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Mittwoch, 20. Dezember 2023

Durchgelesen: Der Adventskalender zum Glück

Rezension zu Der Adventskalender zum Glück von Siri Østli

 

Verlag: Bastei Lübbe (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 445
Format: Taschenbuch
Preis: 12,00 Euro
Übersetzer: Daniela Stilzebach
Altersempfehlung des Verlages: Jahre
ISBN: 978-3-404-19234-2
Abgeschlossene Erzählung 

Dienstag, 13. Oktober 2020

Durchgelesen: Ministry of Souls - Das Schattentor

Rezension zu Ministry of Souls – Das Schattentor von Akram El-Bahay


Verlag: Bastei Lübbe (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 349
Format: Taschenbuch
Preis: 16,00 Euro
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20965-1
Band 1






Dienstag, 26. Februar 2019

Durchgehört: Golden Dynasty - Größer als Verlangen

Hörbuchrezension zu Golden Dynasty – Größer als Verlangen von Jennifer L. Armentrout


Verlag: Harper Collins bei Lübbe Audio
kaufen und/oder Hörprobe anhören bei Audiolibrix (Werbung gem. TMG)
Hörbuchsprecher: Nina Schöne
Übersetzer: Sabine Schilasky
Format: Hörbuch
Länge in Minuten: 7:38 h
gekürzte Fassung
Preis: 11,99 Euro
ISBN: 978-3-96109-072-3
Band 1

Donnerstag, 3. Januar 2019

Durchgehört: Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

Rezension zu Wenn's einfach wär, würd's jeder machen von Petra Hülsmann

  
Verlag: Lübbe Audio (Werbung gem. TMG)
Angehört bei Audiolibrix (Werbung gem. TMG)
Hörbuchsprecher: Nana Spier
Format: Hörbuch
Länge: 7:34 h
Tracks: 111
gekürzte Fassung
Preis: 11,99 Euro
ISBN: 978-3-7857-5661-4
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Band 5 der Hamburg-Reihe (Erzählung in sich abgeschlossen)

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Durchgelesen: Das Mädchen aus Feuer & Sturm

Rezension zu Das Mädchen aus Feuer & Sturm von Renée Ahdieh


Verlag: One (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 415
Format: Hardcover
Preis: 18,00 Euro
Übersetzer: Martina M. Oepping
Altersempfehlung des Verlages: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8466-0069-6
Band 1




Dienstag, 6. März 2018

Durchgelesen: Save Me

Rezension zu Save Me von Mona Kasten


Verlag: Lyx (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 416
Format: Paperback
Preis: 12,90 Euro
ISBN: 978-3-7363-0556-4
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Band 1





Donnerstag, 1. März 2018

Durchgelesen: Marthas Mission

Rezension zu Marthas Mission von Kerry Drewery


Verlag: One (Bastei Lübbe) (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 493
Format: Hardcover
Preis: 16,00 Euro
ISBN: 978-3-8466-0062-7
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Band 2








Dienstag, 6. Februar 2018

Durchgelesen: Magisterium - Die eiserne Maske

Rezension zu Magisterium – Die silberne Maske von Holly Black und Cassandra Clare


Verlag: Bastei Lübbe (One) (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 253
Format: Hardcover
Preis: 17,00 Euro
ISBN: 978-3-8466-0059-7
Altersempfehlung des Verlages: Ab 12 Jahren
Band 4









Dienstag, 26. Dezember 2017

Durchgelesen: Mein Winter mit Grace

Rezension zu Mein Winter mit Grace von Richard Paul Evans


Verlag: Bastei Lübbe (Werbung gem. TMG)
Seitenzahl: 240
Format: Ebook
Preis: 4,99 Euro
ISBN: 978-3-7325-1881-4
Altersempfehlung des Verlages: Ab 16 Jahren
Übersetzer: Anita Krätzer
Abgeschlossene Geschichte









Inhalt:

Die Geschichte spielt im Jahre 1962. Eric ist mit seinem Bruder Joel und seinen Eltern erst vor Kurzem nach Salt Lake City gezogen. Das Geld ist knapp, die Schule neu und die Gegend heruntergekommen. Um an Geld zu kommen nimmt Eric einen Job bei einem Fastfoodladen an. Der Besitzer ist streng und verbietet den Jugendlichen von den Speisen zu naschen oder sich gar etwas von den Resten mit nach Hause zu nehmen.
Eines Tages muss Eric einen Gang zu den Müllcontainern im Hinterhof erledigen. Dort hört er ein Geräusch. Kurze Zeit später lugt ein Mädchenkopf aus einer Tonne hervor. Grace ist, so erfährt Eric kurze Zeit später, von ihren Eltern abgehauen. Sie möchte nicht mehr zurück.
Eric entscheidet spontan: Im Hinterhof des elterlichen Hauses haben sein Bruder und er eine kleine Hütte errichtet. Grace soll dort wohnen und sich verstecken dürfen.
Nach und nach entstehen Gefühle zwischen den beiden Jugendlichen und bald schon muss Eric erfahren, dass Grace ein Geheimnis mit sich trägt.



