Die Sparte „Kaffeeklatsch“ ist, das muss ich zugeben, irgendwie auf meinem Blog in der Versenkung verschwunden. Es wird also längst mal wieder Zeit, einen gemütlichen Kaffeeklatsch mit euch zu verbringen. Also schnappt euch eure Tassen, füllt sie mit einem Lieblingsgetränk eurer Wahl und lasst uns heute einmal über ein Thema sprechen, das mich schon seit Jahren beschäftigt:
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Sonntag, 26. Juli 2026
Kaffeeklatsch – Hörbücher und wie man sie bestmöglich in den Alltag integrieren kann
Themen:
Hörbuch,
Kaffeeklatsch
Donnerstag, 25. Juni 2026
Gewinner der Sommeraktion Saisonales Bookvoting 2026: Summer of Hearts & Souls
Zur Aktion „Saisonales Bookvoting“ - Wie es dazu gekommen ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, und der große Hörbuchkonflikt:
Als ich auf meinem Blog die Aktion „Saisonales Bookvoting“ ins Leben gerufen habe, habt ihr aus drei Büchern meinen Begleiter für den Sommer ausgewählt. „Summer of Hearts & Souls“ ist mit knappem Vorsprung als Gewinner hervorgegangen.
Themen:
2026,
Hörbuch,
Hörbuch Hamburg,
Rezension,
Silberfisch
Donnerstag, 7. November 2024
The Crimson Club - Hörspiel
Werbung: Unbezahlte Produktvorstellung
Hinweis: In diesem Beitrag schildere ich meine persönlichen Eindrücke zum Hörspiel „The Crimson Club“. Ich habe für diesen Beitrag keine Gegenleistung erhalten und äußere hier meine freie Meinung.
Hinweis: In diesem Beitrag schildere ich meine persönlichen Eindrücke zum Hörspiel „The Crimson Club“. Ich habe für diesen Beitrag keine Gegenleistung erhalten und äußere hier meine freie Meinung.
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Mein erster Eindruck: „The Crimson Club – Die Sehnsucht in mir“
Wer mich kennt, weiß, dass Hörspiele und ich eine etwas komplizierte Beziehung haben – bislang zumindest. Egal, wie spannend das Hörspiel ist, früher oder später schweifen meine Gedanken ab oder ich schlafe beim Hören ein. Bei Büchern passiert mir das nicht; da kann ich mich immer voll auf die Geschichte konzentrieren.
Donnerstag, 11. Juli 2019
Durchgehört: Cinder & Ella
Hörbuchrezension zu Cinder & Ella von Kelly Oram
Anhören bei: Audiolibrix (Werbung gem. TMG) Verlag: Lübbe Audio (Werbung gem. TMG)
Hörbuchsprecher: Nora Jokhosha und Maximilian Artajo
Übersetzer: Fabienne Pfeiffer
Format: Hörbuch
Länge in Minuten: 11:08 h
ungekürzte Fassung
Preis: 19,99 Euro
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Band 1 von 2
Dienstag, 26. Februar 2019
Durchgehört: Golden Dynasty - Größer als Verlangen
Hörbuchrezension zu Golden Dynasty – Größer als Verlangen von Jennifer L. Armentrout
Verlag: Harper Collins bei Lübbe Audio kaufen und/oder Hörprobe anhören bei Audiolibrix (Werbung gem. TMG)
Hörbuchsprecher: Nina Schöne
Übersetzer: Sabine Schilasky
Format: Hörbuch
Länge in Minuten: 7:38 h
gekürzte Fassung
Preis: 11,99 Euro
ISBN: 978-3-96109-072-3
Band 1
Themen:
2019,
Audiolibrix,
Bastei Lübbe,
Harper Collins,
Hörbuch
Donnerstag, 3. Januar 2019
Durchgehört: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
Rezension zu Wenn's einfach wär, würd's jeder machen von Petra Hülsmann
Verlag: Lübbe Audio (Werbung gem. TMG)
Angehört bei Audiolibrix (Werbung gem. TMG)
Hörbuchsprecher: Nana Spier
Format: Hörbuch
Länge: 7:34 h
Tracks: 111
gekürzte Fassung
Preis: 11,99 Euro
ISBN: 978-3-7857-5661-4
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Band 5 der Hamburg-Reihe (Erzählung in sich abgeschlossen)
Themen:
2018,
Audiolibrix,
Bastei Lübbe,
Hörbuch,
Rezension
Dienstag, 23. Oktober 2018
Fundstück Babylon Berlin
Als
ich jüngst auf der Buchmesse unterwegs war, stolperte ich über die
ARD-Videobox, die unter dem Titel, „werde Teil von Babylon Berlin“
stand. Diese sollte Besucher direkt in die Zwanzigerjahre katapultieren. In
einer Box mit Greenscreen konnte man sich als Schauspieler von
"Babylon Berlin" ausgeben und im Trailer der ARD-Krimiserie
erscheinen. Das perfekte Outfit dazu bot die bereitgelegte Kleidung
im Look der "Goldenen Zwanziger". Die Besucher bekamen
ihren persönlichen Video-Clip und konnten ihn direkt in den Sozialen
Medien teilen.
