden Garzeit. Hinzu kam dann noch etwa eine Viertelstunde Vorbereitung. Sollte man Tim Mälzers Rat beherzigen und zu dem Gericht selbstgemachten Apfelkompott genießen wollen, so muss man die entsprechende Zeit noch oben drauf rechnen.


Ergebnis:


Mit dem Ergebnis war ich beim zweiten Versuch sehr zufrieden. Auch, wenn die Zubereitungszeit meines Erachtens nicht im Verhältnis dazu steht. Das Fleisch war gut durchgekocht und die Soße hat geschmeckt, wie Gulaschsoße schmecken sollte. Ich habe anstatt Apfelkompott nur Nudeln dazu serviert.



Kurzgefasst:

Umsetzung: 

 




Geschmack: 

 




Zutaten (Menge, Exoten oder leicht zu beschaffen?):

 




Ergebnis: 

 





Fazit:

Donna Hays Huhn nach Bauernart hat für mich Tim Mälzers Hauptgericht Gulasch vom zeitlichen Aufwand der Herstellung schlagen können. 2 ¼ Stunden sind für mich einfach ein wenig zu viel Zeit in der Küche. Auch hat mich ein wenig gestört, dass man für eine exakte Umsetzung einen Mörser benötigt hätte, den meines Erachtens nicht jeder Haushalt parat halten muss. Mal ganz abgesehen von dem Ärgernis mit dem Anbrennen (welches ich selbst verschuldet habe – ja ich weiß ;o)).

Auch geschmacklich war das Gulasch zwar sehr lecker, hat aber die interessanten Geschmacksnoten beim Bauernhuhn nicht aufwiegen können.

Hier liegt Donna Hay also ein wenig weiter vorn.



Resümee:

Beide Kochbücher haben ihren eigenen Charme. Tim Mälzer verschreibt sich hier der deutschen Küche, während Donna Hay mit besonderen Geschmacksnoten überzeugt. Wer eine „Gelinggarantie“ sucht, wird wohl eher mit Donny Hay glücklich. Ihre Gerichte waren einfach zuzubereiten und sind in beiden Fällen geglückt. Geschmacklich lag Tim Mälzer beim Pudding vielleicht eine Nuance weiter vorne, beim Hauptgericht hat mich jedoch Donna Hay noch ein bisschen mehr überzeugt.


Das Siegertreppchen: 

Platz 1


Platz 2