Schreibstil:

Richard Paul Evans erzählt die Geschichte einer wundervollen Freundschaft zweier Jugendlicher in Zeiten der Kubakrise. Das ist Geld ist knapp, die kleinen Dinge und Freuden des Lebens sind umso wichtiger für die Menschen. Als Eric Grace in einem der Müllcontainer seiner Arbeitsstätte entdeckt, zögert er nicht lange. Er nimmt das Mädchen mit nach Hause und versteckt es in der Hütte im Garten, die er gemeinsam mit seinem Bruder Joel aus alten Teppichen, Hölzern und anderen Fundstücken aus der Garage errichtet hat. Sogar einen Wasserhahn und Strom gibt es in dem kleinen Häuschen. Nur an Wärme fehlt es. Doch auch hier findet sich eine Lösung.

Erics Lebensziel besteht bald nicht mehr nur darin zur Schule zu gehen und sich mit seinem Nebenjob einen kleinen Nebenverdienst zu verschaffen, sondern vor allem darin, das Mädchen in seinem Garten zu besuchen und dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht.

Jedes Kapitel, das aus Erics Perspektive berichtet, beginnt mit einem kleinen Zitat aus Graces Tagebuch. Bald schon stellt sich heraus, dass das Mädchen ein tiefsinniger, reflektierter Mensch mit einem scharfen Blick auf die Welt, die sie umgibt, ist. Eric ist anständig, pflichtbewusst und hat ein großes Herz. Doch er ahnt nicht, dass Grace, für die er immer mehr Gefühle entwickelt, einen ganz besonderen Grund hat, warum sie davongelaufen ist. Aufrufe in der Schule, Gespräche der Nachbarn, das verschwundene Mädchen betreffend, versetzten Eric in Sorge. Nur Grace bleibt stets ruhig und sieht der Zukunft offenbar gelassen entgegen.

Diese Geschichte steckt voller zauberhafter Momente, voller kleiner Freuden und voller Gefühl. Grace stellt keine Forderungen, sie äußert keine Wünsche. In den Gesprächen mit Eric erwähnt sie ihre Jugend auf Hawaii und die schöne Zeit, die sie dort hatte. Ihr einziger Traum, den sie hat, ist in der Zukunft wieder „heimzukehren“. Der Leser, Eric und auch Grace wissen, dass dieser einzige Traum, den Grace hegt, wohl nie erfüllt werden kann. Umso schöner ist dieser Moment, als Eric alles tut, um ihn seiner Freundin auf eine ganz besondere Art zu erfüllen.

Ich habe dieses Buch vor Jahren schon einmal gelesen und ich wusste, was mich erwartet. Trotz dieser Erinnerungen, wusste ich bereits nach dem Lesen der ersten Seiten und ganz am Schluss, als ich den Buchdeckel zugeschlagen habe, warum "Mein Winter mit Grace" einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal einnimmt.



Fazit:

Mein Winter mit Grace ist eine wundervolle Geschichte über eine Freundschaft zweier Jugendlicher. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Geschichte von Grace, über ihr Schicksal und den Grund, warum sie nicht wieder nach Hause möchte. Eric kämpft, für Grace, für sich selbst und für die Liebe, die beide verbindet. Richard Paul Evans schreibt eine Geschichte, die voller Freude, Hoffnung und wundervoller Momente steckt, die sich aber auch der harten Realität nicht verweigert.
Richard Paul Evans trifft dabei den richtigen Ton, ist genau im richtigen Maß lebensbejahend und einfühlsam - mit wärmsten Empfehlungen für die kalte Jahreszeit.



Buchzitat:

Ich habe das Herz meines besten Freundes gebrochen, nur um zu erfahren, dass es mir wirklich gehört hat.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Dienstag, 21. November 2017

Durchgelesen: Marthas Widerstand

Rezension zu Marthas Widerstand von Kerry Drewery


Verlag: One
Seitenzahl: 447
Format: Hardcover
Preis: 16,00 Euro
ISBN: 978-3-8466-0043-6
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Band 1









Inhalt:

Martha wurde des Mordes an Jackson Paige beschuldigt. Mit einer Waffe in der Hand wurde sie vor der Leiche des vom Volk geliebten Wohltäters vorgefunden. Auch hat sie die Tat umgehend gestanden. Sieben Tage wird Martha nun in sechs verschiedenen Zellen verbringen, bis sie letztlich in der Todeszelle Nummer sieben auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden soll. In der Fernsehshow „Death is Justice“ wird jeden Abend über diesen Fall gesprochen. Das Publikum wird nach einer ausgiebigen Analyse aufgefordert per SMS, Internetvoting oder Telefonanruf abzustimmen, ob Martha leben oder sterben soll. Dieses „demokratische Urteil“ soll über Schuld oder Unschuld der Verurteilten entscheiden.
Nur wenige stellen sich die Frage, ob das Mädchen nicht vielleicht doch unschuldig sein könnte.



