Rezension zu Magisterium – Der
kupferne Handschuh von Holly Black und Cassandra Clare
Seitenzahl: 304 Seiten
Format: Hardcover
Preis: 16,99 Euro
ISBN:
978-3-8466-0017-7
Altersempfehlung
des Verlages: Ab 10 Jahren
Band 2
Inhalt:
Call verbringt seine Schulferien bei
seinem Vater Alastair. Nach einem gemeinsamen Kinobesuch stellt er
fest, dass Mordo verschwunden ist. Auf der Suche nach dem Chaoswolf
entdeckt der Junge im Keller seines Vaters eine gruselige Vorrichtung
und erfährt etwas über einen geheimnisvollen Handschuh. Was hat
Alastair vor? Möchte er seinen Sohn umbringen? Call möchte es nicht
herausfinden. Er beschließt gemeinsam mit dem Wolf zu seiner besten
Freundin Tamara zu fliehen. Dort trifft er auch auf seine anderen
Freunde.
Nach einer gemeinsamen Rückkehr ins
Magisterium wird bald klar, dass dort ein magischer Handschuh
entwendet wurde. Call und seine Freunde beschließen der Sache auf
den Grund zu gehen.
Wichtigste Charaktere:
Call ist ein mutiger und
abenteuerlustiger Junge. Mit seinem Messer „Miri“ und seinem
Chaoswolf Mordo begibt er sich auf die Suche nach der Antwort, ob in
ihm ein „Kriegstreiber“ steckt. Außerdem gibt es einige Fragen
bezüglich seines Vaters zu klären.
Jasper und Call können sich
nicht leiden. Jasper würde keine Sekunde zögern Call an die Lehrer
zu verraten oder ihn auch einfach nur zu ärgern.
Tamara kann manchmal eine ganz
schöne Zicke sein. Sie ist Calls beste Freundin und wohnt bei ihren
Eltern auf einem teuren Anwesen.
Aaron ist Calls bester Freund.
Im ersten Band hat man erkannt, dass Aaron ein Markar ist. Er trägt
die Chaosmagie in sich. Aaron ist immer nett und zuvorkommend und
nimmt nicht selten die schlichtene Rolle in Streitgesprächen ein.
Mordo ist Calls Haustier. Im
ersten Band hat Call den Choaswolf gefunden. Seitdem sind beide
unzertrennliche Freunde und gehen gemeinsam durch dick und dünn.
Welt:
Holly Black und Cassandra Clare haben
mit dem Magisterium eine Schule erschaffen, in der magisch begabte
Kinder lernen können mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Die Schule
bietet mit ihren unterirdischen Gängen und Räumen viel zu
entdecken. Hier leben Chaoskreaturen, beispielhaft ein sprechender
Waran namens Warren.
Freunde von Harry Potter werden sich in
dieser Schule sicher sehr bald zu Hause fühlen.
Schreibstil:
Cassandra Clares und Holly Blacks
zweiter Band des Magisterium lebt wieder von fantasiereichen Ideen.
Bedauerlicherweise hält man sich als Leser dieses Mal nicht so lange
im Magisterium auf, an dem es gerade im ersten Band interessante
Höhlen zu entdecken und magische Prüfungen zu bestehen gab.
Vielmehr erlebt man mit den Charakteren hier eine Verfolgungsjagd und
versucht das Rätsel um den magischen Handschuh und die Geheimnisse
von Calls Vater zu entschlüsseln.
Der Einstieg, auch nach längerer
Pause, in diesen Band gelingt gut. Kleine Erinnerungen an den ersten
Teil fließen in das Geschehen ein und erleichtern eine Rückkehr in
die Welt rund um den Helden Callum.
Callum, der Protagonist, ist sehr
sympathisch beschrieben. Er hat mit seiner körperlichen Behinderung
Schwierigkeiten sich in der Welt durchzusetzen, seine Gedanken wirken
stets amüsant. So möchte Call eigentlich kein Bösewicht sein, weiß
aber, dass er dafür auserkoren wurde. Immer wieder fragt sich der
Junge, ob sein Tun den „Kriegstreiber“ - so nennt er den Schurken
in sich – zeigt. Ist es zum Beispiel die Tat eines Bösewichts,
wenn man den letzten Schluck aus der Kaffeekanne trinkt oder ist dies
„normales Verhalten“?
Call ist kein perfekter Held. Vielmehr
ist er ein kleiner Junge mit den typischen Gedanken eines solchen. Er
ist sehr mutig und konsequent und trägt sein Herz auf der Zunge.
Das Alter der Charaktere zeugt davon,
dass das Buch eher auf jüngere Leser zielt. Auch die Gedanken
Callums unterstreichen diese Aussage nochmal. Die Handlung ist mit
vielen Erlebnissen sehr interessant gestrickt, doch bleibt hier für
ältere Leser vielleicht ein wenig die Spannung aus. Die gefährlichen
Elementare werden jüngere Leser begeistern. Ältere ahnen aber
bestimmt bald, dass ein Luftelementar die Charaktere nicht töten
sondern vielleicht nur verschlucken wird.
Auch vor dem Chaoswolf Mordo –
Callums Haustier – muss man sich nicht unbedingt fürchten. Seine
gruseligen Augen sind vielleicht im ersten Moment abschreckend. Das
Tier ist aber vom Charakter her eher schüchtern und lieb.
Lediglich das Ende widerspricht dieser
Altersempfehlung ein wenig. Ein abgeschnittener Kopf ist vielleicht
nicht für jeden jüngeren Leser geeignet.
Fazit:
Magisterium – Der kupferne Handschuh
ist ein fantasiereiches und spannendes Werk für jüngere Leser. Es
gibt nicht nur viele interessante magische Zauber und Kreaturen zu
erleben, auch ein Geheimnis wartet darauf entdeckt zu werden. Der mit
kleinen Makeln versehene Protagonist Call wirkt natürlich. Seine
kindlich naiven Gedanken laden zum Schmunzeln ein.
Das Buch erthält von mir eine
Empfehlung für jüngere Leser, die gerne fantastische Welten
erkunden und sich in spannende Abenteuer begeben wollen.
Kurzgefasst:
Spannung/Action:
Charaktere:
Weltenaufbau:
Handlungsstrang:
Schreibstil:
Im Gesamtpaket: