Im letzten Jahr habe ich das erste Mal
eine Buchmesse besucht. Die Tage in Frankfurt waren so wundervoll.
Ich habe damals so viele neue Eindrücke sammeln können und für
mich stand fest: Nächstes Jahr geht es wieder auf die Messe.
Was geschah zuvor?
Natürlich möchte ich euch von meinen
Messeerlebnissen ausführlich berichten. Bevor wir dazu kommen,
möchte ich aber von vorne beginnen. Während ich bei meinem ersten
Besuch im letzten Jahr einfach nur die Messe auf mich wirken lassen
wollte, wollte ich dieses Mal auch ein paar Termine mit Verlagen
vereinbaren und meine erste Akkreditierung in Angriff nehmen.
Die
Akkreditierung
kann man auf der Seite der Frankfurter Buchmesse ganz einfach
beantragen. Ich hatte Glück und bekam auch nach kurzer Zeit eine
Bestätigung. Das bedeutete für mich: Ich konnte an allen Tagen
(auch an den Fachbesuchertagen) die Messe kostenfrei besuchen.
Außerdem bestand die Möglichkeit ein Parkhaus sowie die Garderoben
der Buchmesse gebührenfrei zu nutzen.
Über die
Newsletter der Verlage
wurde ich rechtzeitig informiert, welche Autoren auf der Buchmesse
anwesend sein würden. Auch auf
Facebook konnte ich in dieser
Hinsicht Informationen sammeln. Was ich nicht gefunden und was mich
dennoch interessiert hat, habe ich dann letztlich entweder erfragt
oder über die
Homepages der Verlage herausgesucht. Auch hat
Philip vom Blog „Book Walk“ wieder eine
hervorragende
Übersicht zusammengestellt, die ich schon im letzten Jahr
genutzt habe.
Somit stand mein Plan schon frühzeitig
fest. Auf jeden Fall wollte ich in diesem Jahr auch den ein oder
anderen Blogger einmal live treffen. Ziemlich schnell hatte
ich meine zwei Besuchstage auch schon gut verplant. Natürlich wollte
ich auch noch ein paar Stunden zur freien Verfügung haben.
Ein Hotelzimmer musste natürlich
auch noch gebucht werden. Auch in diesem Jahr habe ich festgestellt,
dass die Preise kurz vor der Messe noch einmal stark gefallen sind.
Hierbei variierten die Preise für die Übernachtung von Freitag auf
Samstag und von Samstag auf Sonntag auch sehr. (Die Übernachtung von
Freitag auf Samstag war um einiges teurer.)
Sehr gefallen hat mir im letzten Jahr
das Meininger Hotel, welches nur wenige Fußminuten vom Messegelände
entfernt war. Dieses Hotel sollte es auch in diesem Jahr wieder
werden.
Sachen gepackt und los ging's!
Tag 1 (Freitag) - Sightseeing:
Den ersten Tag in
Frankfurt habe ich nicht auf der Messe verbracht. Aus
folgenden Gründen: Zum einen wollte ich unbedingt auch die Stadt
einmal kennenlernen, zum anderen war ich mit einer Begleitung
unterwegs, die leider keine Pressekarte besaß.
Wäre ich also am
Freitag zur Messe gegangen, hätte meine Begleitung zwar eine
Fachbesucherkarte kaufen dürfen, die hätte aber nicht im Vorverkauf
erworben werden können und schlägt mit 64,00 Euro zu Buche. Dazu
wäre dann noch ein Ticket für Sonntag hinzugekommen, denn da wollte
ich auf alle Fälle auf die Messe, da man nur an diesem Tag Bücher
auch käuflich erwerben kann. Der Freitag war also perfekt für einen
Stadtbummel.
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| Stadtbummel in Frankfurt |
Als erstes war ich
im
Caricatura. Einem Museum für komische Kunst. Aktuell
wurden dort Bilder von Sebastian Krüger ausgestellt. Der Zeichner
hat unglaublich realistischer Bilder von Stars wie Bruce Willis, den
Rolling Stones, Johnny Depp u. a. gefertigt und sie dort ausgestellt.