Eine
gelungene Inszenierung von Aufmerksamkeit,
die mein Interesse an Babylon
Berlin weckte.
In
der ARD- Mediathek fand ich – eine gute Nachricht für alle
Binge-Wachter wie mich - alle Folgen am Stück.
In der Serie führt uns Gideon Rath, der sich eher durch zu viel
Ehrgeiz als durch Cleverness auszeichnet, durch Exzess und Luxus des
Nachtlebens der späten zwanziger Jahre in Berlin.
Die Geschichte dreht sich um eine mysteriöse Verschwörung, bei der
emigrierte russische Adelige, kommunistische Sektierer, kriminelle
Ringvereine, Nationalisten, Waffenschiebereien und eine Wagonladung
Gold eine Rolle spielen. Genug Stoff für eine wendungsreiche
Geschichte vor dem Hintergrund zunehmender politischer Spannungen.
Die Handlung nimmt einen wirklich gefangen. Schlechte Nachrichten gibt
es allerdings für diejenigen, die Staffel eins noch nicht gesehen
haben. Mit der Freischaltung der zweiten Staffel soll die erste
offline gehen.
Ich glaube, dass der Erfolg auch zu einem großen Teil mit den
Büchern zu tun hat. Volker Kutscher soll ein begabter
Geschichtenerzähler sein.
Ich
denke daher, dass „Der
nasse Fisch“ im
Dezember auf der Wunschliste
stehen dürfte. Es liegt aber auch ein Hörbuch
mit einem von David Nathan gelesenen Text vor.
Wer
hierzu mehr erfahren will: https://magazin.audible.de/babylon-berlin (Werbung gem. TMG)
Krimis,
wer meinen Blog regelmäßig liest, ist dies bekannt,
müssen sich bei mir erst durchsetzen.
Daher
meine Frage an euch: Ist „Der nasse Fisch“ nur ein schönes Buch
für Krimi-Liebhaber
oder schafft es das Buch den Zauber der Serie einzufangen?
Themen:
2018,
Angeschaut,
Babylon Berlin,
Hörbuch
Dienstag, 16. Mai 2017
Nachgefragt - Interview mit Audible
Hallo ihr Lieben,
hört ihr gerne Hörbücher? Ja?!
Ich nicht.
So oder so ähnlich hätte ich euch vor
einigen Monaten noch auf diese Frage geantwortet. Ständig bin ich
beim Zuhören eingeschlafen und auch oft gedanklich abgedriftet.
Das ist nun nicht mehr unbedingt so.
Denn vor geraumer Zeit habe ich mein erstes Jugendhörbuch von der
Plattform Audible geladen. Ich habe mich bewusst vorher mit der
Hörprobe auseinandergesetzt, um die Stimme des Sprechers zu testen.
Das war eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausgestellte. Denn
plötzlich lauschte ich voller Spannung der Geschichte. Ich schlief
nicht ein, sondern wollte wissen, wie es weitergeht.
Durch diese neu entdeckte Begeisterung
für Hörbücher, wurde ich neugierig. Ich habe angefangen mir Fragen
zu stellen und ich kam auf die Idee auch mal ein wenig hinter die
Kulissen von Audible zu blicken. Mein Wunsch war es mehr über
Hörbücher zu erfahren und vielleicht auch euch, meine Leser, ein
wenig mit dem Thema Hörbücher vertraut zu machen.
Folglich überlegte ich mir einige
Fragen und schrieb die Plattform mit der Bitte um ein Interview an.
Hendrik, der den Blog von Audible
betreut, erklärte sich bereit mir bei diesem Artikel zur Seite zu
stehen. Herausgekommen ist ein wundervolles Interview, unterlegt, mit
vielen informativen Links zu weiterführenden Artikeln, welches ich
euch heute gerne präsentieren möchte:
Interview
Audible & Der Duft von Büchern und Kaffee
Gesprächspartner:
Hendrik Gerstung, der bei Audible unter anderem den Hörbücher-Blog
verantwortet
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| Die Rechte für Bilder unterliegen der Plattform Audible |
Hendrik,
magst du mir und meinen Lesern einmal in wenigen Worten die Plattform
Audible vorstellen? Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das
Unternehmen? Wie ist die Idee zu einer Hörbuchplattform entstanden?