Schreibstil:

In Marthas Widerstand findet sich der Leser in einem zukunftsorientierten Szenario wieder. Gerichte, nebst Richter wurden abgeschafft, auch eine Beweiserhebung wird in einem Strafverfahren nicht mehr als notwendig erachtet. Stattdessen soll das Volk per Voting darüber bestimmen, ob ein Verurteilter für die ihm vorgeworfene Tat hingerichtet oder doch freigesprochen werden soll. Als Hilfestellung dient dem Bürger hierbei ein Livestream, den er per Zusatzkosten mieten und bei dem er täglich einen Blick in die Zelle des Verurteilten werfen kann. Außerdem wird in der Fernsehsendung „Death is Justice“ ausgiebig über den aktuellen Fall gesprochen. Hierzu werden Verwandte des Opfers, Zeugen oder aber sonstige Studiogäste, wie in Marthas Fall ein ehemaliger Richter oder aber auch der Reporter, der mit dem Fall betraut ist, geladen und von den Moderatoren der Fernsehsendung interviewt. Leichtere Fälle werden in einer weiteren Fernsehshow abgehandelt, bei der eine Jury von fünf ausgewählten Personen mittels Buzzer eine Entscheidung über die Verurteilung trifft.
Dieses neue System wird als sehr demokratisch und somit gerecht empfunden. Nur erfährt man anhand von Marthas Geschichte nach und nach von den Nachteilen, die das Verfahren mit sich bringt und gerade die ärmeren Teile der Gesellschaft des Landes benachteiligt, die sich zum Beispiel ständige Anrufe für das Voting oder ein Abonnement des Livestreams nicht leisten können.

Gerade der Voyeurismus, aber auch die reißerische Präsentation der Moderatoren ist es, die die Spannung beim Volk schürt und die für Unterhaltung sorgt. Das Gefühl live dabei zu sein und einmal Richter spielen zu dürfen, verschafft der Fernsehshow zudem gute Einschaltquoten.

Martha wechselt jeden Tag ihre Zelle. Nach und nach stellt sich heraus, dass verschiedene Methoden eingesetzt wurden, um die Inhaftierten der Zelle zu foltern. Diese Methoden sind nicht offensichtlich und erschließen sich für den vor dem Monitor sitzenden Zuschauer nicht. Auch Kontakt zur Außenwelt, ist Martha strengstens untersagt. Lediglich die Psychologin Eve darf gelegentlich die Zelle besuchen und mit der Verurteilten sprechen. Dieses Gespräche werden nicht von den Kameras in dem Todestrakt aufgezeichnet. Der Leser, der das Geschehen sowohl aus der Perspektive der Protagonistin als auch der Psychologin verfolgen darf, wird nach und nach Zeuge von einem sehr maroden neuen Rechtssystem und von Korruption.

Neben den Perspektiven der Psychologin Eve und der Inhaftierten Protagonistin liefern einige Kapitel einen Einblick direkt in die Fernsehsendung "Death or Justice". Diese Kapitel sind wie ein Interview aufgebaut. Der Leser verfolgt die Diskussion der Moderatoren und ihrer Gäste. Außerdem wird beschrieben, was der Zuschauer auf seinem Fernseher sieht (zum Beispiel das Logo der Serie). Dieser Schreibstil ist ungewohnt, aber zugleich auch sehr innovativ.



Fazit: 
 
Das Prinzip Brot und Spiele, das schon im alten Rom erfunden wurde, ist hier tragend, wie in „Hunger Games“ oder ,„Running Man“. Gemeint ist die Tatsache, dass eine Bevölkerung durch öffentlichen Veranstaltungen bei Laune gehalten wird. Mehr ist in Marthas Widerstand aber nicht klar. Schon auf den ersten Seiten stellen sich dem Leser einige Fragen.

Ziemlich schnell wird die Neugierde auf Marthas Geschichte geweckt. Warum hat das Mädchen eine Waffe auf den geliebten Wohltäter ihrer Wohnsiedlung gerichtet? Ist sie wirklich so schuldig, wie es alle denken? 
Das dystopische Rechtssystem in Verbindung mit einer reißerischen Fernsehshow führt zu einer allgemeinen „Theatralisierung des Lebens“. Bald schon wird klar, dass nicht alles so demokratisch und gerecht erscheint, wie es die Moderatoren den Bürgern glaubhaft machen wollen.
Spannung wird hier durch das zeitliche Limit geschaffen, das Martha und ihren Freunden gesetzt ist, um eine eventuelle Unschuld zu beweisen. Aber auch das Geheimnis, welches das Mädchen wahrt, schürt die Neugierde.

Marthas Widerstand ist ein spannendes und sehr fesselndes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






 Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:


Freitag, 17. März 2017

Durchgelesen

Rezension zu Rache und Rosenblüte von Reneé Ahdieh



Verlag: Bastei Lübbe (One)
Seitenzahl: 432
Format: Hardcover
Preis: 17,00 Euro
ISBN: 978-3-8466-0040-5
Übersetzer: Martina M. Oepping
Altersempfehlung des Verlages: Ab 12 Jahren
Band 2







Inhalt:

Während Chalid den Bewohnern seines Reiches dabei hilft, die Schäden, die durch das Unwetter entstanden sind, zu reparieren, befindet sich Shahrzad in der Obhut ihrer Schwester und ihres ehemaligen Geliebten Tarik.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem Shahrzad nicht darüber nachsinnt, wie sie den Fluch, der über Chalid liegt, brechen und zudem auch ihrem Vater helfen kann, dem es zusehens schlechter geht. Shahrzad verlangt es nach Chalids Nähe, auch muss sie Tarik früher oder später ihre wahren Gefühle offenbaren, doch wie wird er reagieren? Tariks Leute begegnen der zurückgekehrten Königin von Chorasan mit Misstrauen und bald schon entdeckt Shahrzad auch in den eigenen Reihen Feinde. Es wird Zeit zu handeln. Eine Lösung bietet sich an, doch für diese muss Shahrzad sich in Gefahr begeben und die verraten, die sie liebt.