Da das Fotografieren dort nur für den privaten Gebrauch gestattet
war, verlinke ich euch
hier
die Gallery auf der Internetseite des Künstlers, damit ihr mal einen
Blick auf seine Werke werfen könnt. Danach ging es zu „
Jamys
Burger“. Hier gab es wohl die leckersten Hamburger aller
Zeiten. Frisch hergestellt mit zartem Fleisch und köstlich weichen
Brötchen. Angeboten wurden dazu selbstgemachte Limonaden, die auch
nicht zu süß waren. Empfehlen kann ich die von mir gekostete
Minze-Limette-Limo. Direkt daneben befand sich
eine
Kaffeerösterei. Dreimal dürft ihr raten, was es zum Nachtisch
gab ;o)
Durch einen Zufall
habe ich in einen Bertelsmannshop, der einige Bücher heruntergesetzt
hat, ein Buch von Terry Pratchett entdeckt, von dem ich kurz
zuvor gelesen habe. Es handelt sich hier um zwei Geschichten. In der
ersten erwähnt Pratchett das erste Mal meine Lieblingscharakterin
der Scheibenwelt: Die Hexe Oma Wetterwachs. Klar, dass das Buch in
mein Einkaufstütchen wandern musste.
Tag 2 (Samstag) 1. Messetag,
Verlage, andere Blogger, eine Autorin und erste Eindrücke:
Die erste Nacht im
Hotel verlief recht unruhig. Fremdes Zimmer, Bahnverkehr vorm Fenster
und dann noch die Aufregung. Das Frühstücksbuffet hingegen
hat mich zu genüge für den kommenden Ausflug gestärkt. Positiv
aufgefallen ist mir, dass das Hotel sich mittlerweile in Sachen
Kaffee stark verbessert hat. Der Vollautomat hat die Bohnen frisch
gemahlen. Der Cappuccino wurde mit handelsüblicher Milch
hergestellt.
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| Auf dem Weg zu den Messehallen |
Das gab mir Kraft
für den Tag. Was auch ziemlich wichtig war, denn ich hatte einiges
geplant. Los ging es mit dem Fischer-Bloggertreffen. Hier kam
der erste Schock. Die ersten Mitarbeiter teilten mir mit, dass es gar
kein Bloggertreffen geben würde. Das Missverständnis klärte dann
jedoch bald Frau Almut Konsek auf. Es handelte sich um ein Treffen
von rund zehn Blogger/innen. Bei dem wir die Verlagsmitarbeiterinnen
kennenlernen durften und ein Gesicht zu den Damen bekamen, die immer
so lieb unsere Emails beantwortet haben. Außerdem bekamen wir ein
Mäppchen mit Jugendbucherscheinungen für Januar und Juni 2017.
Natürlich werde ich euch in Lenis und meinem Neuerscheinungsartikeln
auch pünktlich dazu auf dem Laufenden halten. An dieser Stelle würde
es den Artikel gewiss sprengen. Ein paar Cover wurden uns auch schon
vorgestellt. Die Vorfreude auf die erscheinenden Artikel war also bei
allen Blogger/innen geschürt.
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| Pandaparade auf der Messe :o) |
Kurz darauf habe
ich mich dann mit
Gisela
getroffen. Wir hatten uns fest vorgenommen, dass wir diesen
Messebesuch nutzen würden, um gemeinsam aufs nächste Bloggertreffen
zu gehen. Gisela war genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. Sie
entsprach den Bildern auf ihrem Blog und war genauso herzlich und
offen, wie erhofft.
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| Gisela (links) und ich (rechts) |
Das
Piper-Bloggertreffen fand in einem separaten Raum statt. Hier
waren auch viel mehr Blogger zugegen.
Philip
von Book Walk habe ich von der Ferne gesehen und
Uwe
von Uwes Leselounge konnte ich einmal kurz die Hand schütteln.
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| Auf dem Pipertreffen konnte man einige Blogger/innen antreffen |
Der Verlag hatte
sich für dieses Treffen einiges einfallen lassen. Dan Wells
erschien persönlich und erzählte etwas über seinen Roman
Bluescreen. Im Anschluss durften auch noch Fragen gestellt
werden.
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| Die Verlagsmitarbeiterin kündigt Dan Wells an |
Wir erfuhren, dass
Dan Wells bereits den zweiten Teil der Reihe beendet und schon am
Schreiben des dritten Bandes wäre.
Ja, Dan würde
gerne in der Welt von Bluescreen leben, aber nur, wenn er genügend
Geld hätte. Einen Dschinni würde er jedoch, wie die Helden seines
Romanes, nicht gerne eingepflanzt bekommen. Zumindest nicht, solange
Computer noch jederzeit abstürzen können. So ein selbstfahrendes
Auto - das hätte er jedoch schon ganz gerne.