Seit wann existiert die Plattform schon? Vielleicht kannst du auch
einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte geben?
Sehr
gerne, vielen Dank für dein Interesse an Audible. Audible wurde 1995
von Don Katz in den USA gegründet. Don
Katz,
der noch immer als CEO unser Medienunternehmen weltweit leitet, ist
selbst Buchautor und Journalist und suchte nach einem Weg, die besten
Geschichten auch dann zu „lesen“, wenn die Hände und Augen
beschäftigt sind, etwa beim Autofahren. Daraus und vor dem
Hintergrund der langen Tradition des Geschichtenerzählens sowie des
Hörbuchs – die ersten Hörbücher produzierte Edison im 19.
Jahrhundert – entstand die Idee. Und Don
erfand 1997 gleich noch den ersten mobilen mp3-Player,
da befanden wir uns noch in der Zeit vor dem iPod. Mittlerweile gibt
es Audible in sieben Ländern. Weltweit engagieren sich mehr als 1000
Mitarbeiter dafür, noch mehr Menschen von der Kraft des gesprochenen
Wortes zu begeistern. Die Audible GmbH mit Sitz in Berlin wurde 2004
gegründet – damals gemeinsam mit den traditionsreichen
Verlagshäusern Holtzbrinck, Bertelsmann und Lübbe. Wir sind eine
100-prozentige Tochter von Audible Inc. mit Sitz in Newark, New
Jersey, die wiederum seit 2008 zur Amazon-Gruppe gehört. Unser Team
in Berlin besteht aus über 100 Kolleginnen und Kollegen, die sich um
unser Angebot in Deutschland, Frankreich und Italien kümmern.
Wie
viele Hörbücher präsentiert die Plattform Audible?
Unser
weltweiter Online-Katalog bietet mehr als 350.000 Titeln, davon sind
über 200.000 Hörbücher und Hörspiele auch in Deutschland
verfügbar. Toll ist, dass man auch als Audible-Hörer in Deutschland
die Auswahl aus verschiedenen Sprachen hat. Man kann viele Hörbücher
im englischen Original herunterladen, über
38.000 Titel auf Deutsch hören
oder sich an griechischen, russischen oder japanischen Werken
versuchen. In den vergangenen Jahren haben wir auch die Anzahl
unserer Audible-Eigenproduktionen erhöht und gehören mittlerweile
zu den großen Hörbuch- und Hörspielproduzenten in Deutschland. Für
einige unserer Produktionen haben wir bereits Auszeichnungen
erhalten, wie zum Beispiel eine Goldene Schallplatte und den
Publikumspreis HörKules für „Passagier
23“ von Sebastian Fitzek, gelesen von Simon Jäger.
Siehst
du Audible in Konkurrenz zum normalen Buchhandel oder glaubst du,
dass ihr zusätzliche Leser akquiriert?
Eines
der spannendsten Ergebnisse unseres „Audible
Hörkompass“,
einer Studie zur Hörkultur in Deutschland, war, dass Hörbuchfans
auch Leseratten sind – oder umgekehrt: Wer Hörbücher hört, liest
auch mehr als Nichthörer. Diese Kombination aus Buch und Hörbuch
zeigt: Wer Geschichten liebt, genießt sie über verschiedene Wege.
Audible ist also der richtige Ansprechpartner für all jene, die mehr
Geschichten im Jahr erleben möchten, indem sie zum Beispiel hören,
wenn sie nicht lesen können (etwa beim Autofahren). Und es gibt
mittlerweile einige Hörbücher, bei denen sich die Verkäufe auf
Augenhöhe mit den Buchverkäufen bewegen – „Geister“
von Nathan Hill, gelesen von Uve Teschner
ist das aktuellste Beispiel für diese Entwicklung – so dass sich
deine These, dass Audible zusätzliche „Leser“ akquiriert, hier
bestätigt.
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Was
spricht aus deiner Sicht für das Medium Hörbuch?