Schreibstil:

Reneé Ahdieh beginnt ihre Fortsetzung mit dem gewohnt bildhaften und fesselnden Schreibstil, die Leser ihres ersten Teils bereits kennenlernen durften.
Schnell taucht man auch hier in dem dörflichen orientalischen Setting ab, in dem sich die Protagonistin bewegt. Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem ehemaligen Geliebten Tarik verbringt Shahrzad ihr Dasein in einer Zeltstadt. Ziegen laufen dort herum, Wasserschalen dienen dazu sich zu säubern, die Zahnreinigung erfolgt mit Minze, weißem Pfeffer und zerstoßenem Steinsalz. Aber auch die Anrede ihres Vaters mit dem Kosenamen „Baba“ oder Kleidungsstücke/Waffen, die Namen wie Shamshir, Tikka-Schärpe, Quamis und Scimitar tragen, sorgen für Kopfkino und einen entsprechenden Flair beim Leser.

Auch wenige magische Elemente baut die Autorin in Rache und Rosenblüte ein. Fliegende Teppiche und das magische Buch, dessen Inhalt sich der Vater von Shahrzad zu eigen machen möchte, seien als Beispiel genannt.

Rache und Rosenblüte bietet, genau wie der vorangegangene Teil, Lesefreude von der ersten bis zur letzten Seite. An keiner Stelle kommt Langeweile auf. Das liegt wohl unter anderem an den gut geschliffenen Charakteren, aber auch an der Gefahr, die allgegenwärtig ist und an den Fragen, die sich der Leser stellen wird. So möchte man wissen, was es mit dem magischen Buch auf sich hat, von dem Shahrzads Vater sich keine Sekunde trennen mag und welches ihm zusehends die Lebenskraft zu entziehen scheint. Im Fokus steht selbstverständlich die Frage, ob es Shahrzad gelingen wird den Fluch zu brechen, der über Chalid liegt. Auch tauchen in der Zeltstadt Wächter auf, die die gleiche Tätowierung tragen, wie die Mörder, die Shahrzad bereits in Ray töten wollten. Und dann ist da noch die allgegenwärtige Gefahr, der Chalid ausgesetzt ist. Der König hat nicht nur einen Feind und viele wollen ihn fallen sehen. Ganz an der Spitze Tarik, dem so viel an dem wilden Mädchen liegt, mit dem er aufgewachsen ist. Bald stellt sich auch die Frage: Wer ist Feind und wer ist Freund?

In Rache und Rosenblüte darf sich der Leser zudem nicht nur über eine Liebesgeschichte, sondern gleich über mehrere Verstrickungen dieser Art freuen. So leidet man mit Jalal, der seiner Liebe Despina nachtrauert, verfolgt die Dreiecksbeziehung Tarik-Chalid-Shahrzad und wird Zeuge einer zaghaften Romanze, die sich zwischen Tariks besten Freund und Shahrzads Schwester anbahnt. Jede dieser Liebesgeschichten ist fesselnd, wie der ganze Roman an sich.

Neben „alten“ Charakteren, die man wiedertrifft und die die Autorin bereits in Band 1 dem Leser ins Herz geschrieben hat, lernt man in diesem Buch auch neue Helden kennen. So begegnet man hier unter anderem dem skurrilen und in Rätseln sprechenden Jungen Artan. In seinem Auftreten mehr als merkwürdig und auf den ersten Blick gewiss nicht gerade sympathisch, versucht man ihn gemeinsam mit der Protagonistin einzuordnen. Auch mit diesem Stilelement erzeugt die Autorin Neugierde und Spannung beim Leser.

In Zorn und Morgenröte wurden unter anderem viele kleine Fabeln eingewoben, mit denen Shahrzad versucht hat Chalid von seinem Vorhaben, sie zu töten, abzubringen. Auch in Rache und Morgenröte werden kleine Märchen mit einer weisen Anekdote erzählt. Geschickt webt die Autorin diese Geschichten in der Geschichte in die Handlung ein, ohne, dass der Leser sich dadurch gelangweilt oder gestört fühlt. Ganz im Gegenteil. Diese Märchen wirken erfrischend und bleiben noch danach im Gedächtnis.



Fazit:

Rache und Rosenblüte ist die Fortsetzung von Zorn und Morgenröte und zugleich der Abschluss der von Reneé Ahdieh verfassten Fantasysaga. Mit der gewohnt eigenwilligen und impulsiven Protagonistin versucht man den Fluch zu brechen, der auf ihrem Ehemann Chalid liegt und der das Zusammensein der beiden Geliebten verhindert. Überraschende Wendungen, Gefahren, die an jeder Ecke lauern und Lösungen, die mit Opfern verbunden sind, sorgen für einen durchweg spannenden Plot. Mehrere Liebesgeschichten, gut geschliffene Charaktere, fantastische Elemente und ein orientalisches Setting runden die Geschichte ab. Mit kleinen Geschichten (weisen Fabeln), setzt die Autorin dem durchweg gelungenen Roman noch ein Sahnehäubchen auf.

Bei dieser Buchreihe kommen Fantasyfans auf ihre Kosten. Eine vollumfängliche Leseempfehlung von mir.



Buchzitate:

Shahrzad stand im Eingang, eine Hand auf dem juwelenbesetzten Dolch an ihrer Hüfte. Ihre äußere Erscheinung war unbewegt. Aber etwas Wildes lauerte tief in ihren Augen.


Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket: 






Ich danke dem Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Donnerstag, 16. März 2017

Und was gibt’s dazu?

Rache und Rosenblüte und dazu Minz-Darjeeling-Tee mit Milch und Honig


Shahrzad befindet sich wieder in der Obhut ihrer Familie. Dort schmiedet sie Pläne, wie sie den Fluch, der über Chazid gesprochen wurde, brechen und ihren kranken Vater zur Genesung verhelfen kann.
Chazid ist derweil damit beschäftigt, den Bewohnern von Chorasan bei den Aufräumarbeiten nach dem Unwetter behilflich zu sein.
Beide sehnen sich nacheinander, doch beide wissen auch, dass ein Zusammenleben unter diesen Umständen unmöglich ist.

Doch Shahrzad gibt nicht auf. Bald schon findet sie eine Möglichkeit, wie beide vielleicht wieder zueinander gelangen können. Doch diese Alternative erscheint gefährlich. Shahrzad muss die belügen und betrügen, die ihr am Herzen liegen, um ihre große Liebe zurückzugewinnen.

Der zweite Teil der Zorn und Morgenröte-Reihe bleibt rasant und spannend. Um die Geschichte noch intensiver genießen zu können, empfehle ich euch eine kulinarische Begleitung, die im Bezug zur Geschichte steht. Shahrzad und ihre Schwester Irza versuchen ihrem Vater zur Genesung zu verhelfen, indem sie ihm einen Tee mit Minze, Honig, Teekräutern und Milch reichen.

Ich habe solch einen Tee für euch ausgetestet.


Was braucht man dafür?

1 Beutel Schwarztee (Darjeeling)
3 Zweige frische Pfefferminze
½ Vanilleschote
1 Teelöffel Honig
1 kleinen Schuss Milch



Was mache ich damit?

Schneide die Vanilleschote der Länge nach auf und kratze das Mark heraus. Gib das Vanillemark und die Schote gemeinsam mit der Minze und dem Honig in ein Teeglas. Nun fülle es mit kochendem Wasser auf. Fünf Minuten ziehen lassen.

Jetzt den Teebeutel hinzugeben und nochmals drei Minuten weiterziehen lassen.

Den Teebeutel herausnehmen und einen Schuss Milch hineingeben.

Zum Buch servieren.



Habt ihr den ersten Teil der Reihe „Zorn und Morgenröte“ gelesen? Wie fandet ihr ihn? 
Was erhofft ihr euch von dem zweiten Band?

Wie gefällt euch die Teemischung? Werdet ihr sie vielleicht sogar einmal ausprobieren?

Dienstag, 21. Februar 2017

Durchgehört

Rezension zu Beastly von Alex Flinn


Verlag: Bastei Lübbe
Kaufen und/oder Hörprobe anhören bei audible
Hörbuchsprecher: Simon Jäger
Übersetzer: Sonja Häussler
Format: Hörbuch
Länge in Minuten: Audible: 4 Std. 45 Minuten, bzw. 4 CDs – 300 Minuten
Tracks: 48
gekürzte Fassung
Preis: 7,99 Euro (Audible: 7,95 Euro)
ISBN: 978-3-8387-6765-9
Altersempfehlung des Verlages: 12 - 15 Jahre
Abgeschlossene Erzählung



Inhalt:

Der selbstbewusste Klassenschönling Kyle wurde bereits im Vorfeld des alljährlichen Frühlingsballs der Schule als Ballprinz nominiert. Für ihn steht fest, dass er mit dem schönsten Mädchen der Schule Sloan erscheinen muss. Doch als Kyle auf die nur leidlich attraktive Kendra trifft, die ihn auch noch auf seine ausgeprägte Oberflächlichkeit anspricht, schmiedet er einen neuen Plan. Unbezwingbar groß ist der Wunsch minder attraktive Menschen zu demütigen.
Kurzerhand verabredet sich der Klassenschönling mit Kendra zum Ball und lässt sie letztendlich doch sitzen. Das hätte er nicht tun sollen, denn die Strafe ist hart und wird sein Leben von Grund auf ändern.



Wichtigste Charaktere:

Kendra ist „die Neue“ an der Schule. Mit ihren grünen Haaren fällt sie auf. Das Mädchen hinterfragt die Strukturen. Warum müssen die Schönen und Reichen immer herrschen? Warum dürfen nicht auch die äußerlich unscheinbaren und Hässlichen mal im Mittelpunkt stehen?

Sloan ist eines der hübschesten Mädchen der Schule. Sie ist ähnlich wie Kyle von Oberflächlichkeit und Bösartigkeit bestimmt.

Kyle sieht nicht nur gut aus, er weiß auch die Menschen in seiner Umgebung zu manipulieren. Seine Ziele erreicht er, indem er genau das sagt, was sein Gesprächspartner gerne hören möchte. Damit wickelt er ihn um den Finger und bekommt nicht selten seinen Willen. Kyles Perspektive ist stark eingeschränkt. Er sieht nur die Schönen und Reichen, wer nicht mithalten kann prallt auf eine Wand der Ignoranz und Hartherzigkeit.


Linda ist ein eher unscheinbares Mädchen. Sie lebt in einem prekären Umfeld und hat schwer mit ihrem Vater und seinen kriminellen Machenschaften zu kämpfen.