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| Dan Wells im Interview |
Überhaupt zeigte
der Autor einiges an Humor. So berichtete er, wie er an einem Tag
eine Mordszene an seiner Tochter ausgetestet hätte. Diese wusste von
nichts, als ihr Vater sie in die Seite piekste. Als sie erfuhr, was
Daddy da machte, war sie schockiert.
Ein Blogger
stellte die interessante Frage, ob Dan Wells lieber aus der Sicht
eines weiblichen oder eines männlichen Protagonisten schreiben
würde. Dan Wells berichtete, dass es ihm egal wäre, da er hinter
jedem Charakteren immer nur den Menschen sehen würde. Er berichtete
aber auch, dass ihm die Erzählung aus der Perspektive seines
Serienkillers, John Cleaver, sehr leicht fallen würde. Nicht, weil
er denken würde wie er, sondern weil er einfach schon so viele
Geschichten mit ihm erlebt habe.
Nach diesem
interessanten Treffen bekamen die Blogger/innen noch eine
Goodietasche mit auf den Weg und konnten sich von von den Autorinnen
Nina MacKay („Plötzlich Banshee) und Nicole Gozdek
(„Magie der Namen“) sowie von Dan Wells ein Buch o. ä. signieren
lassen.
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| Nina MacKay beim Signieren |
Nach diesem
Treffen haben wir uns mit einem kleinen Snack im Innenhof der Messe
gestärkt. Entgegen der unzähligen Meinungen von anderen
Messebesuchern, kann ich sagen, dass das Messeessen gar nicht
so schlecht war. Die Erbsensuppe und die Crepes haben dort sogar ganz
vorzüglich geschmeckt.
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| Auch auf dem Innenhof gab es einiges zu sehen |
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| Der EZB-Tower |
Im Innenhof traf
ich dann auch auf
Quint, der mir kurzerhand das Messer an den
Hals setzte und einmal zubiss. Tja, der Arme war etwas enttäuscht,
dass ich mich eher freute mal von einem echten Vampir gebissen zu
werden, anstatt vor Angst davonzulaufen. Wenn ihr euch von Quint uns
seine Geschichte interessiert:
Hier
gibt es ein paar coole Bilder und einen gelungen Trailer von ihm.
Auch den Klappentext könnt ihr hier lesen und einiges mehr über
Lara Greystones Romane erfahren.
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| Quint = im Einsatz, ich = höchst erfreut |
Am 19.10. ist,
pünktlich zur Buchmesse, das neue Imprint von Arena
digi:tales
gestartet. Hier gibt es demnächst viele schöne Geschichten für
dich und deinen E-Reader.
Schau
doch mal vorbei.
Bei der Vielzahl
der Verlage ist es natürlich auch sehr interessant mal den Blick auf
Stände zu werfen, deren Namen einem bislang noch unbekannt waren.
Entdeckt habe ich bei meinem diesjährigen Messebesuch
folgenden Verlag:
Book-Lovers.
Die Bücher werde
ich im Laufe der nächsten Tage einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Kennt einer von euch diesen Verlag schon? Haben die Geschichten auch
gleich euer Interesse geweckt?
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| Ullstein stellte seine Bücher mit der bekannten Eule zur Schau |
Mein Messetag
endete mit einem Treffen, auf das ich mich sehr gefreut habe. Ich
durfte
Julia
von Eclipses Bücherregal (unser ständiger Insider: Ja,
Julia ich werde irgendwann ein englisches Buch lesen) und
Anna
Sophie Caspar die Autorin von, „Verzaubert: Geheimnisvolle
Nachbarn“, einmal kennenlernen.
Anna und Julia
waren beide so lieb und nett. Wir sind ein wenig durch die Gänge
gestreift und haben ein wenig geplaudert.
Wir tauschten uns
ein wenig über das zauberhafte Cover ihrer Romanreihe aus, welches
Impress direkt von ihr übernommen hat. Ich freue mich immer noch
sehr, dass ich eine Selfpublisherausgabe in Buchform besitze. Denn
die Farben des Covers sind atemberaubend und das Papier fässt sich
auch noch wo wundervoll weich an. Leider steht noch nicht fest, ob
Impress neben dem Ebook auch eine Papierversion herausgeben wird.