Eine
Geschichte zu hören ist eine ganz andere Erfahrung als eine
Geschichte nur zu lesen. Man erlebt sie intensiver, weil großartige
Stimmen es schaffen, mir als Hörer Handlung und Charaktere noch
näher zu bringen. Wenn dann noch weitere Sprecher, zur Story
passende Geräusche oder ein Soundtrack ergänzt werden, wir also
über Hörspielinszenierungen reden, sind wir in einer ganz neuen
Kategorie. Wer
sich schon einmal eine Geschichte von Topsprechern wie David
Nathan,
Simon
Jäger
oder Luise
Helm
hat vorlesen lassen, der weiß genau, was ich meine. Hinzu
kommt ein ganz pragmatischer Vorteil: Ich schaffe einfach mehr
Geschichten und habe diese immer auf dem Smartphone dabei – da
werden selbst Wartezeiten angenehmer. Das finde übrigens nicht nur
ich: In unserem „Audible
Hörkompass“
bestätigten 80
Prozent der regelmäßigen Hörbuchhörer, dass sie das Gefühl
haben, dank Hörbüchern ihre Zeit besser zu nutzen. Dies sind einige
der beliebtesten Situationen, in denen die Deutschen hören: 68
Prozent lauschen auf Reisen im Flugzeug, in der Bahn oder im Auto. 48
Prozent lassen sich während der Hausarbeit vorlesen, beim Bügeln,
Kochen oder Putzen. Das sind also die Argumente, die für Audio
sprechen und meiner Meinung nach auch die Gründe, warum wir derzeit
eine Wiedergeburt des Geschichtenerzählens und –erlebens im
digitalen Zeitalter sehen. Immer mehr Menschen lassen sich von
fantastischen Geschichten, erzählt von großartigen Stimmen in ihrem
Alltag begleiten. Das merken wir ganz stark an unseren
Downloadzahlen, die wir in den vergangenen drei Jahren verdoppeln
konnten.
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Orientiert
sich euer Angebot an den Verkaufszahlen im normalen Buchhandel oder
gibt es unabhängige Hörbuchtrends?
Tatsächlich
finden sich die Titel der üblichen Buchbestsellerlisten auch in
unseren Downloadcharts auf den Spitzenplätzen. Es gibt aber immer
wieder Ausreißer im positiven Sinn, insbesondere das Fantasy-Genre
ist bei uns im Vergleich zur Buchversion etwas beliebter. Ganz
unabhängig vom Buch sind Hörspiele zu betrachten, die bei uns immer
wieder ganz oben in den Audible-Downloadcharts
landen. Ein tolles Beispiel ist „Monster
1983“:
Dieses Hörspiel hat Autor Ivar Leon Menger exklusiv als Audible
Originals geschrieben, es gibt also gar keine Buchvorlage. Im Oktober
erscheint bereits die dritte Staffel des Mystery-Thrillers, vor
kurzem wurde die zweite
Staffel
als „Hörspiel
des Jahres 2016“
ausgezeichnet und bei den Fans gilt „Monster 1983“ bereits als
Kult-Hörspiel. Ein großartiges Skript, eine aufwändige Produktion
mit fantastischem Cast – die
Créme de la Créme der deutschen Sprecher spielt mit
– und tollem atmosphärischem Sounddesign sind hier die
Bestandteile des Erfolgsrezeptes. Dass „Monster 1983“ in drei
Staffeln mit jeweils zehn einstündigen Folgen erscheint, kann man
zudem als Beleg dafür sehen, dass der Serientrend aus dem TV- und
Streamingbereich nun auch das Audio-Entertainment erfasst hat.
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Wie
kann man Hörbuchsprecher werden? Welche Qualifikationen muss man für
diesen Beruf mitbringen? Wie stehen die derzeitigen Stellenchancen?
Es
ist sicher kein Zufall, dass sich unter den besten Hörbuchsprechern
vor allem solche wiederfinden, die auch eine Schauspielausbildung
genossen haben. Auch ein professionelles Sprechtraining ist
unabdingbar, selbst wenn man schon viel Talent mitbringt. Wir
haben uns diesem Thema auf unserem Hörbücher-Blog mit einer
dreiteiligen Artikelserie gewidmet,
die ich jedem ans Herz legen kann, der sich dafür interessiert,
Sprecher zu werden. Manchmal bieten wir aber auch Chancen für
Quereinsteiger: Erst vergangene Woche gab es ein Gewinnspiel, bei der
man eine
Mini-Rolle in unserem Hörspiel „Ghostsitter“ gewinnen konnte,
in dem Christoph Maria Herbst die Hauptrolle spielt. Ich kann jetzt
schon verraten, dass wir so etwas bald wieder machen – also haltet
die Augen und Ohren offen.
Kommt
es häufiger vor, dass Vorlagen für die Hörbuchadaption gekürzt
werden? Warum wird ein Buch gekürzt und in welchem Maße?