Zur Geschichte:

Wer die Geschichte „Die Schöne und das Biest“ kennt, wird durch den Verlauf dieser Märchenadaption nicht sonderlich überrascht sein. Der Handlungsstrang bleibt in den wesentlichen Grundzügen dem Original treu. Die Unterschiede bestehen in erster Linie darin, dass die Geschichte das Leben eines sehr von sich selbst überzeugten Jugendlichen in der heutigen Zeit widerspiegelt und darin, dass die Erzählung bereits vor der Verwandlung ansetzt.

Kyle ist ein überheblicher und von sich selbst überzeugter Jugendlicher. Er weiß, dass er gut aussieht und umgibt sich gerne mit seinesgleichen. Seine Streiche sind nicht besonders bösartig sondern bewegen sich im Rahmen eines Schülers seines Alters. So bereitet es ihm Freude dem Mädchen, welches sein Ego untergräbt, indem es ihn auf seine „innere Hässlichkeit“ anspricht, einen Streich zu spielen. Er verabredet sich mit ihr zum Ball und erniedrigt sie in aller Öffentlichkeit, indem er so tut, als wäre diese Verabredung nie getroffen worden. Stattdessen erscheint er mit der schönen Sloan und würdigt Kendra keines Blickes mehr.

Eine wesentliche Rolle in der Geschichte spielt auch das Ballsträußchen, welches man seiner Begleiterin an dem großen Tag der Feier überreicht. So wünscht sich Kendra eine weiße Rose und Sloan möchte gerne mit einer Orchidee überrascht werden. Kyle beauftragt sein Dienstmädchen damit eine Blume zu organisieren. Magda bringt den Auftrag durcheinander und besorgt anstatt der Orchidee die Rose. Die Rose schenkt er einem unscheinbaren und äußerlich nicht perfekten Mädchen.
An dieser Stelle zeigt sich, dass Kyle kein von Grund auf schlechter Mensch ist. Denn er möchte der fremden Schülerin nichts Böses. Sie ist ihm eigentlich egal. Was er will, ist sich bei Kendra für ihre Worte rächen.

Sicherlich reagiert Kyle auch im weiteren Verlauf der Geschichte impulsiv und nicht immer fair gegenüber seinen Mitmenschen. Er wirkt aber auch nicht völlig unsympathisch. Vielmehr begreift man als Hörer bald, dass sein Verhalten auch seiner Erziehung geschuldet ist, denn der Vater ist reich und legt viel Wert auf das, was andere Menschen über ihn denken. Die äußere Wirkung ist ihm sogar mehr wert, als sein eigener Sohn.

Kyle lebt also eigentlich nur das nach, was ihm von seinem Vater vorgelebt wird. Durch Kendras Rache vollzieht Kyle einen radikalen Perspektivwechsel. Dieser Weg ist hart, aber auch notwendig, um sein Denken und Verhalten anderen Menschen gegenüber zu verändern.

Dadurch, dass die Autorin das Setting einer Schule gewählt hat und auch die Beweggründe der Charaktere, zum Beispiel das Ziel Kyles Ballprinz zu werden, entsprechend angepasst hat, wird mit diesem Hörbuch eine junge Zielgruppe angesprochen. Jüngere Leser werden sich in dieser Geschichte beheimatet fühlen. Aber auch für ältere Zuhörer bietet die Erzählung einen unterhaltsamen Plot.



Zum Sprecher:

Simon Jäger wusste mich vom ersten Moment an mit dem Timbre seiner Stimme zu überzeugen.

Dem Sprecher gelang es Charaktertiefe allein durch die Betonung zu schaffen. Schnell war durch eine hochnäsige und leicht zickige Stimme klar, dass Sloan von Kyles Zuschnitt war. Die Worte von Kendra hingegen sprach er eher ruhig, durchdacht und ein wenig hintertrieben aus. Seine Stimme passte sich auch bei der unscheinbaren Lindy in einer zwar helleren (weiblicheren) aber durchweg „normalen“ Tonlage an, während bei Lehrern und Erziehungsberechtigten Autorität mitschwang.



Fazit:

Wer „Die Schöne und das Biest“ in seinen Grundzügen kennt, wird bereits wissen, welche Geschichte ihn hier erwartet. Dennoch weicht der Plot durch die Ansiedlung des Settings in der Gegenwart und kleine Feinheiten in der Storyline immer noch vom Original ab und weiß in Facetten zu überraschen.
Die stimmliche Varianz von Simon Jäger sorgte für einen Hörgenuss.
Charakterentwicklung, Charaktertiefe und soziologische Stimmigkeit verbucht das Werk auf der Habenseite.
Die Leichtigkeit des Erzählens, die zeitlose Aktualität des Stoffes und eine emotional berührende, spannende Geschichte macht Beastly zu einer Empfehlung für jüngeres Publikum.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:







Handlungsstrang:






Sprecher (Wirkung/Stimme/Umsetzung):






Im Gesamtpaket: 







Ich danke der Agentur Trust Agents und Audible herzlich für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Freitag, 17. Februar 2017

Durchgelesen

Rezension zu Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen von Mary E. Pearson



Verlag: One (Bastei Lübbe)
Seitenzahl: 559
Format: Hardcover
Preis: 18,00 Euro
ISBN: 978-3-8466-0036-8
Übersetzer: Barbara Imgrund
Altersempfehlung des Verlages: Ab 14 Jahren
Band 1