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| Anna-Sophie Caspar, Julia und ich (von links nach rechts) |
Einen sehr guten
Tipp fürs Abendbrot hatte Anna dann auch noch für uns. Im nahe
gelegenen Einkaufszentrum, dem Skyline Plaza, könne man im
Dachgeschoss ganz hervorragend essen. Ofenkartoffel und
selbstgemachte Limo hätte sie dort schon gekostet.
Tja und da endete
der Tag dann auch. Und was soll ich sagen - Die Ofenkartoffel
schmeckte hervorragend :o)
Tag 3 - Shopping, Carlsen und Abreisezeit:
Mein letzter Tag
in Frankfurt fiel sehr kurz aus, da ich noch eine sehr lange
Heimfahrt vor mir hatte. An diesem Tag hatte ich jedoch noch ein
Treffen, was mir ganz besonders am Herzen lag. Ich durfte Ramona
vom Carlsen-Verlag einmal persönlich kennenlernen. Die
Verlagsmitarbeiterin hat sich ganz allein für mich Zeit genommen,
wofür ich ihr hier noch einmal ganz herzlich danken möchte.
Wir haben ein
wenig über Bücher geplaudert. Ramona hat mir gezeigt, auf welche
Bücher wir uns demnächst freuen können. Es wird Geschichten über
eine Graffitikünstlerin geben, deren Zeichnungen plötzlich lebendig
werden und eine starke Heldin, die sich ausgerechnet in einen Mörder
verliebt. Ganz besonders freuen können wir auch auf die
Fortsetzungen zu These Broken Stars (Band 3) und Teil 3 von der Roten
Königin. Victoria Aveyard wird sogar noch zwei weitere Bände
verfassen.
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| Diese Deko macht doch Lust aufs Buch, was sagt ihr? |
Auch stellte mir
Ramona die Sparte
Königskinder
vom Carlsen-Verlag vor, die mir bislang noch nicht bekannt war.
Hier werden Leser/innen bedient, die in die Altersklasse zwischen
Kinder- und Jugendliteratur fallen. Die Geschichten von den
Königskindern wirken nach, sie lassen einen nicht gleich nach dem
Lesen los, wie es vielleicht bei anderen Büchern oftmals der Fall
ist.
Die Königskinder
haben mich sehr interessiert. Ich bin sicher, dass demnächst das ein
oder andere Buch davon bei mir einziehen wird.
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| Auf dieses Buch freuen sich gewiss schon einige Leser/innen |
 |
| Noch mehr hübsche Dekorationen am Carlsen-Stand |
Nach diesem
informativen Treffen bin ich noch kurz ein wenig Stöbern gegangen
und habe rein zufällig auch das Azubi Bistro entdeckt. Ein kleiner
Geheimtipp für all diejenigen, die preisgünstig einen kleinen Snack
oder Drink auf der Messe erwerben möchten.
Und dann ging es
für mich auch schon wieder Richtung Heimat.
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| An jeder Ecke gab es viele Bücher zum Stöbern |
Das Fazit: Meine
ersten Bloggertreffen haben sehr viel Spaß gemacht. Die
Akkreditierung hat mir einiges an Vorteilen verschafft (auch die
kostenfreie Nutzung der Garderobe ist nicht zu unterschätzen, wenn
man mal schnell eine Tüte loswerden will ;o)). Ich habe eine Menge
neue Erfahrungen gesammelt und viele nette Menschen kennengelernt.
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| Diesen dekorativen Baum sah man am Bastei Lübbe-Stand |
Natürlich interessiert mich jetzt
auch, wie du die Messe erlebt hast. Hast du den Tag zuvor auch gut
geplant? Wie ist dir die Umsetzung gelungen? Hast du alles geschafft,
was du dir vorgenommen hast? Was waren deine Highlights?
Oder konntest du vielleicht auch
nicht auf die Messe gehen? Wie hat dir mein Bericht gefallen? Hast du
Kritik oder Wünsche für zukünftige Berichterstattungen? Hat dir
etwas gefehlt? Würdest du gern mehr über etwas bestimmtes lesen?
Wenn du ebenfalls einen Bericht zur
Messe geschrieben hast, dann hinterlass mir doch gerne einen Link.
Gerne komme ich dich auf deinem Blog besuchen, um zu schauen, wie dir
der Tag auf der Buchmesse gefallen hat :o))