Bei
uns nicht, unsere Audible-Eigenproduktionen sind ausschließlich
ungekürzt. Die Frage ist ja, warum Hörbuchadaptionen überhaupt
gekürzt werden. Die Antwort ist ganz einfach: Weil die
Speicherkapazitäten von CDs begrenzt sind. Dies gilt aber natürlich
nicht für digitale Hörbücher und Hörspiele, die wir bei Audible
anbieten, deswegen nehmen wir dem Autor nichts von seiner Geschichte
weg und bieten die Hörbücher ungekürzt an. Da sind dann auch
Produktionen von fast 49 Stunden dabei – wie zum Beispiel „Die
Säulen der Erde“ von Ken Follett, gelesen von Tobias Kluckert
– aber wir wissen, dass die Fans sich dies wünschen, weil sie die
ganze Geschichte ihres Lieblingsautors erleben möchten. Unser
Angebot an ungekürzten Hörbüchern und Hörspielen
ist mit Sicherheit eines der Hauptgründe für das beeindruckende
Wachstum, das wir in den vergangenen Jahren erlebt haben. 2016 wurden
133 Millionen digitale Hörstunden bei audible.de heruntergeladen.
Welche
einzelnen Schritte durchläuft ein Hörbuch in Stichworten von der
Idee bis zum Verkauf?
Wir
suchen stetig nach den besten Geschichten, um sie unseren Hörern
anbieten zu können. Wenn uns ein Titel auffällt, lesen wir den Text
und besprechen intern, ob die Geschichte in unser Programm passt:
Welches Genre ist das, wie ist die Zielgruppe? Natürlich helfen uns
zur Einschätzung auch die Verkaufszahlen der Buch- oder vielleicht
sogar Hörbuchversion aus anderen Ländern, wenn der Titel dort
bereits erschienen ist. Sind wir überzeugt, verhandeln wir mit den
Rechteinhabern. Ist dies erfolgreich, bereiten wir die Produktion
vor: Welcher Sprecher eignet sich für diese Geschichte besonders?
Ein Mann oder eine Frau? Welches Alter, eher eine helle oder tiefe
Stimme? Wir arbeiten mit mehr als 300 Sprechern in Deutschland
zusammen, mit vielen bereits seit Jahren und mein Kollege Marcus hat
für jede Geschichte, jedes Genre gleich mehrere passende Sprecher im
Kopf. Dann geht´s an die Terminplanung mit Studio und Sprecher sowie
an die Vorbereitung der Aufnahme, zum Beispiel formatieren wir das
Skript oder klären, wie gewisse Namen ausgesprochen werden sollen.
Die Aufnahme selbst dauert mehrere Tage, je nach Länge des Hörbuchs.
Bei aufwändigen Hörspielproduktionen sind wir auch mehrere Wochen
im Studio, etwa für unsere dreiteilige Reihe „Robin“
mit insgesamt mehr als 42 Stunden Spielzeit und über 200
Sprecherrollen. Manche Sprecher schaffen drei Stunden Vorlesen am
Tag, andere bis zu sechs – das hängt nicht nur vom Sprecher,
sondern natürlich auch vom Text ab; gerade bei sehr brutalen
Horrorgeschichten und einer sehr intensiven Vorleseerfahrung möchte
man vielleicht mal etwas früher Feierabend machen. Sind die
Aufnahmen mit dem Sprecher fertig, beginnt die so genannte
Postproduktion: Schnitt, Mastering, finales Abhören, am Ende steht
auch noch einmal eine Qualitätskontrolle bei uns im Haus. Wer einmal
bei Aufnahmen live dabei war, ist immer beeindruckt, wie fehlerfrei
und mit wenig Anläufen die Profisprecher lesen und wie schnell und
mit wenigen Klicks die Aufnahmeleitung quasi in Echtzeit
rausschneidet, wenn der Sprecher sich mal räuspern muss oder sich
doch ausnahmsweise Mal verspricht. Wenn wir mit der Aufnahme
zufrieden sind, bereitet ein eigenes Team bei uns das Hörbuch für
den Download vor: Cover und Audiodatei hochladen auf audible.de und
alle wichtigen Metadaten einpflegen, z.B. Sprecher, Autor, Laufzeit,
Inhaltsangabe, Genre. Erst dann ist das Hörbuch bereit, um
heruntergeladen und von möglichst vielen begeistert gehört zu
werden.
Welche
Bücher werden als Hörbücher eingesprochen? Gibt es hierfür
Voraussetzungen oder kann prinzipiell jedes Buch vertont werden?
Wie
bereits erwähnt achten wir darauf, dass wir vor allem ungekürzte
Produktionen anbieten, fast drei Viertel unseres deutschsprachigen
Online-Katalogs sind ungekürzt. Prinzipiell kann natürlich jedes
Buch vertont werden, bei Sachbüchern mit Grafiken, Illustrationen
oder Statistiktabellen stößt aber selbst der beste Sprecher an
seine Grenzen und es wird für die Hörer anstrengend zu folgen.