Inhalt:

Lia ist entsetzt. Als erste Tochter von Morrighan soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie zuvor noch nicht einmal in Augenschein genommen hat. Eine Zweckheirat, um die Macht ihrer Familie und des Königreiches zu erweitern. Sie möchte nicht mit einem hässlichen, alten Mann vermählt werden. Daher packt sie kurz vor der Abreise zu den Feierlichkeiten ihre Sachen, besteigt noch im Hochzeitsgewand eines der Pferde aus dem Stall und flüchtet gemeinsam mit ihrer treuen Begleiterin und Freundin Pauline in das Nachbarland Terravin.
Hier möchte sie ein neues Leben in Freiheit beginnen. Wie ein ganz normaler Bürger, ohne die Privilegien, die eine Prinzessin üblicherweise genießt.
Doch der Prinz hat längst von Lias Flucht gehört. Er reagiert weniger zornig als vielmehr amüsiert und neugierig. So macht er sich auf, um der Zukünftigen die Leviten zu lesen. Auch ein weiterer Mann begibt sich auf die Suche nach Lia, doch er nimmt die lange Reise aus einem ganz anderen Grund auf sich: Er hat einen Auftrag und zwar den, die Prinzessin zu töten.



Die Welt:

Die Autorin eröffnet dem Leser eine zwar völlig fremde, doch letztlich auch beeindruckende Welt. Es gibt hier die verfeindeten Königreiche Morrighan und Dalbreck, die jedoch bereit sind, eine zaghafte Allianz zu schmieden, um sich gegen ein weiteres Reich, Venda, zu schützen. Venda wird im Gegensatz zu den Nachbarländern nicht von einem König sondern von einem Komizar angeführt. Die Vendaner lassen niemanden überleben, wenn sie in den Krieg ziehen. Sie kennen keine Gnade. Sie sind als Barbarenvolk verschrien.

Es heißt, dass die erste Tochter eines Königreichs stets eine Gabe in sich trägt. Von Lia wird erwartet, dass sie die Zukunft deuten und eine Gefahr bereits aus weiter Ferne erkennen kann.

Von gefährlichen Waldlandschaften über Wüstenregionen und verschlafenen Dörfchen findet sich in dieser Welt alles wieder. Hier stößt man auf gefährliche Tiere wie zum Beispiel Tiger. Man begegnet Vagabunden auf der Straße.



Schreibstil:

Mary E. Pearson führt ihren Roman in einer sehr ruhigen und gemächlichen Tonlage voran. Ihr gelingt es ihre Welt so ausschmücken, dass der Leser bald Teil einer großen bildgewaltigen Reise wird.

Gemeinsam mit der Prinzessin Lia flieht man hier aus dem eigenen Königreich vor der geplanten Vermählung. Lia ist ein sehr starker und rebellischer Charakter. Sie geht ihren eigenen Weg und spricht frei von der Seele. Ihre Last eine erste Tochter zu sein, die mit einer Gabe, die sich bald entwickeln soll, beschenkt wurde, wiegt schwer. Denn Lia merkt bald, dass sich diese Gabe, von der alle sprechen, bei ihr nicht eingestellt hat. Doch gerade diese Fähigkeit ist es, die ihren Wert in den Augen der anderen ausmacht.

Auf der Reise nach Terravin gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline fühlt Lia erstmals seit vielen Jahren wieder ein Gefühl von Freiheit. Ihr bereiten die Gefahren, die in den nahen Wäldern lauern kaum Sorge. Auch hat Lia keine Angst davor sich die Finger schmutzig zu machen. In Terravin treffen die beiden Mädchen auf die rustikale „Tante Berdi“, eine enge Vertraute von Pauline. Tante Berdi führt einen Gasthof, wo Lia und Pauline als Hilfe beim Waschen, Kochen und Bedienen gerne gesehen sind.
Diese friedvolle und fast schon harmonische Zeit findet bald ihr Ende, als zwei merkwürdige Gestalten den Gasthof betreten. Beide Männer haben ein Auge auf Lia geworfen. Auch Lia ist dem Fischer und dem Händler schnell zugeneigt. Rafe und Kaden haben beschlossen sich ein Zimmer im Gasthof zu nehmen und beide werben schon bald um die hübsche „Schankmagd“.
Doch die Harmonie ist tückisch, denn der Leser weiß schon bald, dass einer der beiden ein Prinz ist, der ausgezogen ist, um die Prinzessin an seine Seite zu holen und der andere, ein ausgesandter Attentäter, ihr nach dem Leben trachtet. Doch wer von beiden hat welchen Auftrag? Das weiß auch der Leser anfangs nicht.

Hier ist es die unterschwellige Spannung, die man auf jeder Seite spürt und der gekonnte Schreibstil der Autorin, der den Leser das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Die Gefahr lauert im Hintergrund und doch spürt man, dass sich zwischen Lia, Kaden und Rafe zarte Bande schmieden. Rafe und Kaden sind Konkurrenten, die beide um Lias Zuneigung kämpfen und das mittlerweile nicht nur aus dem ursprünglichen Grund ihrer Reise. Was wird mit Lia geschehen, wenn die Wahrheit irgendwann ans Licht kommt?