Comics lassen sich naturgemäß auch nur schwer vertonen, wenngleich
die Geschichten oft so gut sind, dass es sich trotzdem lohnt, sie zu
erzählen – deswegen haben wir zum Beispiel den Horrorcomic „Locke
& Key“
als Hörspiel inszeniert. In Asien sind Comic und Mangas beliebter
als bei uns in Europa, bei unseren japanischen Audible-Kollegen
laufen solche Inhalte darum noch besser. Aber unabhängig, in welchem
der sieben „Audible-Länder“ wir uns befinden: Wichtig ist für
uns bei Audible, dass eine Geschichte unsere Hörer fesselt,
begeistert, inspiriert. Richtig gute Sprecher schaffen das selbst bei
eigentlich langweiligen Texten: Ein Hörbuch
zum Bürgerlichen Gesetzbuch
oder ein Hörbuch
zur Straßenverkehrsordnung
kann man sich eigentlich nicht vorstellen, aber was Christoph Maria
Herbst daraus gemacht hat, lohnt sich definitiv zu hören!
Gibt
es Vorgaben, an die man sich als Hörbuchsprecher halten muss? Oder
erhält der Sprecher auch freie Hand (wenn es zum Beispiel um das
Verstellen der Stimme geht)?
Wir
arbeiten mit den besten deutschen Sprechern zusammen. Und
international mit Hollywood-Stars wie Scarlett Johansson, die
exklusiv für Audible „Alice
im Wunderland“
eingelesen hat oder Eddie Redmayne, der nicht nur die Hauptrolle im
Kinofilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“
spielt, sondern für uns auch das
Hörbuch
interpretiert hat. Für die deutsche
Fassung von „Phantastische Tierwesen…“
konnten wir dann übrigens Eddies deutsche Synchronstimme Timmo
Niesner gewinnen. Die wissen natürlich genau, was sie machen, da ist
unser Vertrauen enorm. Das sind alles Profis, die ein sehr feines
Gespür dafür haben, welcher Tonfall der Geschichte oder dem
jeweiligen Charakter angemessen ist. Dies entscheiden sie gemeinsam
mit den Produzenten/Regisseuren im Tonstudio. Oft haben Sprecher und
Autor auch direkt Kontakt und sprechen sich ab. Wir versuchen ja, für
unterschiedliche Hörbücher eines Autors den gleichen Sprecher zu
verwenden, so dass sich auch zwischen den beiden eine besondere
Beziehung entwickelt. Ein schönes Beispiel ist Simon Jäger, der nun
seit mehr als zehn Jahren die Thriller von Sebastian Fitzek liest.
Wie
gut die beiden harmonieren, sieht man auch in einem gemeinsamen
Videointerview, was sie uns gegeben haben.
Wie
viele Leute arbeiten an der Gestaltung eines Hörbuchs mit?
Danke
für die Frage und die damit verbundene Gelegenheit, einmal das Team
hinter einem Hörbuch zu würdigen. Natürlich spielen Autor und
Sprecher eine ganz besondere Rolle, aber damit ein Hörbuch ein
Bestseller in unseren Audible-Downloadcharts
wird, geben auch viele andere ihr Bestes: Texte akquirieren und
formatieren, Sprecher auswählen und buchen, Studiodisposition
planen, es gibt bereits im Vorfeld so viel zu tun. Im Studio dann
engagieren sich Sprecher, Regisseur, Tontechniker. Anschließend
kommt das erwähnte Team dazu, das den Titel auf audible.de stellt
sowie meine geschätzten Marketing-Kollegen, die dafür sorgen, dass
jeder (potenzielle) Hörer weiß, wenn ein neues Hörbuch seines
Lieblingsautors oder ein echter Geheimtipp auf audible.de erschienen
ist.
Die
Stimme eines Hörbuchsprechers muss den Konsumenten ansprechen. Was
macht Ihrer Meinung nach eine gute Vorleserstimme aus? Gibt es
vielleicht sogar eine Stimme, der sie ganz besonders gerne lauschen?
Letztlich
muss die Stimme zur Geschichte passen. Für einen Liebesroman möchte
man vielleicht einen anderen Vorleser als für einen spannenden
Krimi. Die besten Sprecher sind so variantenreich in ihrer Stimme,
dass sie den unterschiedlichen Charakteren einer Geschichte einen
ganz eigenen und individuellen Klang geben können und man so der
Handlung besser folgen kann. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie
die Sprecher es schaffen, nur durch ihre Stimme und Betonungen Bilder
entstehen zu lassen. Und am Ende ist meiner Meinung nach auch immer
ein wenig Magie im Spiel. Diese kleine Besonderheit, die man nicht
erklären kann, sondern erleben muss. Zuletzt hatte ich dieses
Erlebnis beim Hörbuchbestseller „Geister“ von Nathan Hill,
gelesen von Uve Teschner. Hört
doch mal in unsere Hörprobe rein
– die verdeutlicht ziemlich gut, was ich hier mühsam zu
beschreiben versuchte.
Lieber
Hendrik, ich danke dir herzlich für die ausführlichen Antworten.
Dieses Interview zeigt, wie viel Arbeit hinter einem Hörbuch steckt
und dass nichts dem Zufall überlassen wird.
Ich
wünsche dir und deinem Team weiterhin alles Gute und viele
wunderschöne neue Geschichten zum Hören und Lesen :o)
Was ist mit euch? Hört ihr gelegentlich Hörbücher? Was macht für euch ein gutes Hörbuch aus?
Themen:
Audible,
Hörbuch,
Nachgefragt
Dienstag, 21. Februar 2017
Durchgehört
Rezension zu Beastly von Alex Flinn
Verlag: Bastei Lübbe Kaufen und/oder Hörprobe anhören bei audible
Hörbuchsprecher: Simon Jäger
Übersetzer: Sonja Häussler
Format: Hörbuch
Länge in Minuten: Audible: 4 Std. 45 Minuten, bzw. 4 CDs – 300 Minuten
Tracks: 48
gekürzte Fassung
Preis: 7,99 Euro (Audible: 7,95 Euro)
ISBN: 978-3-8387-6765-9
Altersempfehlung des Verlages: 12 - 15 Jahre
Abgeschlossene Erzählung
Inhalt:
Der
selbstbewusste Klassenschönling Kyle wurde bereits im Vorfeld des
alljährlichen Frühlingsballs der Schule als Ballprinz nominiert.
Für ihn steht fest, dass er mit dem schönsten Mädchen der Schule
Sloan erscheinen muss. Doch als Kyle auf die nur leidlich attraktive
Kendra trifft, die ihn auch noch auf seine ausgeprägte
Oberflächlichkeit
anspricht, schmiedet er
einen neuen Plan. Unbezwingbar groß ist der Wunsch minder attraktive
Menschen zu demütigen.
Kurzerhand verabredet sich der
Klassenschönling mit Kendra zum Ball und lässt sie letztendlich
doch sitzen. Das hätte er nicht tun sollen, denn die Strafe ist hart
und wird sein Leben von Grund auf ändern.
Wichtigste Charaktere:
Kendra ist „die Neue“ an der
Schule. Mit ihren grünen Haaren fällt sie auf. Das Mädchen
hinterfragt die Strukturen. Warum müssen die Schönen und
Reichen immer herrschen? Warum dürfen nicht auch die äußerlich
unscheinbaren und Hässlichen mal im Mittelpunkt stehen?
Sloan
ist eines der hübschesten Mädchen der Schule. Sie ist ähnlich wie
Kyle von Oberflächlichkeit
und Bösartigkeit bestimmt.
Kyle
sieht nicht nur gut aus, er weiß auch die Menschen in seiner
Umgebung zu manipulieren. Seine Ziele erreicht er, indem er genau das
sagt, was sein Gesprächspartner gerne hören möchte. Damit wickelt
er ihn um den Finger und bekommt nicht selten seinen Willen. Kyles
Perspektive ist stark eingeschränkt. Er sieht nur die Schönen und
Reichen, wer nicht mithalten kann prallt auf eine Wand der Ignoranz
und Hartherzigkeit.
Linda
ist ein eher unscheinbares Mädchen. Sie lebt in einem prekären
Umfeld und hat schwer mit ihrem Vater und seinen kriminellen
Machenschaften zu kämpfen.
Zur Geschichte:
Wer die Geschichte
„Die Schöne und das Biest“ kennt, wird durch den Verlauf dieser
Märchenadaption nicht sonderlich überrascht sein. Der
Handlungsstrang bleibt in den wesentlichen Grundzügen dem Original
treu. Die Unterschiede bestehen in erster Linie darin, dass die
Geschichte das Leben eines sehr von sich selbst überzeugten
Jugendlichen in der heutigen Zeit widerspiegelt und darin, dass die
Erzählung bereits vor der Verwandlung ansetzt.
Kyle ist ein überheblicher und von sich selbst überzeugter Jugendlicher. Er
weiß, dass er gut aussieht und umgibt sich gerne mit seinesgleichen.