Mary E. Pearson verwendet für ihren Roman drei verschiedene Perspektiven. Sie schreibt in erster Linie aus der Sicht von Lia, in wenigen Kapiteln aber auch in der Ich-Form aus den Augen des Prinzen und des Attentäters. Hierbei lässt sie geschickt Details weg, die den Leser auf die Spur führen könnten, bei wem es sich um Rafe und bei wem es sich um Kaden handelt, so dass er bei jeder romantischen Szene einerseits hofft, aber andererseits auch bangt.



Fazit:

Der Kuss der Lüge entwickelt sich eher gemächlich, dafür aber bildgewaltig. Die Tiefe der Charaktere und der Geschichte ist der Beweis für das Talent von Mary E. Pearson.
Im Kern ist „Der Kuss der Lüge“ die Liebesgeschichte ihrer Protagonisten. Darüber hinaus eine Mischung aus Abenteuer und "Krimi".
Spannung erhält dieser Roman nicht durch rasante Actionszenen, sondern eher durch eine unterschwellige Gefahr, die stets im Hintergrund präsent ist.

Dieser erste Band der Chroniken der Verbliebenen überzeugt mit einer bildgewaltigen Sprache, spannenden Charakteren und einer konfliktreichen Heldenreise. Absolute Leseempfehlung.



Buchzitate:

Pauline war einfallsreich, aber ich wusste, dass sie nicht furchtlos war, und das machte ihren Mut heute viel größer als meinen. Sie hatte alles zu verlieren. Ich hatte alles zu gewinnen.

Das war es, was ich an Rafe hasste und liebte. Er forderte mich bei allem, was ich sagte, heraus, aber er hörte auch aufmerksam zu. Er hörte zu, als wäre jedes Wort wichtig, das ich sagte.

Es kann Jahre dauern, bis ein Traum Gestalt annimmt. Es dauert nur einen Sekundenbruchteil, um ihn zu zerschmettern.



Kurzgefasst:

Spannung/Action:






Liebe:






Charaktere:






Weltenaufbau:






Handlungsstrang:






Schreibstil:






Im Gesamtpaket:






Ich danke dem Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Donnerstag, 16. Februar 2017

Und was gibts dazu?

Die Chroniken der Verbliebenen – Der Kuss der Lüge und dazu Fischsuppe



Lia ist eine Prinzessin und sie soll vermählt werden. Mit dem Prinzen von Morrighan. Doch so schlüssig eine Allianz der Königreiche doch auf den ersten Blick erscheint, so sehr wiederstrebt es dem Mädchen einen Mann zu heiraten, den sie noch nie gesehen hat, der vermutlich alt und hässlich ist.

Kurzerhand entschließt sich Lia, noch bevor die Kutsche, die sie im Hochzeitsgewand zum königlichen Hof bringen soll, eingetroffen ist, zur Flucht. Gemeinsam mit ihrer Zofe und treuesten Freundin Pauline begibt sie sich auf dem Rücken eines Pferdes ins Abenteuer. Die beiden Mädchen genießen die Gefahr. Sie schlagen ihr Lager im Schein eines selbstentzündeten Feuers auf, folgen dem Ruf der Natur und schmecken die frisch erworbene Freiheit.

Beide haben ein Ziel: Sie wollen nach Terravin reisen. Dort kommen sie im Gasthaus von „Tante Berdi“ unter. Einer alten Frau, die sich schon in jungen Jahren um Pauline gesorgt und gekümmert hat.
Lia und Pauline haben ihre königliche Tracht abgelegt, sie haben ihre Spuren, so gut es geht verwischt und wollen nun, wie zwei ganz normale Bürger ein neues Leben beginnen.
Lia genießt es Hausarbeiten zu verrichten und darf schon bald im Gasthaus den Reisenden Getränke und Speisen servieren.

Doch diese trügerische Harmonie ist von kurzer Dauer, denn den beiden Mädchen sind gleich zwei Männer auf der Spur. Was diese beiden Fremden von Lia und Pauline wollen, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest. Habt ihr vielleicht sogar eine Vermutung, wie die Geschichte an dieser Stelle weitergehen könnte? Verratet mir doch eure Meinung in den Kommentaren.

Zu diesem Buch möchte ich euch Berdis bestes Gericht von der Speisekarte empfehlen: Eine Fischsuppe.
Die meisten Gäste sind entzückt, wenn sie diese Speise gekostet haben. Ich denke, dass die Suppe als Snack perfekt zum Buch passt.


Was braucht man dafür?

250 g King Paws (gewürzt)
250 g Lachsfilet
390 ml Fischfond
1-2 EL Kokosöl
1 große Gemüsezwiebel geschält und in große Stücke geschnitten
2 Lorbeerblätter
2 TL Tiefkühl-Gartenkräuter
1 EL Zitronensaft
100 ml Sahne


Und was mache ich damit?

Erhitze das Kokosöl in einem großen Kochtopf. Gib die Zwiebeln und den Fisch hinein und brate alles für etwa 10 Minuten gut an. Den Lachs kannst du mit dem Pfannenwender in kleine Stücke zerteilen, sobald er angebraten ist.

Nun gib den Fond und die Lorbeerblätter sowie den Zitronensaft und die Kräuter in die Suppe. Lasse alles bei geringer Temperatur mit einem Deckel auf dem Topf für etwa 15 Minuten köcheln.

Ganz zum Schluss kannst du die Sahne noch hineingeben. Die Suppe schmeckt aber mindestens genauso gut ohne :o)

Guten Appetit :o)