Seine Streiche sind nicht besonders bösartig sondern bewegen sich im
Rahmen eines Schülers seines Alters. So bereitet es ihm Freude dem
Mädchen, welches sein Ego untergräbt, indem es ihn auf seine
„innere Hässlichkeit“ anspricht, einen Streich zu spielen. Er
verabredet sich mit ihr zum Ball und erniedrigt sie in aller
Öffentlichkeit, indem er so tut, als wäre diese Verabredung nie
getroffen worden. Stattdessen erscheint er mit der schönen Sloan und
würdigt Kendra keines Blickes mehr.
Eine wesentliche
Rolle in der Geschichte spielt auch das Ballsträußchen, welches man
seiner Begleiterin an dem großen Tag der Feier überreicht. So
wünscht sich Kendra eine weiße Rose und Sloan möchte gerne mit
einer Orchidee überrascht werden. Kyle beauftragt sein Dienstmädchen
damit eine Blume zu organisieren. Magda bringt den Auftrag
durcheinander und besorgt anstatt der Orchidee die Rose. Die Rose
schenkt er einem unscheinbaren und äußerlich nicht perfekten
Mädchen.
An dieser Stelle
zeigt sich, dass Kyle kein von Grund auf schlechter Mensch ist. Denn
er möchte der fremden Schülerin nichts Böses. Sie ist ihm
eigentlich egal. Was er will, ist sich bei Kendra für ihre Worte
rächen.
Sicherlich
reagiert Kyle auch im weiteren Verlauf der Geschichte impulsiv und
nicht immer fair gegenüber seinen Mitmenschen. Er wirkt aber auch
nicht völlig unsympathisch. Vielmehr begreift man als Hörer bald,
dass sein Verhalten auch seiner Erziehung geschuldet ist, denn der
Vater ist reich und legt viel Wert auf das, was andere Menschen über
ihn denken. Die äußere Wirkung ist ihm sogar mehr wert, als sein
eigener Sohn.
Kyle
lebt also eigentlich nur das nach, was ihm von seinem Vater vorgelebt
wird. Durch Kendras Rache vollzieht Kyle einen
radikalen Perspektivwechsel.
Dieser Weg ist hart, aber auch notwendig, um sein Denken und
Verhalten anderen Menschen gegenüber zu verändern.
Dadurch, dass die
Autorin das Setting einer Schule gewählt hat und auch die
Beweggründe der Charaktere, zum Beispiel das Ziel Kyles Ballprinz zu
werden, entsprechend angepasst hat, wird mit diesem Hörbuch eine
junge Zielgruppe angesprochen. Jüngere Leser werden sich in dieser
Geschichte beheimatet fühlen. Aber auch für ältere Zuhörer bietet
die Erzählung einen unterhaltsamen Plot.
Zum Sprecher:
Simon Jäger wusste
mich vom ersten Moment an mit dem Timbre seiner Stimme zu überzeugen.
Dem
Sprecher gelang es Charaktertiefe
allein durch die Betonung zu schaffen. Schnell war durch eine
hochnäsige und leicht zickige Stimme klar, dass Sloan von Kyles
Zuschnitt war. Die Worte von Kendra hingegen sprach er eher ruhig,
durchdacht und ein wenig hintertrieben aus. Seine Stimme passte sich
auch bei der unscheinbaren Lindy in einer zwar helleren
(weiblicheren) aber durchweg „normalen“ Tonlage an, während bei
Lehrern und Erziehungsberechtigten Autorität mitschwang.
Fazit:
Wer „Die Schöne und das Biest“ in seinen Grundzügen kennt, wird
bereits wissen, welche Geschichte ihn hier erwartet. Dennoch weicht
der Plot durch die Ansiedlung des Settings in der Gegenwart und
kleine Feinheiten in der Storyline immer noch vom Original ab und
weiß in Facetten zu überraschen.
Die stimmliche Varianz von Simon Jäger sorgte für einen Hörgenuss.
Charakterentwicklung,
Charaktertiefe und soziologische
Stimmigkeit verbucht das Werk auf der Habenseite.
Die Leichtigkeit des Erzählens, die zeitlose Aktualität des Stoffes
und eine emotional berührende, spannende Geschichte macht Beastly zu
einer Empfehlung für jüngeres Publikum.
Kurzgefasst:
Spannung/Action:
Liebe:
Charaktere:
Weltenaufbau:
Handlungsstrang:
Sprecher (Wirkung/Stimme/Umsetzung):
Im Gesamtpaket:
Ich
danke der Agentur Trust Agents und Audible herzlich für die
Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.
Themen:
2017,
Bastei Lübbe,
Beastly,
Hörbuch,
Rezension
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